Platz zur Aufstiegsrelegtion abgegeben
WINKELHAID – Einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um den Wiederaufstieg in die Bayernliga mussten die Landesliga-Handballerinnen des TSV Winkelhaid hinnehmen. Sie unterlagen im Auswärtsspiel beim TV Helmbrechts völlig unnötig mit 21:24 (10:8).
Wenn Spieler fehlen, müssen in jeder Mannschaftssportart andere diese Lücken schließen. Handelt es sich um zentrale Spieler, müssten andere über sich hinauswachsen, um dies zu erreichen. Gelingt es aber zuvielen der verbliebenen Spieler nicht, auch nur ihre Normalform abzurufen, kann jeder Gegner zu einem schwer überwindbaren Hindernis werden.
War es den Winkelhaiderinnen in der Vorwoche in der zweiten Hälfte noch eindrucksvoll gelungen, das Fehlen von Konni Beck und Kathrin Daubert zu überspielen, so liefen diesmal einfach zuviele Akteurinnen ihrer eigenen Form hinterher. Lediglich Torhüterin Laura Porzelt bot einen durchweg guten Auftritt. Im Feld gelang es lediglich den beiden jüngsten Rückraumspielerinnen, Lisa Schilling und Nina Hechtel, zu überzeugen.
Und das, obwohl die Winkelhaiderinnen gut in die Partie gestartet waren. Schnell führten sie nach zwei tollen Angriffen mit 2:0 und schienen deutlich besser ins Spiel zu kommen als noch in der Vorwoche. Doch weit gefehlt. Kurz darauf musste sich Porzelt mehrfach auszeichnen und eine frühe Zeitstrafe (3.) gegen Catharina Zahn brachte Helmbrechts endgültig zurück ins Spiel. Beim 2:2 fiel der Ausgleich, beim 4:3 führten erstmals die Gastgeberinnen.
Es stabilisierte sich zwar die Deckungsarbeit mit einer weiterhin starken Torhüterleistung, doch im Angriff leistete man sich zuviele individuelle Fehler und gab die gewonnenen Bälle umgehend wieder her.
Das reichte dennoch zu einer 10:7-Führung kurz vor der Pause. Der Gesamteindruck indessen, den die Winkelhaiderinnen hinterließen, war alles andere als überzeugend. Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel kaum. Immer wieder brachten Unaufmerksamkeiten in der Deckung den TV Helmbrechts zu einfachen Toren. Gelang es doch einmal, den Ball abzufangen, wurde die gefährlichste Winkelhaider Waffe, das Tempospiel, sofort unterbunden. Allein sieben Mal wurden die TSV-Damen in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte bereits in des Gegners Hälfte wieder zurückgepfiffen, weil eine Helmbrechtser Spielerin im Torraum liegengeblieben war. Ein Umstand, der auch dafür sorgte, dass die Gastgeberinnen immer wieder zum Luft schnappen kamen, nachdem ihnen gegen Ende der ersten Hälfte die Puste auszugehen schien.
Bitter, denn im Positionsangriff waren die Winkelhaiderinnen einfach zu harmlos und scheiterten auch allzu häufig an der glänzend aufgelegten Bianca Bötsch im TV-Kasten. Zudem wollte die Zahl der technischen Fehler auch im zweiten Durchgang einfach nicht kleiner werden.
Trotz allem gelang es, eine zwischenzeitliche Helmbrechtser Zwei-Tore-Führung beim 16:16 auszugleichen. Dann verhinderten jedoch beständige Unterzahlphasen (allein fünf der insgesamt acht Winkelhaider Zeitstrafen gab es im zweiten Durchgang) nicht nur eine weitere Aufholjagd, sondern bescherten Helmbrechts beim 20:17 sogar noch einen höheren Vorsprung.
Näher als auf zwei Treffer kam der TSV nicht mehr heran, da er sich immer wieder von Zeitstrafen ausgebremst sah, andererseits aber auch die Gastgeberinnen nun zu ihrem Kampfgeist auch noch das Glück hatten, dass jeder Abpraller postwendend wieder in den Händen einer einwurfbereiten TSH-Spielerin landete. Nicht unverdient blieb es so am Ende bei der bitteren 21:24-Niederlage.
Die Winkelhaiderinnen verlieren damit nicht nur den Anschluss an Tabellenführer Zirndorf, sondern auch noch den Relegationsplatz an die DJK Rimpar. Die nun punktgleichen Unterfränkinnen belegen dank des besseren direkten Vergleichs Rang zwei vor dem TSV. Mit einem Sieg am kommenden Wochenende im Nachbarschaftsderby gegen Röthenbach kann sich dies aber bereits wieder ändern, da Rimpar und Zirndorf parallel direkt aufeinander treffen.
Für Winkelhaid trafen: Gügel 5/5, Schulz 5/1, Schilling 2, Götz 3, Zahn, Friedrich 4, Burger, Glowienka 1, Hechtel 1.
Bezirksoberliga Frauen: TSV Winkelhaid II – SV Buckenhofen 28:23 – Nach der Niederlage gegen die SG Regensburg und wegen der Aufholjagd der stark aufspielenden HSG Naaburg/Schwarzenfeld waren die Handball-Damen 2 des TSV Winkelhaid in Zugzwang gegen Buckenhofen. Um weiter den ersten Platz zu behalten musste ein Heimsieg her.
Die ersten Minuten gehörten den Gastgeberinnen, die ein 3:0 vorlegten. Dann aber schlichen sich leichte Fehler ein, Buckenhofen fand den Anschluß, ehe sich der TSV durch gelungene Kreisanspiele auf 8:5 absetzte. Dem Angriffsspiel gab der Vorsprung keine Sicherheit. Trainer Müller versuchte mit einer Auszeit, seine Mannschaft zu beruhigen. Aber Buckenhofen wurde stärker, während die Winkelhaiderinnen zu sehr mit den Schiedsrichtern haderten. Das Ergebnis war ein 12:14-Rückstand zur Pause.
Eine kurze Kabinen-Ansprache, fünf Treffer in Folge und der Wechsel im Tor schon vor der Halbzeit zeigten Wirkung. Nun rollte das Angriffspiel des TSV wieder. In der Abwehr wurde nun besser verschoben, so konnte Andrea Bachmeier ein paar Bälle abfangen.
Buckenhofens Trainer nahm in der 34 Minute eine Auszeit, was aber den Rhythmus der Gastgeberinnen nicht störte. Man spielte konzentrierter weiter und schloss nach Balleroberung sicher ab. Eine Mannschaftlich geschlossene Leistung in der zweiten Hälfte machte den Unterschied aus.
Für Winkelhaid trafen: Nicole Weber 1, Sabrina Eckersberger 1, Stephanie Schubert 6/1, Julia Heinicke 4, Andrea Bachmeier 6, Babara Purucker 7, Katrin Meier 1, Bettina Odörfer 2.


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