Im weltmeisterlichen Feld prima mitgesegelt

HAPPURG / TRAUNSEE - Auf dem österreichischen Traunsee haben sich 60 qualifizierte H-Boote aus Deutschland, Österreich, Holland, Schweden, Dänemark, Finnland, Neuseeland und der Schweiz getroffen, um dort die diesjährige Weltmeisterschaft auszutragen. Unter diesen war auch das Team Philipp Ullherr, Stefan Röttcher (beide vom Segelclub Hersbruck) und Hans Haberstock vom Chiemsee Yachtclub. Mit Rang 16 setzten sie ein deutliches Ausrufezeichen.
Direkt vor der WM fand beim Yacht Club Ebensee die Traunseewoche statt, bei der für die H-Boote die internationale österreichische Meisterschaft ausgesegelt wurde. Ein H-Boot ist ein sportliches Kielboot mit 8,28 Metern Länge und 1,5 Tonnen, das mit drei bis vier Mann Besatzung gesegelt wird.
Diese günstige Konstellation nutzten die Hersbrucker Segler gleich, um noch ein paar Trainingseinheiten für den wichtigsten Event des Jahres zu haben, und ersegelten sich bei der „kleinen WM“ unter 33 gestarteten Mannschaften den hervorragenden achten Platz - als viertbestes deutsches Boot. Es gewannen die Österreicher Christian Spießberger, Gerhard Schlipfinger und Thomas Linortner vor dem mehrfachen deutschen Meister Dirk Stadler und seiner Crew Roger Lübbe und Christian Wöhrer sowie den Finnen Ralf Casen, Ville Kurki und Jari Saarinen.
Nach diesem erfreulichen Ergebnis konnte die Weltmeisterschaft kommen. Allerdings war für die ersten beiden Wettkampftage schlechtes Wetter und wenig Wind vorhergesagt. Somit konnte der erfahrene Wettfahrtleiter Ulli Finckh keinen Lauf starten und die Teilnehmer vertrieben sich die Zeit mit Kartenspielen, Stegpartys und vielen interessanten Gesprächsrunden. Am Abend wurde dann jeweils kräftig mit gutem Essen, österreichischem Dünnbier und guter Livemusik gefeiert.
Am dritten Tag war es dann endlich so weit. Die Sonne kam zurück und um 11 Uhr hieß es auslaufen zur ersten Wettfahrt. Dieser folgten noch drei weitere Rennen bei teilweise kräftigen Gewittern mit Starkregen und Sturmböen, die dann auch einen Mastbruch brachten. Als um 20 Uhr das letzte Boot den Hafen erreichte, waren alle Segler geschafft von einem langen Tag. Am nächsten Morgen folgten drei weitere Rennen bei herrlichen Segelbedingungen.
Am Ende sprang für das Team Philipp Ullherr, Stefan Röttcher und Hans Haberstock ein respektabler 16. Platz heraus. Sieger wurde, wie fast jedes Jahr, wieder mal ein dänisches Boot: Morten Nielsen, Niels Borch und Kloster Per Nenrik setzten sich vor ihre Landsleute Mads Korsgaard, Uffe Dreiser und Anders Rydlöv sowie die Österreicher Stefan Frauscher, Hans Frauscher und Peter-Heinrich Heininger.
Die Hersbrucker waren bei der WM immerhin wieder siebtbestes deutsches Boot und belegen in der nationalen H-Boot Rangliste momentan den neunten Platz.

Anmerkung hinzufügen