Durch die winterliche Alb

ALBERSDORF (ds) — Hier muss Petrus beim Wetter was verwechselt haben. Als nämlich der Distanzritt „Trans-Alb“ anstand, fielen in der Nacht plötzlich zehn Zentimeter Schnee. „Trans-Alb“ ist aber keine Wintersportart im herkömmlichen Sinn, sondern ein Reitturnier über große Strecken.
Die Schneeverhältnisse veranlassten eine ganze Reihe von Reitern kurzfristig ihre Teilnahme abzusagen. Neun Reiterinnen und Reiter ließen sich allerdings nicht abschrecken und stellten sich auf die Orientierung allein durch Kartenmaterial ein. Organisator Christian Lüke schwor die Distanzreiter darauf ein, Vorsicht auf den verschneiten Wegen walten zu lassen, denn es könnte stellenweise Glatteis unter der weißen Schicht verborgen sein.
Vor dem Ausritt am Reiterhof der Familie Gerstacker in Albersdorf überprüfte zunächst ein Team Tierärzte die körperliche Verfassung der Pferde. Sodann ging es ab in Richtung Grasberg bis hinauf nach Bernricht, hinunter ins Eiselbachtal und in Mittelreinbach wieder hinauf zum Sauergiebel und zurück nach Albersdorf. Von dort führte die Route weiter zum Rupprechtstein und nach Schmidtstadt.
Die Strecke lenkte die Reiter via Hauseck, München und Buchhof nach Gaisheim, von wo erneut der Sauergiebel erklommen werden musste, bevor nach einer Tour über 35 Kilometer das Ziel in Albersdorf erreicht war. An verschiedenen Punkten auf der Strecke überprüften Tierärzte erneut die Verfassung der Pferde und gaben die Fortsetzung des Ritts erst frei, wenn kein Befund festgestellt wurde. Nach dem Eintreffen am Reiterhof schloss eine Nachuntersuchung das Turnier ab.
Im Reiterhof der Familie Gerstacker lud Christian Lüke zur Siegerehrung ein. Er freute sich, dass alle Reiterinnen und Reiter wieder gesund zurückgekommen sind. Als schnellsten Teilnehmer zeichnete er Reinhard Graf aus, der 4.27 Stunden für diese Distanz in einer interessanten Landschaft über Berge und Täler benötigte. Lüke versicherte, die Schönheiten dieser Region für eine weitere Veranstaltung im nächsten Jahr, allerdings in den Sommermonaten, zu nutzen.


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