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Sport PZ
19.05.12 10:01 Uhr

Zur Halbzeit auf Platz eins

Von: Pegnitz-Zeitung

Unterwegs auf dem Zuschauerrundkurs: Das Rückersdorfer Rallye-Duo Weigert/Tarim auf der „Glückauf-Brücke“ in Zwickau. Foto: M. Gerber
Unterwegs auf dem Zuschauerrundkurs: Das Rückersdorfer Rallye-Duo Weigert/Tarim auf der „Glückauf-Brücke“ in Zwickau. Foto: M. Gerber

ZWICKAU — Bei der Deutschen Rallye-Meisterschaft war das Duo Timo Weigert und Jasmin Tarim erfolgreich. Die beiden Rückersdorfer holten sich bei der Sachsen-Rallye in Zwickau den Sieg in ihrer Division und liegen zur Saison-Halbzeit als Meisterschaftsführende ganz vorne.

Als vierter Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft stand die AvD Sachsen Rallye rund um Zwickau auf dem Programm. Mit 13 Teilnehmern war die Division des heimischen Junior-Rallye-Teams wieder prall gefüllt.

Begeistert hat beide, dass sich der Service-Park und das Fahrerlager der Teams mitten in der Innenstadt von Zwickau befand, sodass jeder Fan die Teilnehmer und Mechaniker bei den Fahrzeugen hautnah erleben konnte.

Die Rückersdorfer Junioren, gefördert vom ADAC Nordbayern, starteten am Freitag um 17 Uhr in die Rallye. 14 schnelle und wellige Asphalt-Prüfungen über 145 Wertungsprüfungs(WP)-Kilometer galt es zu absolvieren. WP1 „Stangengrün 1“ ging das Rückersdorfer Duo verhalten an und erreichte nur die viertbeste Zeit in ihrer Division.

Doch bereits auf WP2 sicherten sich die Youngster die erste Bestzeit, bevor es zur WP3 „Glückauf-Brücke“ ging. Ein schon legendärer Rundkurs in Zwickau vor tausenden Zuschauern stand auf dem Programm. „Hier kommt immer Gänsehaut pur auf. Vor so vielen begeisterten Fans zu fahren ist einfach toll“, so Beifahrerin Jasmin Tarim kurz vor dem Start der Prüfung. Die Lichtschranke im Ziel zeigte erneut die Bestzeit, bevor es zurück zum ersten Service ging.

Nun stellte sich im Service die Frage nach der Reifenwahl für den zweiten Durchgang bei Dunkelheit. Die Rückersdorfer Juniorenfahrer pokerten weiter auf Semi-Slicks und hofften, dass die Regenwolken an Zwickau vorbeiziehen würden.

Der zweite Durchgang verlief mit weiteren drei Bestzeiten fast problemlos, obwohl die Prüfungen feucht wurden. „Auf WP4 Stangengrün waren wir bis zum letzten Drittel der Prüfung richtig gut unterwegs, bis wir plötzlich vorne rechts einen Reifenschaden hatten. Wir entschlossen uns aber, mit dem Plattfuß bis ins Ziel durch zu fahren und erstnach der Prüfung das Rad zu wechseln“,berichtete Timo Weigert am Ende des ersten Tages.

Mit bereits einer Minute Vorsprung startete das heimische Duo in den zweiten Rallyetag. Beifahrerin Jasmin Tarim vor dem Start am Samstag „Wir können unseren Speed etwas drosseln und versuchen, den Vorsprung zu verwalten. Dennoch müssen wir die Konzentration bis ins Ziel hoch halten.“ Der Co-Pilot hat die Aufgabe eines kleinen Psychologen im Auto und muss den Fahrer entsprechend motivieren und lenken.

Das Wetter war über den ganzen Tag hinweg schwer abzuschätzen, sodass die richtige Reifenwahl zur Lotterie wurde. Timo Weigert wählte Intermediate-Reifen, um kein Risiko auf den noch feuchten Prüfungen am Samstagmorgen einzugehen. Die Wahl der Reifen war richtig und die ersten vier Prüfungen verliefen problemlos.

Im Service am Mittag wechselten die Youngster für die vorletzte Sektion mit WP11 „Fraureuth 1“ über 7 km und WP 12 „Crinitzberg 1“ über 19 km wieder auf Semi-Slicks und hofften, dass es trocken bleiben würde. Nach zwei deutlichen Bestzeiten konnten sie ihren Vorsprung noch weiter auf fast 1,5 Minuten ausbauen. Auch im zweite Durchgang der Prüfungen „Fraureuth 2“ und „Crinitzberg 2“ haben die Rückersdorfer nichts mehr anbrennen lassen. So konnten Weigert/Tarim einen souveränen Divisionssieg mit 1 Minute und 33 Sekunden Vorsprung einfahren und somit die volle Punktzahl mit nach Hause nehmen.

Somit beenden Timo Weigert und Jasmin Tarim die erste Hälfte der DRM-Saison als Führende in der Meisterschaft. Etwas Luft zum Durchatmen bekommt jetzt auch Teamchef und Schrauber Edmund Weigert. Erst nach drei Monaten Pause geht es vom 23. bis 25. August mit zwei DRM-Läufen im Rahmen des Weltmeisterschaftslaufes bei der ADAC Rallye Deutschland rund um Trier weiter.




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