Landesliga-Handballer der HSG besiegen Helmbrechts — Jetzt wartet Liga-Primus

„Testlauf“ vor Topspiel geglückt

Mit einem 27:23-Sieg nahm die HSG Lauf/Heroldsberg gegen den TV Helmbrechts Revanche für die Hinspielpleite. Das Bild zeigt HSG-Akteur Max Maußner beim Wurf. Foto: Hergenröder
Mit einem 27:23-Sieg nahm die HSG Lauf/Heroldsberg gegen den TV Helmbrechts Revanche für die Hinspielpleite. Das Bild zeigt HSG-Akteur Max Maußner beim Wurf. Foto: Hergenröder2016/02/Handball-HSG-Max-Maussner-net.jpg

HELMBRECHTS — Die Handballer der HSG Lauf/Heroldsberg taten sich schwer gegen den TV Helmbrechts, am Ende stand aber doch ein verdienter 27:23 (14:9)-Erfolg. Mit diesem Sieg konnten sich die HSG‘ler erfolgreich für die Hinspielniederlage revanchieren und zudem noch ihren dritten Tabellenplatz in der Landesliga festigen.
Wie schon in den letzten Spielen startete die HSG, gestützt auf eine starke Defensive, gut in die Partie. Trainer Markus Korn hatte seine Abwehr perfekt auf die Spielweise der Gäste eingestellt und machte es den „Helmetzer Füchsen“ extrem schwer, sich gute Abschlussmöglichkeiten zu erarbeiten. Zudem konnte Torhüter Sebastian Peschko gerade in der ersten Hälfte wieder an seine sehr guten Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen und einige Torchancen der Oberfranken entschärfen.
So schafften es die Hausherren, sich nach dem Spielstand von 2:2 Schritt für Schritt abzusetzen (6:3, 9:6, 12:7). In den letzten Minuten der ersten Halbzeit sorgten überhastete Angriffe und technische Fehler allerdings dafür, dass die Heimmannschaft „nur“ mit einem Fünf-Tore-Vorsprung in die Halbzeit gehen konnte (14:9).
Kontrolle ohne Glanz
Der zweite Durchgang zeigte zunächst lange Zeit ein unverändertes Bild: die HSG‘ler kontrollierten die Partie, ohne zu glänzen, konnten sich aber nicht vorentscheidend absetzen (17:12, 20:14). Dann aber trat das ein, was Trainer Korn vor dem Spiel prognostiziert hatte, nämlich der ungebrochene Kampfeswille und die Einsatzbereitschaft der Helmbrechtser bis zum Schlusspfiff. Gäste-Torhüter Maximilian Steppan konnte einige Bälle parieren und die Abwehr der Lauf/Heroldsberger bekam nun nicht mehr konsequent Zugriff auf die Helmbrechtser Angreifer. Auch der fahrlässige Umgang mit den Siebenmetern (vier von neun wurden verworfen) trug dazu bei, dass die Gäste Morgenluft witterten und ihren Rückstand nach und nach verkürzten.
Nach Time-Out in der Spur
So sah sich HSG-Coach Markus Korn knapp acht Minuten vor dem Ende beim Stand von 23:20 zu einem Team-Time-Out gezwungen, um den Lauf der Gäste zu unterbrechen und seine Mannschaft neu einzustellen. Diese Maßnahme zeigte sofort Wirkung. Der eingewechselte Torhüter Mathias Prasse konnte gleich ein paar Würfe entschärfen und auch wenn die HSG immer noch ein paar Großchancen im Angriff ausließ, konnten die Hausherren das Ergebnis zumindest so verwalten, dass der Sieg letzten Endes nicht mehr in Gefahr geriet.
Pause vor dem Spitzenspiel
„Wir wussten, dass dieses Spiel kein Selbstläufer werden würde. Dieser Arbeitssieg geht so in Ordnung, wobei wir gesehen haben, dass definitiv noch Luft nach oben ist“, so Co-Trainer Peter Faderl nach dem Spiel. Durch das spielfreie kommende Wochenende bleiben Trainer Korn nun zwei Wochen Zeit für die Vorbereitung auf das Spitzenspiel am 27. Februar, wenn der Tabellendritte HSG Lauf/Heroldsberg beim Ligaprimus TSV Lohr antritt.
HSG Lauf/Heroldsberg: Peschko, Tornow, Prasse; Scheuerer (8/3), Meier (6/2), Heitz (4), Zahn (3), Kemper (2), Ehler (2), Maußner (1), Handrick (1), Artz, Weidmann, Baha.
TV Helmbrechts: Steppan, Seel; Leupold (6/6), Wopperer (4), Köhler (3), Baier (3), Schenk (3), D. Aust (2), B. Aust (1), Troßmann (1), Rittweg, Peetz, Eckardt, Müller.

N-Land Patrick Baer
Patrick Baer