Gegen alle Wetter gewappnet: Haus vor Witterung schützen

 

Wenn es stürmt, regnet oder schneit, weiß man die Behaglichkeit der eigenen vier Wände besonders zu schätzen. Allerdings können diese Witterungseinflüsse die Substanz eines Gebäudes langfristig erheblich schädigen.

Das Dach ist eine besonders sensible Stelle. Heruntergefallene Ziegel sind ein erstes Warnzeichen, sagt Klaus-Jürgen Edelhäuser von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Solche Lücken sollten Bewohner schnellstmöglich schließen lassen, damit Stürme keine Angriffspunkte finden, um ein Dach im schlimmsten Fall komplett abzudecken.

Regionale Wind- und Schneelastkarten geben Bauherren wichtige Anhaltspunkte, was ein Gebäude aushalten sollte. „Dabei sind Flachdächer bei Stürmen weniger anfällig als Pultdächer“, sagt Alexander Küsel, Leiter der Schadenverhütung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Gerade in schneereichen Regionen sind Flachdächer im Winter aber auch nicht ohne Risiko: Neben der Schneelast selbst könne auch schlecht abfließendes Tauwasser zum Problem für die Dachstatik werden. Bewohner sollten eine Routine entwickeln und regelmäßig die Regenrinne und das Fallrohr kontrollieren.

Moderne Fenster können mit stärkerem Winddruck gut umgehen, ihre Dichtungen dämmen zudem den Durchzug ein, was wiederum Energie spart. Um diesen Effekt dauerhaft zu erhalten, muss man die Dichtungen von Tür- und Fensterrahmen regelmäßig reinigen und pflegen. So kann man verhindern, dass die Dichtungen porös werden und ihre energiesparende Wirkung reduzieren.

Im Sommer beeinflusst die Sonne, wenn sie ein Gebäude aufheizt, erheblich die Aufenthaltsqualität. Je heller Fassaden und Dachdeckung sind, desto geringer ist die Wärmeaufnahme, erklärt Marc Förderer vom Bauherren-Schutzbund.

Solarkollektoren und die Begrünung von Dächern und Fassaden können ebenfalls helfen, die Innenraumtemperaturen zu regulieren.

Auch großflächige Fenster und Terrassentüren tragen zur sommerlichen Aufheizung der Innenräume bei. Förderer rät, von außen Jalousien oder Rollläden einzuplanen beziehungsweise nachzurüsten.

Die Bewährungsproben für jedes Haus sind aber extreme Wetterereignisse. „Darunter fallen Phänomene wie Stürme und Orkane, Hagel sowie Starkregen und Überflutungen von Gebäuden“, erklärt Küsel. „Wir gehen davon aus, dass diese Wetterphänomene in den nächsten Jahrzehnten an Häufigkeit zunehmen werden, auch was die Intensität betrifft.“

Wie eine einzelne Immobilie konkret betroffen ist, hängt entscheidend von ihrer Lage ab. In der Nachbarschaft zu Seen und Flüssen steigt das Risiko von Überflutungen, ebenso bei Gebäuden in Hanglagen.

Bei Ton- oder Lehmboden, in dem Niederschlag nur schlecht versickert, sind die Probleme vorprogrammiert. Dann ist Vorbeugen besonders wichtig: „Oft hilft es, an kritischen Stellen wie Lichtschächten oder Kellertreppen eine kleine Aufkantung oder Schwelle anzulegen. Sie verhindert, dass bei starken Niederschlägen der Regen unmittelbar in das Gebäude läuft“, erklärt Alexander Küsel. mag

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-mag

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Wert der eigenen vier Wände steigern

Wie die Zeit vergeht: Die Kinder sind erwachsen und ausgezogen. Das Familienheim wirkt leer und ist für die älter werdenden Eltern auf kurz oder lang zu groß. Viele überlegen daher, in eine kleinere Wohnung umzuziehen und ihr Haus zu verkaufen.

Damit sie dabei einen guten Preis erzielen, wollen sie häufig vorher den Wert der Immobilie steigern – in dem sie das oft seit Jahrzehnten bewohnte Haus modernisieren. Nur welche Modernisierungen können überhaupt wertsteigernd sein? Der Berliner Immobilienmakler Dirk Wohltorf rät: „Nur das machen, was man selbst als Steigerung der Wohn- und Lebensqualität empfindet.“

Was in jedem Fall wertsteigernd ist: Sollte das Haus bautechnische Schwachstellen haben, lohnt es sich, sie zu beseitigen. „Keiner will feuchte Keller“, sagt Wohltorf, der Vizepräsident des Immobilienverbands Deutschland IVD ist.

