Longline zur Revanche
ALTDORF – Die Revanche ist den Volleyball-Regionalligadamen des TVA Altdorf geglückt! In einem umkämpften Vier-Satz-Spiel entführten die Kreuzeder-Schützlinge dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung die ersehnten Punkte aus Deggendorf.
Die TVA-Mädels waren heiß auf dieses Spiel, doch gleich zu Anfang musste die Mannschaft einen Dämpfer wegstecken. Kapitän Judith Kossack strich nach dem Einschlagen erneut verletzungsbedingt die Segel. Damit fehlte ihre Durchschlagskraft auf der Außenposition, auch wenn Vicky Seeber sie auf der Position 4 bravourös ersetzte.
Ähnlich wie in der Vorwoche gegen Nittenau verlief auch die Partie in Deggendorf über weite Strecken ausgeglichen. Nach gutem Start führten die TVA-Damen zunächst klar mit 6:0 und 14:7, doch die Niederbayerinnen kämpften sich, gewohnt unspektakulär aber effektiv spielend, wieder heran. Letztlich zitterten die Altdorferinnen den Satz mit 25:23 gerade noch so heim. Im 2. Durchgang ging‘s genauso knapp weiter mit ständig wechselnden, knappen, Führungen. Hier zeigten die Kreuzeder-Schützlinge die lang ersehnte Nervenstärke. Drei gegnerische Satzbälle wehrten sie ab, um am Ende doch noch 29:27 zu gewinnen.
Nach dieser Energieleistung und mit einer 2:0-Satzführung im Rücken kam es, wie es kommen musste. Die Konzentration der TVA-Mädels ließ etwas nach. Zwar wäre es jetzt ein Leichtes gewesen, gegen die angezählt und frustriert wirkenden Gastgeberinnen zu punkten, doch eine schlechte Chancenverwertung und viele Eigenfehler auf TVA-Seite brachte Deggendorf zurück ins Spiel. Bis zum 13:14-Zwischenstand blieb der Satz offen, aber dann kippte das Spiel, und der Altdorfer Mannschaft gelang nichts mehr. Mit 16:25 wurde der Durchgang abgegeben.
Der Spielverlauf des 4. Satzes war eine fast identische Kopie des zweiten. Keines der Teams konnte sich entscheidend absetzen. Deggendorf punktete wie gewohnt durch sichere Feldabwehr und wenig Eigenfehler, Altdorf hielt mit starken Aufschlägen sowie mit im Vergleich zu den Vorbegegnungen verbesserter Annahme und Spielaufbau dagegen. Die Niederbayern hatten wieder beim Stand von 24:23 einen Satzball: Nach Auszeit von Trainer Kreuzeder verschlug die unglückliche Deggendorferin aber ihren Service. Diese Chance ließen sich die TVA-Mädels nicht mehr nehmen. Einen Matchball wehrten die Gastgeberinnen noch ab, doch den zweiten versenkte Vicky Seeber mit einem Longlinekracher über die Position 4 zum 27:25.
Trainer Kreuzeder zeigt sich nach dem Spiel zufrieden mit Aufschlägen, Annahme und Zuspielgenauigkeit, mahnte aber die noch verbesserungswürdige Blockarbeit sowie die teilweise mangelhafte Chancenverwertung an.
Am nächsten Wochenende steht, diesmal wieder in eigener Halle, erneut eine Revanche an. Durch einen Sieg gegen den VfL Nürnberg II, der in der Hinrunde etwas überraschend gegen Altdorf punktete, könnte der Platz im vorderen Tabellendrittel gefestigt werden.WM


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