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Sport PZ
03.02.12 10:01 Uhr

Warten auf den ersten Sieg

Von: Pegnitz-Zeitung

HSG-Torhüter Björn Bellert versuchte alles, um die Niederlage in Cham abzuwenden. Allerdings wurde sein Einsatz am Ende nicht beloht; sein Team verlor mit 31:25. Foto: Privat
HSG-Torhüter Björn Bellert versuchte alles, um die Niederlage in Cham abzuwenden. Allerdings wurde sein Einsatz am Ende nicht beloht; sein Team verlor mit 31:25. Foto: Privat

CHAM (me) – Die Landesligahandballer der HSG Lauf/Heroldsberg mussten beim Auswärtsspiel gegen den ASV Cham eine 31:25-Niederlage hinnehmen. Damit bleiben sie im neuen Jahr weiterhin sieglos.

Bisher läuft es noch nicht wirklich rund für die Mannen von HSG-Trainer Andreas Tam. In drei Spielen im Jahr 2012 konnte noch kein Sieg verbucht werden. Nach einer guten zweiten Hälfte im Spiel gegen die DjK Waldbüttelbrunn wollte die HSG Lauf/Heroldsberg in Cham an diese Leistung anknüpfen. Nach ausgeglichenem Spielbeginn (5:5), konnte sich der Gastgeber auf 11:7 absetzen.

Die HSG-Abwehr stand in dieser Phase nicht immer sattelfest, war zu langsam in der seitlichen Bewegung und ermöglichte Cham einfache Durchbruchsituationen auf den Halbpositionen. Im Angriff wurden mehrere Torwürfe halbhoch platziert, mit denen der gegnerische Schlussmann keine Probleme hatte.

Im Laufe der Woche war die Verteidigung des linken Chamer Angriffsflügels intensiv trainiert worden. Dies klappte zwar gut, jedoch erwischte nun der rechte Rückraum einen Sahnetag. Der Chamer Rückraumspieler Knakal konnte von der HSG-Defensive einfach nicht aufgehalten werden und traf nach Belieben. Da auf dieser Abwehrposition im Normalfall Jan Kiewitt und Dominik Baha verteidigen, machte sich deren Ausfall besonders bemerkbar.

Dennoch besann sich die HSG Lauf/Heroldsberg in den Folgeminuten wieder auf ihre Stärken und konnte über einige Gegenstöße auf 13:12 verkürzen. Drei unmittelbar folgende Zeitstrafen kurz vor der Halbzeit brachten die HSG wieder aus dem Tritt.

Da auch die zweite Spielhälfte mit einer schnellen Zweiminutenstrafe für die HSG begann, gerieten die Landesliganeulinge schnell mit 18:13 in Rückstand. Daraus resultierend folgte die schwächste Phase im Spiel der HSG. So setzte sich Cham aus Sicht der HSG Lauf/Heroldsberg weiter ab und erspielte sich beim Spielstand von 26:17 eine komfortable Führung. Und wenn man kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech dazu. Das wird sich Felix Ehler gedacht haben, als er nach einem schnellen Anspiel von zwei Chamer Abwehrspielern brutal in die Zange genommen wurde und für den Rest der Partie verletzt ausfiel. Die richtige Entscheidung wäre in diesem Fall Siebenmeter und die Rote Karte gewesen. Diese hatten die Offiziellen allerdings wohl zu Hause vergessen; sie gaben nur eine Zweiminutenstrafe für die Gastgeber.

Eine Viertelstunde vor Schluss agierte die HSG-Deckung in einer 4:2-Formation und engte so die Kreise des Chamer Rückraums ein. Ein starker Björn Bellert im Tor bekam immer wieder seinen Körper zwischen den Ball und das Tor und brachte seine Vorderleute wieder ins Spiel. Bis auf 27:24 konnte die HSG Lauf/Heroldsberg verkürzen, ehe sie sich durch selbstverschuldete Undiszipliniertheiten endgültig aus dem Spiel warf. Am Ende musste die HSG auch noch drei schnelle Tore hinnehmen und verlor ihr Auswärtsspiel in Cham ein wenig zu deutlich mit 31:25.

HSG-Trainer Andreas Tam hatte eine klare Meinung zu diesem Spiel: „Leider haben wir zu Beginn des Spiels aus guten Positionen nur halbhoch geworfen, was uns bei besserer Wurfausbeute ermöglicht hätte, das Spiel von vorne zu gestalten und Druck auf den Gegner auszuüben. Stattdessen konnte Cham in Ruhe aufbauen. Heute haben uns zwei wichtige Spieler gefehlt, um Knakal auf der rechten Seite körperlich besser begegnen zu können. Seine Durchschlagskraft hat heute den Ausschlag gegeben. Aus dem Rückraum waren wir heute zu harmlos. Da hat uns gegen die körperlich robuste 6:0-Abwehr der Chamer die Gefährlichkeit gefehlt.

Beim Tempogegenstoß von Felix Ehler hätten die schwachen Referees auf Rot und Siebenmeter entscheiden müssen, das wäre die einzig richtige Entscheidung gewesen, da unser Spieler ganz klar von hinten von gleich zwei Spielern in die Zange genommen wurde. Stattdessen gab es nur eine müde Zweiminutenstrafe. Das war nicht die einzige Entscheidung, wo sie klar daneben lagen.“

Seine Mannschaft will nun alle Kräfte bündeln, um am kommenden Wochenende im Spiel gegen den HSV Main-Tauber als Sieger vom Platz zu gehen.

ASV Cham: Hejduk, Gruber, Schuhbauer n.e.; Sonnleitner 2, Tahovsky 4, Selmer 1, S. Geißler 3, Heiduk 5, Neumeyer 2, Knakal 13/3, Bornack, Wittmann, Nemmer 1, B. Geißler.

HSG Lauf/Heroldsberg: Bellert, Faderl; Laugner, P. Handrick, Schäfer, Schneider 4, Widling 2, Artz 5/1, D. Handrick, Kraft 1, Korn 6/5, Nöth 1, F. Ehler 4, Kemper 2.




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