Ebenfalls wertsteigernd: „Die Haustechnik – also die Bereiche Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektrik – sollte möglichst auf dem neuesten Stand sein“, erklärt Ulrich Severitt, Bauberater beim Verband „Wohnen im Eigentum“ (WiE) in Bonn.

Eine Modernisierung der Heizungsanlage kann nicht nur den Wert der Immobilie steigern, sondern bringt beim Verbrauch teils enorme Einsparungen mit sich.

Modernes Bad

Und ein neues Badezimmer? Das kann wertsteigernd sein. „Dabei kommt es aber nicht etwa auf goldene Wasserhähne oder andere kostspielige Materialien an“, stellt Severitt klar. Aus seiner Sicht sollte ein Bad modern, aber in einem möglichst neutralen Design gehalten sein – also etwa ohne auffällige oder grelle Farben, die auf einen Interessenten eher abschreckend wirken könnten. Auch Investitionen, die die Energieeffizienz eines Gebäudes erhöhen, können sich wertsteigernd auf eine Immobilie auswirken. „Gerade bei älteren Gebäuden kann der Wärmeverlust durch eine unzureichende Dämmung oder Isolierung von Dach und Fassade teils beachtlich sein“, erklärt Severitt. Eigentümer sollten sich hier beraten lassen. Anlaufstelle können Energieeffizienzexperten sein.

Mitunter kann es von Vorteil sein, neue Fenster und eine neue Haustür einzubauen und so einem Energieverlust entgegenzuwirken. „Manchmal kann auch eine vorhandene Tür überarbeitet werden“, so Severitt.

Um bei einem möglichen Verkauf einer Immobilie einen guten Preis zu erzielen, kommt es darauf an, dass das Objekt einen gepflegten Eindruck macht. „Mit einem gepflegten Garten zum Beispiel kann man unglaublich punkten“, erklärt Wohltorf.

Und es sind auch nicht immer kostspielige Investitionen, die ein Objekt attraktiv machen. Mitunter reichen schon Putzarbeiten an der Fassade oder ein frischer Anstrich von Räumen. Keinesfalls sollte man einen feuchten Keller einfach überstreichen, um den Schaden abzudecken. „Dafür kann ein Hausverkäufer in Haftung genommen werden“, so Wohltorf.

Unabhängig von der Beschaffenheit eines Wohnobjektes gilt: Der Wert einer Immobilie hängt nicht zuletzt vom sogenannten Bodenrichtwert, der vorhandenen Nachfrage und vor allem von der Lage ab. In Ballungsräumen oder in begehrten Wohngegenden ist der Wert von Immobilien höher als etwa auf dem flachen Land.

Gutachter und Makler helfen dabei, den Wert einer Immobilie zu ermitteln. Wer aber glaubt, dass man die Kosten, die durch eine aufwendige Sanierung entstehen, eins zu eins auf den von Fachleuten ermittelten Wert einer Immobilie draufrechnen kann, der täuscht sich. „Eine solche Rechnung geht in aller Regel nicht auf“, sagt Wohltorf. mag

Foto: Florian Schuh/dpa-mag

Mehr Wohnraum dank neuer Etage

Bauland ist knapp und teuer, aber Platz nach oben gibt es eigentlich genug. Warum also nicht einfach eine zusätzliche Etage aufs Haus bauen, um neuen Wohnraum zu schaffen? Ein Obergeschoss bietet Raum für vieles: genügend Zimmer für die Kinder, Platz für Hobbys, vielleicht Büro- oder Gewerberäume fürs Homeoffice oder eine Einliegerwohnung, die vermietet werden kann.

„Grundsätzlich ist es eine gute Idee, darüber nachzudenken, ein neues Dach aufzusatteln“, sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren in Berlin. „Aber jedes diesbezügliche Gedankenspiel sollte mit einem Besuch der zuständigen Baubehörde beginnen“, ist ihr Rat.

Denn ein Geschossaufbau ist vergleichbar mit einem Neubau. Das bedeutet: Der Bauherr muss Pläne und Berechnungen einreichen und behördlich genehmigen lassen.

Erst Baubehörde

Nur wenn es die regionale Bauordnung hergibt, darf in die Höhe gebaut werden. Der örtliche Bebauungsplan regelt Gebäudehöhen, maximale Wohnflächen, Dachform, Dachneigung und First-richtung. „Ist kein Bebauungsplan vorhanden, gilt der Grundsatz, dass sich jeder an den Gebäuden der Umgebung zu orientieren hat“, erklärt Reinhold-Postina.

