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Sport DB
27.01.12 14:50 Uhr

„Juli“ eine Klasse für sich

Von: Der Bote

Druck nur auf den Ball und nicht aus dem Elternhaus: Julius Waßmann will und kann sich ganz auf das Spiel konzentrieren.Foto: privat
Druck nur auf den Ball und nicht aus dem Elternhaus: Julius Waßmann will und kann sich ganz auf das Spiel konzentrieren.Foto: privat

ALTDORF – Julius Waßmann vom TV Altdorf hat sich unter den 40 besten U11-TT-Spielern des Landes durchgesetzt. Mit acht Siegen und acht Spielen und 24:2 Sätzen wurde er in Donauwörth überlegen bayerischer Meister.

Nachdem sich das Talent schon im vergangenen Jahr als damals noch Neunjähriger für die Landesmeisterschaft qualifiziert hatte und Anfang des Jahres wegen seiner hervorragenden Leistungen bei den Bayerischen der nächsthöheren Altersklasse mitspielen durfte, machte sich der Trainerstab Hoffnungen, das der „Juli“ einen der vorderen Plätze ergattern könnte.

Was dann in Donauwörth geschah, übertraf alle Erwartungen: Für den zielstrebigen Nachwuchsspieler wurde ein Wintermärchen wahr. Er rief seine Fertigkeiten punktgenau ab und stellte sein Können unter Beweis stellen.

Der Zehnjährige blieb das ganze Turnier über bescheiden und abgeklärt: „Wenn ich mich aufrege, mache ich Fehler – deshalb versuche ich, mich in jedem Spiel zu konzen­trieren.“ Gesagt, getan. Er behielt bis zum Schluss die Nerven und nahm als Belohnung freudestrahlend einen wunderschönen Glaspokal entgegen.

Wie der Weg Waßmanns weitergehen wird,lässt sich noch nicht absehen. Sein Vater jedenfalls stellt eines klar: „Julius´ Schulbildung und der Spaß am Sport haben oberste Priorität. Sollte beides vereinbar sein, steht natürlich der weiteren Entwicklung nichts im Wege. Doch man muss auch realistisch bleiben; schließlich verdient selbst ein Tischtennisprofi an der Welt­spitze nicht annährend so viel Geld wie manch mittelmäßiger Fußballer. Um als Profi über die Runden kommen zu können, muss man eigentlich einer der vier deutschen Nationalspieler sein, und in diesem Fall muss einfach alles passen: keine Verletzung, ein gutes Umfeld, ein herausragender Tischtennisverein.“

Waßmann macht auch deutlich, dass er seinem Kind nicht die Kindheit für den Erfolg nehmen will. Eine Einstellung, die – wie man an diesem Turnier auch beobachten konnte – nicht von jedem Elternteil geteilt wird. Nicht zuletzt wegen einer übertriebenen Erwartungshaltung mancher Eltern floss die eine oder andere Träne.




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