Die schnellen Konter der 1b

WINKELHAID – Langsam nähern sich den Winkelhaider Handballherren die entscheidenden Wochen im Abstiegskampf, damit steigt auch das Fieberthermometer zusehends. Bevor es jedoch mit den echten vier Punktespielen so richtig losgeht, steht am Samstag der kurze Trip nach Erlangen auf dem Programm. Dort tritt man um 18 Uhr in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle gegen die Reserve des Bundesligisten HC Erlangen an, die nach den „Big Four“ als Tabellenfünfter wohl kein Wort mehr in Sachen Meisterschaft mitsprechen wird, sich aber noch als das Zünglein an der Waage erweisen kann.
Lange hat es so ausgesehen, als ob die junge „1b“, wie sie in Erlangen genannt wird, ein gewichtiges Wort in Sachen Titelvergabe mitsprechen kann. Denn am letzten Spieltag der Hinrunde gelang mit dem 33:31 ein Überraschungscoup in Lohr. Doch schon nach den ersten beiden Partien, mit denen die zweite Saisonhälfte eingeläutet wurde, mussten wohl alle Titelträume begraben werden. Denn in Rothenburg und daheim gegen Rödelsee wurde knapp verloren.
Erst vergangene Woche in Sulzbach fanden die Unistädter auf den Erfolgsweg zurück. Nicht zuletzt dank ihres Führungsspielers, Ex-Profi Tobias Wannemacher. Diesem Urgestein des Erlanger Handballs hatten vor anderthalb Wochen rund 1000 Zuschauer einen würdevollen Abschied vom Hochleistungssport geliefert. Für die Bayernligamannschaft ist er jedoch weiterhin ein unverzichtbarer Baustein, der in kritischen Situationen Verantwortung übernimmt und in der Deckung ein Bollwerk darstellt, das erst einmal überwunden werden muss.
Was das für den gegnerischen Angriff bedeuten kann, erfuhren die Gäste im Hinspiel in aller Deutlichkeit. Sie scheiterten da nämlich viel zu oft an der Erlanger Deckung samt ihres hervorragenden Nachwuchstalents im Tor, Max Deussen. Aus den sich daraus entwickelnden Kontern kassierten sie allein 15 der 35 Gegentore.
Auch das schnelle Ballspiel des HCE im Positionsangriff bekam der TSV einfach nicht in den Griff, so dass er vielfach in 1:1-Situationen geriet, in denen die Angreifer fast immer Sieger blieben.
All das wird am Samstag wieder passieren, wenn sich die Gäste nicht zusammenreißen und die Partie als noch nicht so relevant ansehen. Im Gegenteil. Hier werden schon die ersten Weichen gestellt, die den TSV entweder frühzeitig aufs Abstellgleis führen oder ihn doch weiter in der Spur halten.DD


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