Ob sich ein neues Geschoss aufbauen lässt, hängt natürlich auch wesentlich vom Zustand des vorhandenen Gebäudes ab. „Es muss intakt und wertig sein“, sagt Georg Lange, Geschäftsführer im Bundesverband Deutscher Fertigbau in Bad Honnef.

Fast wie ein Neubau

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein neues Dachgeschoss zu errichten. „Man kann ein Flachdach durch ein stärker geneigtes Dach ersetzen“, nennt Reinhold-Postina ein Beispiel.

Die umfangreichste Maßnahme ist jedoch der Aufbau einer kompletten zusätzlichen Etage. Dafür wird das alte Dach entfernt und ein neues Geschoss mit einem neuen Dach aufgebaut. Meist wird das in Häusern mit einem Flachdach praktiziert.

„Das lässt sich gut mit Holztafelelementen ausführen“, sagt Lange. „Sie eignen sich nicht nur hervorragend zum Bau von Fertighäusern, sondern nahezu jedes Wohnhaus kann mit diesen Fertigteilelementen aufgestockt werden.“

Solche neuen Obergeschosse sind zum Teil schon mit Küche, Bad und Privaträumen ausgestattet und haben eine bereits montierte Sanitärausstattung. Wichtig ist, so erklärt es Lange, dass die Anschlüsse zum alten Haus passen. „Deshalb sollten Bauherren unbedingt ihre alten Baupläne bereithalten, um die Planung zu erleichtern.“

Hoher Aufwand

Auch wenn manche Baufirmen versprechen, dass das neue Dach im Handumdrehen aufgebaut ist, sollten Bauherren den Aufwand nicht unterschätzen. „Es ist nicht mit zwei, drei Tagen getan“, warnt Reinhold-Postina. „So ein Dachaufbau kann Monate dauern.“

Ist das Haus in dieser Zeit bewohnt, müssen die Bewohner mit viel Lärm und Dreck rechnen. Und es kann sein, dass der Dachausbau weitere Baumaßnahmen am Haus nach sich zieht. „Nicht selten steht am Ende eine Komplettsanierung des Gebäudes an“, erzählt die Bau-Expertin.

Georg Lange findet die Investition in ein zusätzliches Geschoss dennoch oft sinnvoll. „Vorausschauende Häuslebauer planen schon beim Neubau ihres Hauses einen möglichen Dachausbau mit ein“, sagt er. Entstehe Bedarf nach zusätzlichen Wohnraum, könne er unkompliziert und kostengünstig geschaffen werden, weil das Haus bereits darauf vorbereitet sei.

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Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-mag

Energetisches Sanieren ist eine Frage des Timings und der richtigen Reihenfolge

(djd). Der Winter und die bald folgende Heizkostenabrechnung hat es vielen Eigentümern von Altbauten erneut deutlich vor Augen geführt: Es wird höchste Zeit, das Zuhause zu sanieren und auf den heutigen energetischen Stand zu bringen. Wer die kommenden Monate für eine Sanierung nutzt, kann bereits im kommenden Winter die Heizkosten deutlich senken. Nur womit anfangen, in welcher Reihenfolge sanieren und was tun, damit man keine Fördermittel verschenkt?

 

Sanierung Schritt für Schritt planen

Vom Sanieren „Marke Eigenbau“ raten Experten deutlich ab. Wer ohne detaillierten Plan mit der Modernisierung beginnt oder sich gar die Dämmung der Fassade selbst zutraut, erreiche mitunter das Gegenteil, sagt Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung vom Industrieverband Hartschaum e.V. (IVH): „Zumindest wird die Dämmung den Erwartungen an die finanzielle Entlastung nicht gerecht. Und im schlechtesten Fall muss anschließend ohnehin nochmal ein Fachbetrieb nachbessern.“ Der erste Weg sollte daher zu einem Energieberater führen. „Die entscheidende Basis für die Sanierungsplanung ist zunächst eine Bestandsaufnahme der Immobilie und der aktuellen energetischen Situation.“ So könne der Fachmann einen detaillierten Sanierungsplan erstellen, der sich durchaus auch budgetschonend in mehreren Etappen abarbeiten lässt. Vieles sei dabei eine Frage des Timings, so Serena Klein: „Die Dämmung der Fassade und des Dachgeschosses, falls noch nicht vorhanden, ist oft der erste Schritt. Eine neue Heizungsanlage kann anschließend oft kleiner dimensioniert werden, was dem Hausbesitzer weiteres Geld spart.“

 

