Lebensraum Garten

Verschiedene Gräser bilden eine strukturgebende, wuchtige Bodendecke und sorgen zwischen den Stauden dafür, dass der Boden beschattet bleibt. Foto: elegrass
Verschiedene Gräser bilden eine strukturgebende, wuchtige Bodendecke und sorgen zwischen den Stauden dafür, dass der Boden beschattet bleibt. Foto: elegrass2023/07/A_HHZ617771.jpg

Wenn es im Sommer sehr heiß und trocken ist, fragen sich viele, wie man seinen oft verdorrten und braunen Garten retten kann. Ein Lösungsvorschlag ist dafür zu sorgen, dass er sich weitestgehend selbst tragen kann.

Der Garten sollte sich nicht zu stark aufheizen. So wenig Bodenbeläge wie nötig ist die Devise, zudem braucht es ausreichend Schatten – für die Menschen am Sitzplatz, aber auch für den Boden. Je dichter eine Bepflanzung und je grüner die Erde bedeckt ist, umso besser. Das gelingt aber nur, wenn die Pflanzen robust sind und am richtigen Ort gedeihen. Wer hier zudem auf Vielfalt setzt, bietet nicht nur Lebensraum für kleine Tiere über und unter dem Boden, sondern schafft auch Voraussetzungen dafür, dass der Garten sowohl gut durch den Winter als auch gut durch den Sommer kommt.

Sommerhart ist das neue Grün

Winterhärte ist bei heimischen Gräsern kein Thema. Sie sind starke Überlebenskünstler und auf der ganzen Welt zu finden – und in der freien Landschaft schützt sie logischerweise niemand oder bringt sie in frostfreie Sicherheit. Graslandschaften sind ähnlich wie Wälder wahre Alleskönner. Sie stabilisieren fruchtbaren Boden, speichern Kohlenstoff, erzeugen Sauerstoff und bieten Lebensraum. Wer essenzielle Ressourcen wie Wasser nicht unnötig verbrauchen will, passt seinen Garten an die Gegebenheiten an und wählt Pflanzen, die auch die zukünftigen Sommer überleben, also „sommerhart“ sind.

Monatelange Gräserfreude

Viele Gärtnereien setzen auf die Kultur von Gräsern und können beim Kauf über die verschiedenen Arten und Sorten von Gräsern, über Farben, Formen und Formate sowie Kombinationsmöglichkeiten fachkundig beraten. Dass sich damit attraktive Gärten gestalten lassen, zeigen die Werke renommierter Landschaftsarchitekten im In- und Ausland. Auf internationalen Blumenausstellungen werden viele wilde Gärten präsentiert. Rasenflächen sucht man dort oft vergeblich, Gräserlandschaften sind dagegen reichlich zu finden. Der Wert der Gräser wird auch für die Gärten am Haus immer offensichtlicher.

Eine weitere positive Nebenwirkung ist, dass durch die intensive Nutzung von Gräsern in der Bepflanzung sich der Zierwert eines Gartens um Monate verlängert. Die meisten Gräser haben ihre große Zeit in der zweiten Jahreshälfte, wenn die lauten Zwiebelblüher des Frühlings längst eingezogen sind und die Stauden des Sommers leise werden. Dann schaffen sie die wogende Bodendecke für die Herbstfärbung der Gehölze und wenn auch diese schließlich ihr krachendes Feuerwerk verschossen haben, dann sind die Gräser, von imposant bis filigran, immer noch da und trotzen Wind, Wetter, Reif und Schnee.

Auch Gräser machen Arbeit

Gräser sollen im Februar in einem Handstreich geschnitten werden. Pflanzzeit ist im Herbst, wenn es nicht mehr so heiß ist. Dazu einfach ein Pflanzloch ausgraben, Boden lockern, Gras währenddessen mit Topf in einen Eimer Wasser stellen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und anschließend in die Erde einsetzen – nicht tiefer als der Wurzelballen im Topf war, aber auch nicht höher. Zum Schluss heißt es gießen, gießen, gießen. Die Gräser wachsen schnell an und machen schon im ersten Herbst viel Freude. Und wird der nächste Sommer wieder heiß und trocken, erfreut der Garten immer noch. Wird er wider Erwarten aber eher feucht, gibt es auch kein Problem, denn Gräser können auch das. gruenes-presseportal.de

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