Das Dach regelmäßig auf Schäden und Undichtigkeiten überprüfen

(djd). Starke Sonneneinstrahlung, frostige Temperaturen, Regen und Wind: Unsere Haut als äußere, natürliche Schutzschicht hat so einiges einzustecken. Dasselbe gilt für die Außenhaut des Eigenheims, das Dach. Damit der Eindeckung Nässe, Kälte und andere Witterungseinflüsse nicht unter die Haut gehen, braucht sie eine regelmäßige Pflege. Andernfalls können schon leichte Schäden in der Abdichtung, verursacht durch eindringende Feuchtigkeit, zu kostspieligen Folgen für die gesamte Bausubstanz führen. Ob das Dach noch einen ausreichenden Schutz bietet, zeigt ein professioneller Check durch den Fachmann. Erste Warnsignale für eine nicht mehr funktionsfähige Abdichtung kann der Hausbesitzer selbst feststellen: Spröde Dachbahnen, undichte Anschlüsse sowie Risse und Falten sind Indikatoren dafür, dass das Bauwerk nicht mehr ausreichend geschützt ist.

Dachcheck mindestens einmal pro Jahr

Einmal im Jahr, so lautet eine Faustformel, sollte ein Fachhandwerker das Gebäudedach unter die Lupe nehmen. Ein guter Termin dafür ist das Frühjahr, um zu überprüfen, ob Herbststürme oder winterlicher Frost eventuell Schäden an der Abdichtung verursacht haben. Bei Bedarf sollten dann selbst kleine Lecks zeitnah ausgebessert werden. Nach vielen Jahren der Nutzung empfiehlt es sich meist, eine komplett neue Dichtschicht aufzutragen.

Passende Abdichtung für jeden Dachtyp

Flach-, Sattel- oder Walmdach, Dachbegrünung, Wohngebäude oder Garage: Die vielen unterschiedlichen Dachformen stellen jeweils eigene Anforderungen an eine wirksame und witterungsbeständige Abdichtung. Rat erhalten Hausbesitzer bei örtlichen Fachbetrieben, die vom Dachcheck über eine individuelle Sanierungsberatung bis zur Ausführung der neuen Abdichtung alles aus einer Hand anbieten können. Vor allem berät der qualifizierte Fachmann auch zur Auswahl des geeigneten Abdichtungssystems.

Foto: djd/Triflex/Adobe Stock/beeboys

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Der Walmdach-Bungalow kehrt zurück

txn. Altersgerechtes Bauen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Besonders einfach lässt sich Barrierefreiheit bei einem Bungalow realisieren, weshalb diese Bauweise immer gefragter wird. Hier befinden sich alle Wohnräume auf einer Ebene. Es gibt in der Regel weder Schwellen noch Eingangsstufen, dafür bodengleiche, oft breite Ausgänge zu Terrasse und Garten. Viele Bauherren entscheiden sich heute für einen Bungalow mit Walmdach. Denn das hat gleich mehrere Vorteile: Walmdächer sind funktionssicherer und dabei weniger pflege-intensiv als Flachdächer.

Die vierseitig schrägen Flächen sind optimal für Solaranlagen. Beim klassischen Satteldach dagegen muss eine Traufseite nach Süden ausgerichtet sein und beim Flachdach sind aufwendige Unterkonstruktionen notwendig, um Solarelemente zu installieren. Und: Das Dachgeschoss kann als Abstellfläche genutzt oder später bei Bedarf ausgebaut werden. Da Walmdächer meist nicht so steil wie Satteldächer sind, kommt der Unterdeckbahn eine besondere Bedeutung zu. Denn diese verhindert, dass Regen oder Schnee, die bei extremen Witterungsbedingungen unter das Bedachungsmaterial gelangen können, dort Schaden anrichten. Als zweite Entwässerungsebene schützt eine Walmdachbahn die Dachkonstruktion lange und sicher.

Foto: Dörken/txn

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Dächer können mehr?

(rgz). Die Anforderungen, die Dachsteine zu erfüllen haben, sind hoch. Und doch werden sie, wenn sie erst einmal verlegt sind, kaum mehr beachtet. Dabei lohnt ein genauer Blick, denn streng genommen trifft schon der Begriff „Stein“ heutzutage nicht mehr zu. Aus Dachsteinen sind inzwischen Hightech-Baustoffe geworden, die neben Robustheit und Langlebigkeit mit verschiedenen Zusatzfunktionen punkten können. Auf diese Weise kann das Dach sogar dauerhaft beim Energiesparen helfen.