Auf Langlebigkeit und Dämmleistung achten

Der Sanierungsplan des Energieberaters ist zudem die Basis für Fachbetriebe. Sie sind versiert im Umgang mit den Dämmmaterialien und stehen somit für eine dauerhafte Energiesparwirkung ein. Für die Dämmung von Fassade und Dach etwa zählt seit langem EPS, besser bekannt als Styropor, zu den am meisten verwendeten Materialien. Bei geringem Gewicht weist es eine hohe Dämmwirkung über Jahrzehnte auf. Das Material ist sehr langlebig, da nahezu unverrottbar, und dennoch recyclingfähig. Auch nach Jahrzehnten an der Fassade weist Styropor, anders als andere Dämmstoffe, eine gleichbleibend hohe Dämmwirkung auf, da die eingeschlossene Luft ihre Isoliereigenschaften beibehält. Selbstverständlich wird eine Sanierung mit diesem Material durch Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen gefördert – auch dazu informiert wiederum der Energieberater.

Foto: djd/IVH Industrieverband Hartschaum e.V.

Neuer Wohnkomfort im alten Haus

(djd). Der Modernisierungsbedarf bei älteren Häusern ist groß. Doch viele Hausbesitzer schieben die Investition in die Verbesserung der Energiebilanz oder des Wohnkomforts auf die lange Bank. Ein Grund dafür ist die Unsicherheit, wie und wo man das Geld für eine Modernisierung am besten investiert. Laut Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), sollte einer Modernisierung eine gute Planung vorausgehen, und auch über die Ziele von baulichen Maßnahmen sollte sich der Hausbesitzer Klarheit verschaffen. Becker nennt vier Punkte, die auf dem Weg zur Modernisierung wichtig sind, und empfiehlt, den Rat eines unabhängigen Sachverständigen zu nutzen.

  1. Das Ziel definieren

Geht es um energetische Verbesserungen, die Beseitigung von Schäden am Haus, um die Nutzung moderner Hausautomationssysteme, wünscht sich der Hausbesitzer einfach einen Tapetenwechsel oder möchte er sein Haus barrierefrei gestalten? Es gibt sehr unterschiedliche Motivationen, eine Modernisierung in Angriff zu nehmen.

  1. Den Bestand aufnehmen

Eine gute Grundlage für Modernisierungen ist die Bestandsaufnahme über einen Modernisierungscheck, Infos dazu z.B. unter www.bsb-ev.de. Zusammen mit einem Sachverständigen erfolgt eine Diagnose des aktuellen Zustands der Immobilie mit der Feststellung von Schäden und Schwachstellen. Dazu gehört auch die Ermittlungen von Maßnahmen, die zum Werterhalt des Hauses wichtig sind, eine energetische Bewertung der Immobilie oder Überlegungen, welche Raumreserven sich, zum Beispiel durch einen Dachausbau oder einen Anbau, erschließen lassen.

  1. Die Maßnahmen planen

Bei der Planung spielt das verfügbare Budget eine wichtige Rolle. So ist es finanziell nicht immer möglich, alle gewünschten Maßnahmen sofort in Angriff zu nehmen, dann kann ein zeitlich gestreckter Stufenplan sinnvoll sein. Auch bei erforderlichen Genehmigungen oder der Beantragung von Fördergeldern kann ein Bauherrenberater den Hausbesitzer unterstützen.

  1. Mängel bei der Baudurchführung vermeiden

Ähnlich wie im Neubau, sind Baumängel auch bei Modernisierungsmaßnahmen nicht auszuschließen. Eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch unabhängige Sachverständige gibt mehr Sicherheit, dass es nicht zu versteckten oder erst später erkennbaren Mängeln kommt.

Foto: rgz/Bauherren-Schutzbund

Wenn der Bagger endlich rollt

(rgz). Wenn die Bagger für die Erdarbeiten anrollen, ist das für viele Bauherren ein freudiges Ereignis: Endlich ist der Startschuss für den Hausbau gefallen. Doch Vorsicht: „Bereits bei den Gründungsarbeiten können erste Probleme und Kostenrisiken lauern“, warnt Dipl.-Ing. Andreas May, Bauherrenberater und 2. Vorsitzender der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB).

Klären, ob und in welchem Umfang Erdarbeiten Vertragsbestandteil sind

Manche Hausbaufirmen bieten Erdarbeiten grundsätzlich nicht mit an – hier muss sich der Bauherr selbst kümmern und eine Fachfirma beauftragen, bevor der eigentliche Hausbau in Angriff genommen werden kann. Doch auch wenn die Erdarbeiten im Bauvertrag enthalten sind, ist nicht in jedem Fall alles gut. So ist laut May oft nicht genau geregelt, wo abgetragener Oberboden oder weiterer Aushub für den Keller gelagert werden kann und wer die Kosten für die Abfuhr des Aushubs zu tragen hat.

