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Sport DB
29.01.12 17:25 Uhr

Die Hürde für schwarze Schafe erhöht

Von: Der Bote

WINKELHAID –Das Thema „Sexuelle Übergriffe von Übungsleitern auf ihre Schutzbefohlene ist kein Tabuthema im TSV Winkelhaid. Mit dieser Thematik wird im Verein offen umgegangen. Der Verwaltungsrat verabschiedete in seiner jüngsten Sitzung eine Erklärung zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport. Außerdem wird von den Übungsleitern künftig ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt.

Zu viele entsprechende Berichte in den Medien hatten den Verwaltungsrat des TSV alarmiert, hier präventiv vorzugehen: Es muss die sexualisierte Gewalt und der Missbrauch an Kindern und Jugendlichen erkannt und auch geahndet werden.

Dadurch sollen auch die Grundrechte von Mädchen, Jungen aber auch von Frauen und Männern geschützt werden.

Die Gefahr solcher Übergriffe ist viel größer, als man denkt. Die Verantwortlichen im Sportverein stellten sich daher die Frage, wie man sich insbesondere vor „Übungsleitern mit solchen Ambitionen“ schützen kann. Allen ist klar, dass die körperliche und emotionale Nähe und die Bindung, die dadurch im Sport entstehen kann, einerseits für die Förderung des sozialen Zusammenhalts in unserer Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist, andererseits aber auch die Gefahr sexueller Übergriffe in sich birgt.

Der TSV Winkelhaid wird in Zukunft, entsprechend § 72a des Sozialgesetzbuches VIII zur Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII), von jedem Übungsleiter und jeder Übungsleiterin, die in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, ihre persönliche Eignung einfordern. Das heißt: Jede Abteilung, die Trägerin von Jugendarbeit ist, muss durch Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses sicherstellen, dass sie keine Personen beschäftigt oder vermittelt, die rechtskräftig wegen Kindesmissbrauch oder anderer Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung verurteilt wurde.

Die Kosten für die Erstellung eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses übernimmt der Hauptverein. Mit dieser Maßnahme will der TSV den Eltern von Kindern und Jugendlichen mehr Sicherheit bieten.

Der Verwaltungsrat ist sich sicher, dass dadurch für „schwarze Schafe“, die sich im Verein an Kinder und Jugendliche heranmachen wollen, die Hürde ein bisschen höher ist.




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