Dachsteine sorgen für ein besseres Wohnklima

Nahezu unverwüstlich, härten Dachsteine im Laufe der Jahre immer weiter aus. Aus diesem Grund sind sie weniger anfällig für extreme Witterungen. Außerdem reduzieren Dachsteine die Außengeräusche um bis zu sieben Dezibel besser als Dachziegel.

Schutz vor Algen und Moos

Eine andere Zusatzfunktion bieten Dachsteine mit Oberflächenveredelung. Dabei wird der Dachstein mit einer feinen Mikromörtelschicht überzogen. Auf diese Weise werden die Poren verschlossen, die Oberfläche wird spürbar glatter. In der Folge bleiben unschöne Ablagerungen wie Algen und Moos weniger haften und der Dachstein behält langfristig sein sauberes und ansprechendes Aussehen.

Welche Dachform ist die Beste?

txn-p. Bauexperten wissen: Die Form des Daches prägt nicht nur den Charakter des Eigenheims, sondern wirkt sich auch auf den Wohnkomfort im ausgebauten Dachgeschoss aus. Die verschiedenen Formen haben unterschiedliche Vorzüge.
Das Satteldach ist die häufigste Form in Deutschland. Zwei meist gleich groß geneigte Flächen treffen sich am höchsten Punkt. Oft werden Überstände, Gauben und Dachfenster integriert und lockern die Optik auf.

Das Pultdach besteht aus einer geneigten Fläche und gilt als modernste Variante unter den Dachformen. Es bietet zur Wetterseite guten Schutz, auf der anderen Seite sind große Fensterflächen möglich.

Ein Flachdach hat nur eine geringe Neigung. Da sich hier stehendes Wasser ansammeln kann, ist die Abdichtung besonders wichtig. Vorteil: Dachbegrünung ist möglich und es gibt keine Schrägen, die im Dachgeschoss den Wohnraum einschränken.

Das Mansarddach stammt aus der Barockzeit und ist ein zweigeteiltes Satteldach. Der obere Bereich zeichnet sich durch seine kurzen Dachschrägen aus. Die untere Hälfte ist deutlich steiler, so dass die Räume unterm Dach großzügig wirken.

Das Zeltdach kann eigentlich nur auf einem annähernd quadratischen Grundriss errichtet werden. Seine mindestens drei gegeneinander geneigten Dachflächen laufen wie bei einer Pyramide in einem Firstpunkt zusammen. Diese Form ist eher in mediterranen Ländern zu finden, wird aber auch in Deutschland immer beliebter und häufiger.

Das Walmdach gilt als Urform des Daches. Hier sind alle vier Seiten abfallend. Dadurch ist das Haus wie unter einem Hut gut geschützt, da es keine freiliegenden Giebel gibt. Allerdings kommt es durch die vierseitige Schrägung zur Nutzungseinschränkung im Dachgeschoss.

Für mehr Nutzfläche im Haus steht das Krüppelwalmdach. Hier sind die Giebel der Front- und Rückseite nur teilweise abgewalmt, aber dennoch gut vor der Witterung geschützt. Mit Fenstern im Giebel ist eine gute Belichtung gewährleistet.

Unabhängig von der Form ist es wichtig, dass die Wärmedämmung geschützt wird. Von außen geschieht dies mit der sogenannten Unterdeckbahn, die Feuchtigkeit und Wind von der Wärmedämmung im Steildach fernhält. Was viele Laien nicht wissen: es gibt sogar Unterdeckbahnen, die speziell für besondere Dachformen geeignet sind.

 

Zum Bild:

txn-p. Unterschiedliche Dachformen: Das Mansarddach (1) findet sich meist bei Altbauten. Das Walmdach (2) ist die älteste Variante, das Satteldach (3) ist in Deutschland am häufigsten zu sehen. Fotos: Dörken/txn

Mehr Raum für die persönliche Lebensplanung, Dachausbau und Dachaufstockung: Wärmeschutz nicht vergessen