Bodengutachten schützen vor unerwarteten Überraschungen

Auf jeden Fall rät Bauherrenberater May zu einem Bodengutachten vor Beginn der Bauarbeiten. Dadurch lässt sich zum Beispiel feststellen, ob der Oberboden als künftiger Gartenboden taugt, ob das ausgehobene Erdreich teilweise zur Hinterfüllung und Verdichtung rund um die Kellerwände geeignet ist oder ob hierfür sogar zusätzliches Material gekauft und zur Baustelle transportiert werden muss. Ist dies ohne vorherige Kenntnis der Fall, steht der Bauherr unter Zeitdruck und muss unter Umständen teure Angebote akzeptieren, weil er keine Vergleiche mit anderen Anbietern mehr anstellen kann und sein Handlungsspielraum gering ist.

Auch die Erdarbeiten nach Bauabschluss berücksichtigen

Nach dem Bau des Hauses stehen noch weitere Erdarbeiten an. Dazu gehören tragfähige Böden und frostsichere Materialien für Verkehrsflächen sowie die Vegetationsflächen, in die der zuvor gelagerte Oberboden oder neuer Mutterboden eingebaut und fein planiert werden muss, um die Gartenanlage vorzubereiten. „Auch diese Leistungen sollten bereits im Bauvertrag genau definiert sein“, rät May. Sonst riskieren Bauherren, dass sie mit der Grundstücksgestaltung nach Bauabschluss alleine gelassen werden. Im Zweifelsfall empfiehlt May, vor Vertragsschluss eine unabhängige Vertragsprüfung durchführen zu lassen. Unter www.bsb-ev.de sind dazu mehr Informationen und Ansprechpartner in ganz Deutschland zu finden.

Foto: rgz/Bauherren-Schutzbund

Mehr Rechte für private Bauherren

Das neue Bauvertragsrecht stärkt den Verbraucherschutz maßgeblich

(djd). Private Bauherren gehen mit dem Bau ihres Eigenheims meist hohe wirtschaftliche Risiken ein. Um diese zu minimieren und für mehr Rechtssicherheit zu sorgen, trat im Januar 2018 das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Dafür wurde sogar ein eigener Vertragstypus geschaffen, der sogenannte Verbraucher-Bauvertrag.

Deutlich mehr Schutz für den Verbraucher

Bau- und Leistungsbeschreibungen sind jetzt Pflichtbestandteil des Bauvertrages, der EnEV-Nachweis, die Genehmigungsplanung oder der Nachweis für die KfW-Förderung müssen ebenfalls ausgehändigt werden. Zudem müssen Bauunternehmer die Bauzeit verbindlich festlegen und dürfen nur noch maximal 90 Prozent des Gesamtpreises als Abschlagszahlung verlangen. Ein Widerrufsrecht beim Abschluss von Bauverträgen schützt vor übereilten Entscheidungen – allerdings nur bei Verträgen mit Bauunternehmen, nicht mit Bauträgern.

Planungs- und Verarbeitungsfehler vermeiden

Trotz gestärkter Rechte sollten sich Bauwillige weiter von Beginn an gründlich informieren, um teure Fehlentscheidungen zu vermeiden. Denn wie die Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) herausfand, sind nur etwa sechs Prozent der Bauschäden auf Materialmängel zurückzuführen. 94 Prozent der Baufehler verteilen sich dagegen auf Planung und Bauausführung.

Mit Ziegeln auf der sicheren Seite

Auch wenn nur relativ wenige Bauschäden auf Materialmängel zurückzuführen sind, können Bauherren dieses Risiko mit der Wahl des richtigen Baustoffs minimieren. Wandkonstruktionen aus Ziegeln beispielsweise lassen sich seit Tausenden von Jahren einfach und sicher errichten – entsprechend wenig Verarbeitungsfehler können sich einschleichen. Der Ziegel punktet seit jeher mit hohem Wärme-, Schall- und Brandschutz sowie gutem Raumklima und Wohngesundheit. Kommen mit Dämmstoff verfüllte Mauerziegel zum Einsatz, kann auf eine künstliche Außendämmung verzichtet werden. Das spart Bau- und Instandhaltungskosten. Mit einer energieeffizienten Gebäudehülle aus Ziegel sind Bauherren somit insgesamt dauerhaft auf der sicheren Seite.

Foto: djd/Deutsche Poroton

So können Immobilienbesitzer bei einer energetischen Sanierung vorgehen

(djd). Wie anfangen, was ist alles bei der Planung zu beachten und was ist zu tun, damit man keine Fördermittel verschenkt? Wer die energetische Sanierung eines Eigenheims plant, hat viele Detailfragen zu klären. Hier kommen fünf wichtige Aspekte, mit denen sich Immobilieneigentümer im Vorfeld beschäftigen sollten.

  1. Gründlich und unabhängig informieren: Das Internet ist voller Informationen – da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Daher sollten Hausbesitzer möglichst verschiedene Informationsquellen nutzen und sich mit den grundsätzlichen Fragen befassen: Aus welchen Gründen entscheiden sich Hausbesitzer für die Dämmung, unter welchen Umständen lohnt sich die Sanierung, welche Vorteile bietet eine Wärmedämmung und mit welchen Materialien lässt sich das eigene Haus dämmen? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es etwa unter www.dämmen-lohnt-sich.de.
  2. Energieberatung nutzen: Wenn die Pläne konkret werden, sollte der erste Weg zu einem Energieberater führen. Als unabhängiger Experte vor Ort hat er das große Ganze im Blick, kennt Fördermittel, weiß, worauf es bei der Planung ankommt. Als Erster wird der Energieberater eine Bestandsaufnahme der Immobilie vornehmen und auf dieser Basis konkrete Maßnahmen vorschlagen – und dabei auch die Einsparmöglichkeiten verschiedener Sanierungsmaßnahmen miteinander vergleichen. Wichtig zu wissen: Diese Analyse ist zugleich Voraussetzung für eine Förderung durch die KfW.
  1. Einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen lassen: Der Energieberater wird bei der Analyse des Gebäudes einen Energieausweis sowie einen individuellen Sanierungsfahrplan erarbeiten. Der Plan stellt die optimalen Sanierungsmaßnahmen vor – und die Reihenfolge, in der die Einzelmaßnahmen sinnvollerweise umgesetzt werden sollten. Was der Hausbesitzer davon realisiert, bleibt seine eigene Entscheidung.
  2. Förderung und Finanzierung klären: Bevor die Sanierung beginnt, muss die Finanzierung stehen – inklusive möglicherweise Fördermittel von KfW, Bundesland und Kommune. Ein umfassendes Informieren ist unerlässlich, damit der Hauseigentümer kein bares Geld verschenkt. Wichtig: Anträge auf eine Förderung sind stets vor Beginn der Modernisierung zu stellen.
  3. Fachhandwerker beauftragen: Die Ausführung einer effizienten und langlebigen Dämmung gehört in jedem Fall in Profihände. Hausbesitzer sollten daher Fachhandwerksunternehmen aus der eigenen Region beauftragen und unbedingt auf deren Qualifizierung für das Thema energetische Sanierung achten.Foto: djd/Qualitätsgedämmt e.V./smuki – Fotolia

Auf das System kommt es an

Gebäude mit einer wärmedämmenden Außenhülle zu versehen, hat eine lange Geschichte. Viel länger als mancher vermuten würde. Das erste Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) kam in Deutschland bereits 1957 zum Einsatz und eröffnete neue Möglichkeiten des energieeffizienten Bauens und Sanierens. Was Materialien, Umweltverträglichkeit und Wärmeschutz angeht, hat sich seitdem viel getan. Das Ziel ist jedoch das gleiche: weniger Wärme durch die Wände entweichen lassen.

Dämmsysteme haben ihre Langlebigkeit unter Beweis gestellt: Die ersten WDVS sind auch heute noch im Einsatz. Eine Langzeitstudie des Fraunhofer-Instituts hat bestätigt, dass eine Lebenserwartung von einem halben Jahrhundert und mehr der Normalfall ist.

Entscheidend für die Wirksamkeit der Dämmung ist allerdings: Alle Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein und im bewährten System verwendet werden. Denn nur als ganzes Dämmsystem gibt es nach umfassenden Prüfverfahren die bauaufsichtliche Zulassung. Nur so arbeiten die Materialien effektiv und erfüllen Sicherheits- sowie Brandschutzvorschriften.

Seriöse Fachbetriebe wissen das und werden die Dämmung stets im System realisieren. Von einer Dämmung in Eigenregie hingegen wird entschieden abgeraten: Wenn die Dämmschicht nicht lückenlos und fugenfrei aufgebracht wird, kann sie ihre Wirkung nicht entfalten. So drohen Bauschäden und verschenktes Energiesparpotenzial.