(djd). Ob man private Arbeitsräume einrichten möchte, mehr Spielraum für die Kinder braucht oder wenn Großeltern, Eltern und Kinder unter einem Dach leben möchten: Zu viel Raum kann man im Eigenheim eigentlich nie haben. Und in vielen Wohnhäusern bietet ein noch nicht ausgebautes Dachgeschoss die Möglichkeit, mehr Platz für die eigenen Wünsche und Lebensvorstellungen zu schaffen. Ideal ist es, wenn zum Beispiel die Raumhöhe unter einem Spitzgiebeldach bereits hoch genug ist und sich für Wohnzwecke eignet. Falls dies nicht der Fall ist, dann bieten sich zwei weitere Möglichkeiten an, mehr Raum zu schaffen. Die erste Möglichkeit ist eine Dachaufstockung. Dafür wird einfach der Dachstuhl ein ganzes Stück weit angehoben und Kniestock sowie Stirnwände des Hauses darunter verlängert, sodass mehr lichter Raum im obersten Stockwerk entsteht. Bei der zweiten Möglichkeit werden große Dachgauben mit Fenstern ins Schrägdach eingebaut, die ebenfalls mehr Bewegungsfläche schaffen.

Angenehmes Raumklima zu jeder Jahreszeit

Ob Ausbau eines bestehenden Dachs, Aufstockung oder Dachgauben der richtige Weg sind, hängt unter anderem vom vorhandenen Haus und von örtlichen Bauvorschriften ab. In jedem Fall wichtig ist eine gute Dämmung der Dachräume. Sie sorgt zum einen dafür, dass zu jeder Jahreszeit angenehme Temperaturen in den neuen Räumlichkeiten herrschen. Und zum anderen macht die Energieeinsparverordnung auch für größere Modernisierungen klare Vorgaben zum Wärmeschutz. Sehr gut geeignet sind etwa Aufsparrendämmungen aus Polyurethan wie zum Beispiel BauderPIR. Sie hüllen die gesamte Dachfläche oberhalb der Sparren ein, sodass es nicht zu Wärmebrücken kommen kann. Und im Unterschied zu Innendämmungen geht durch die Aufsparrendämmung kein Raum im Dach verloren.

Für eine Aufsparrendämmung wird die Dacheindeckung abgenommen, und die Nut-und-Feder-Dämmelemente sowie weitere Funktionsschichten zum Feuchteschutz ober- und unterhalb der Dämmung werden zu einer ununterbrochenen lückenlosen Dämmschicht verbunden. Ein Vorteil von Polyurethan-Hartschaum in der Modernisierung ist sein guter Wärmeschutz, der einen schlankeren Aufbau der Dämmung als bei anderen Materialien möglich macht.

Foto: djd/Paul Bauder

Im eigenen Haus bringt Erspartes mehrfach gute Zinsen

Zukunftssicher unterm Dach

(djd). Auf der Bank wird das Ersparte bei der aktuellen Zinssituation immer weniger wert, riskante Börsengeschäfte sind nicht jedermanns Sache, doch die Preise für Immobilien gehen in vielen Regionen durch die Decke. Wer Geld sinnvoll anlegen möchte, findet daher oft die besten Investitionsmöglichkeiten in den eigenen vier Wänden. Durch eine Verbesserung des energetischen Standards gewinnen ältere Häuser daher gleich an mehreren Stellen: Die künftigen Energieausgaben sinken, der Staat beteiligt sich mit direkten Zuschüssen oder güns­tigen Krediten an der Finanzierung, und ganz nebenbei steigt der Wert der eigenen Immobilie.

Wer energieeffizienter modernisiert, als er muss, fährt unterm Strich günstiger

Besonders interessant ist eine Geldanlage auf dem Dach für alle, bei denen in absehbarer Zukunft eine Erneuerung der Dacheindeckung ansteht. Falls nicht vorhanden, verlangt der Gesetzgeber bei einer solchen Renovierung in der Regel eine Grunddämmung. Überschreitet man diesen Standard, dann kann man bereits bei den Renovierungskosten bares Geld sparen, wie der Dachspezialist Bauder am Beispiel eines Hauses mit 150 Quadratmetern Dachfläche berechnet hat. Bei einer Dämmung mit dem U-Wert von 0,24, den die Energieeinsparverordnung (EnEV) aktuell auch für Altbauten verbindlich vorgibt, ergaben sich Gesamtkosten von knapp 37.500 Euro. Bei einer deutlich besseren Dämmung mit der Hochleistungsdämmung Polyurethan-Hartschaum und einem U-Wert von nur noch 0,14 kamen am Ende effektive Kosten von lediglich gut 35.300 Euro heraus, also knapp 2.000 Euro weniger als bei der schlechteren Dämmung.