Die Einsparmöglichkeiten jedenfalls sprechen für sich: Mit über 40 Prozent haben die Außenwände den größten Flächenanteil an der Gebäudehülle eines Einfamilienhauses. Über sie geht in der Regel in neun von zwölf Monaten Wärme und damit viel Heizenergie verloren. Nicht zuletzt Häuser, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 erbaut wurden, können durch eine Dämmung der Fassade energetisch aufgebessert werden.

Als Faustregel gilt: Gerade Häuser aus den Jahren 1950 bis 1980 sparen mit einer Wärmedämmung besonders viel Energie und Heizkosten. Und zudem haben sie sofort ein „neues“ Haus mit attraktiver Optik und viel besserem Wohnklima. Natürlich profitieren auch Besitzer neuerer Häuser von der Fassadendämmung.

Darauf sollten Auftraggeber achten: Der Fachhandwerker muss am Ende seiner Arbeiten die sogenannte „letzte Seite” der bauaufsichtlichen Zulassung aushändigen und damit die Einhaltung der Vorgaben bescheinigen. rgz

Erfolgreich modernisieren und Altersgerecht umbauen

(djd).  Über kurz oder lang kommt jedes Haus in die Jahre und bedarf irgendwann einer Sanierung oder Modernisierung. Damit lässt sich der Wert der Immobilie erhalten und durch Verbesserungsmaßnahmen unter Umständen sogar steigern. Mehr Komfort, weniger Energieverbrauch, die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum etwa durch einen Dachausbau oder einen Anbau sowie altersgerechte Umbauten sind typische Ziele, die Hausbesitzer verfolgen.

Renovierungen können mit einigem Aufwand verbunden sein und müssen gut geplant werden. Wer vorausschauend denkt, kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. „Ideal ist es, wenn sowieso fällige Sanierungen des Hauses zum Abbau von Barrieren genutzt werden können“, rät Dipl.-Ing. Architektin Renate Schulz vom Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Laut der Bauherrenberaterin sind Aufwand und Kosten in diesen Fällen nur geringfügig höher, der Nutzen aber umso größer. Fast bei allen ohnehin anstehenden Sanierungsmaßnahmen lohne es sich zu prüfen, ob man zum Beispiel Barrieren verringern oder Bewegungsflächen vergrößern könne, so Schulz.

Bei anstehenden Modernisierungen auch an Barrierefreiheit denken

Als Beispiel nennt sie den Austausch einer morsch gewordenen Balkon- oder Terrassentür. Dabei kann man mit geringem Aufwand den Ausgang ins Freie schwellenlos gestalten und so einen kleinen Stolperstein entfernen. Beim Austausch von Bodenbelägen lassen sich ebenfalls Schwellen entfernen. Sinnvoll ist es hier, auf rutschfeste und pflegeleichte neue Beläge zu setzen. Wenn eine Modernisierung des Badezimmers ansteht, sollte nicht allein an neue Fliesen, schöne Sanitärgegenstände, edle Ganzglasduschen oder den neuesten Rainshower-Duschkopf gedacht werden. Denn gerade die Köperhygiene ist für ein selbstbestimmtes Leben bis ins Alter sehr wichtig. Ein Badumbau ist sowieso mit größerem Zeit- und Bauaufwand verbunden, es lohnt sich also, nicht nur an die Ästhetik, sondern auch an praktischen Komfort zu denken. Bodengleiche Duschen überzeugen Jüngere aus optischen Gründen und Ältere durch ihren schwellenlosen Zugang sowie die freie Bewegungsfläche. Während bodenebene Duschlösungen im Einfamilienhaus in der Regel gut umsetzbar sind, kann es in Eigentumswohnungen zu Schallschutzproblemen mit der darunterliegenden Wohnung kommen. Als Alternative bieten viele Hersteller heute sehr flache Duschtassen an.

Planungsfehler und Qualitätsmängel mit unabhängiger Beratung vermeiden

Bereits bei der Planung können Hausbesitzer Fehler machen. Denn die Praxis zeigt laut Dipl.-Ing. Dirk Rosenkranz: „Die Gefahr von Schäden durch Modernisierungsmaßnahmen ist dann besonders groß, wenn ohne fachmännische Beurteilung der Bausubstanz und der baulichen Schwachstellen des Hauses willkürlich drauflos modernisiert wird.“ Deshalb rät Rosenkranz, zu Beginn des Modernisierungsvorhabens immer erst eine Bestandsaufnahme zur vorhandenen Bausubstanz durch einen Bausachverständigen vornehmen zu lassen. Der Fachmann könne einschätzen, welche Maßnahmen grundsätzlich notwendig seien und welche Wünsche des Eigentümers verwirklicht werden können. Auf dieser Grundlage wird ein detaillierter Modernisierungsfahrplan erarbeitet. Mit dessen Hilfe wird auch sichergestellt, dass auch Einzelmodernisierungsmaßnahmen, die über einen längeren Zeitraum realisiert werden, am Ende dem gewünschten Gesamtziel dienen.

Bereits heute an morgen denken

Vorteile hat, wer bereits beim Neubau an die Zukunft denkt und bei der Planung die Grundlage dafür legt, dass das Haus lange nutzbar und mit überschaubarem Aufwand an verschiedene Lebenssituationen anpassbar ist. Zudem ist Wohnen ohne Barrieren sehr bequem und erleichtert auch Kindern das Leben. Unterstützung bei der Planung oder bei der Durchführung von Maßnahmen zur Barrierefreiheit geben auch die unabhängigen Bauherrenberater des BSB unter www.bsb-ev.de.

Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Beim Bauen auf Nummer sicher gehen – Ziegelhäuser sind langlebig, wartungsarm und bieten Gewähr für Wertsteigerungen

(djd). Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes geben deutsche Privathaushalte monatlich im Durchschnitt 859 Euro für Wohnen, Energie und Instandhaltung der Immobilie aus. Der größte Anteil entfällt dabei auf die Miete. Besser beraten sind oftmals diejenigen, die dieses Geld gleich in selbst genutztes Eigentum investieren. Bei vielen jungen Familien stehen deshalb die Signale auf Grün für den Bau eines eigenen Hauses. Die Gründe liegen auf der Hand: das aktuelle Zinstief für Baukredite, ein höherer Wertzuwachs bei Immobilien im Vergleich zu anderen Kapitalanlagen, steigende Mieten in den Ballungszentren, die Vorsorge für mietfreies Wohnen im Alter und die Unabhängigkeit vom regionalen Wohnungsmarkt.

Langfristig eine gute Wahl

Eine dauerhaft gute Wahl kann beispielsweise der Bau eines eigenen Ziegelhauses sein. Denn das Haus aus gebranntem Ton ist langlebig, wartungsarm und bietet Generationen von Bewohnern ein sicheres Zuhause. Da Naturbaustoffe wie Ton dank der vielen kleinen Poren das Raumklima ausgleichen, kann auf teure und komplizierte Haustechnik verzichtet werden. Bewohner von Ziegelhäusern besitzen quasi ein „Dauerrezept“ für Wohngesundheit, denn Innen- und Außenwände sind frei von Lösungsmitteln oder anderen flüchtigen organischen Verbindungen, die Allergien auslösen können. Außerdem ist der Wiederverkaufswert bei Ziegelhäusern höher als bei vergleichbaren Gebäuden in Leichtbauweise, Versicherer bieten dank des sehr guten Brandschutzes oft günstigere Beiträge.

Foto: djd/Lebensraum Ziegel/tdx/Mein Ziegelhaus

Stärkere Förderung kleinerer Umbau-Maßnahmen durch gestaffelte Zuschüsse

Mit dem Zuschussprogramm Altersgerecht Umbauen und Einbruchschutz (Programm-Nummer 455-E) fördert die KfW einbruchhemmende Maßnahmen von Eigentümern oder Mietern in Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen. Bereits mit geringen Beträgen können Eigentümer und Mieter ihre Wohnungen und Häuser gegen Einbruch sinnvoll schützen.

Zur besseren Förderung von kleineren Maßnahmen wurden die Bedingungen dafür nun durch die Einführung eines gestaffelten Zuschusses verbessert. Somit gibt es ab sofort 20 % Zuschuss für die ersten 1.000 Euro Investitionskosten und für jeden weiteren Euro den Sie investieren – 10 % Zuschuss

Es werden Investitionskosten von mindestens 500 Euro pro Antrag bis maximal 15.000 Euro pro Wohnung bezuschusst. Der Antrag muss über das KfW-Zuschussportal gestellt werden, bevor die Maßnahmen durch ein Fachunternehmen des Handwerks ausgeführt werden.

Weitere Informationen zu Förderprogrammen, Energie- und Klimaschutzthemen erhalten Sie auch auf der Webseite des Landratsamtes Nürnberger Land unter Energieberatung / Klimaschutz. Die Energieerstberatung ist ein Service der Landkreisverwaltung und wird kostenfrei angeboten.

Quelle: ENA Nürnberger Land