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Sport DB
30.07.10 14:54 Uhr

Im ersten Jahr genug Lehrgeld gezahlt

Von: Der Bote

Die Verantwortlichen und die Neuen, hinten von links: Spielleiter Gerhard Götz, Spielertrainer Stefan Engelhard, Alex Vöge, Chris Netter, Abteilungsleiter Fritz Merkel. Kniend: Daniel Kampka, Michael Meier, David Horil.Foto: privat
Die Verantwortlichen und die Neuen, hinten von links: Spielleiter Gerhard Götz, Spielertrainer Stefan Engelhard, Alex Vöge, Chris Netter, Abteilungsleiter Fritz Merkel. Kniend: Daniel Kampka, Michael Meier, David Horil.Foto: privat

RASCH – Nach dem Kraftakt in der Rückrunde, die den Kickern des SV Rasch den Klassenerhalt im Neumarkter Kreisoberhaus beschert haben, will der letztjährige Aufsteiger in seiner zweiten Saison gleich vom ersten Spieltag an in die Vollen gehen. Vor allem will man nicht noch einmal derart in Zugzwang geraten wie in der vergangenen Spielzeit, als man in der Vorrunde über Gebühr Lehrgeld gezahlt hat und bei Halbzeit mit der mageren Ausbeute von elf Punkten mit dem Rücken zur Wand gestanden war.
Trotzdem wird am Schleifmühweg der Ball bewusst „flach“ gehalten. Für „Mister SV Rasch“, Fritz Merkel, bleibt der Nichtabstieg das vordergründige Ziel. Was die Personalpolitik betrifft, bleiben die „Blau-Weißen“ ihrer vertrauten Linie treu und setzen weiter auf den eigenen Nachwuchs, statt auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Aus den eigenen Reihen stoßen Daniel Kampka, Michael Meier und Christian Netter zum Kader. Das Trio soll über die Reserve an die erste Mannschaft herangeführt werden.
Einziger externer Neuzugang ist Alexander Vöge vom TSV Winkelhaid. Von dem torgefährlichen Angreifer erhofft sich Trainer Engelhard eine Verbesserung der Trefferquote. Die Eindrücke der Vorbereitung geben Anlass zu der Hoffnung, dass der 20-jährige diese Lücke ausfüllen kann und das Manko der vergangenen Saison, das den „Blau-Weißen“ fast zum Verhängnis geworden wäre, der Vergangenheit angehört.
Verlassen haben den Verein Johannes Müller, der in Erlangen studiert und sich dem Bezirksliga-Neuling TV Erlangen angeschlossen hat, und Marco Bloß. Der 33-jährige, der kürzer treten will, ist nach vielen Jahren beim SVR zu seinem Ursprungsverein SV Unterferrieden zurückgekehrt.
Spielertrainer Stefan Engelhard, mit 31 Jahren Senior, kann auf ein junges und eingespieltes Team bauen: Den Stamm der ersten Mannschaft bilden 18 Spieler, der Altersdurchschnitt liegt unter 23 Jahren. Der Kader für die Erste und Zweite umfasst 37 Akteure. Nach Aufstieg und Klassenerhalt setzt Engelhard in seinem dritten Jahr als sportlicher Leiter bei den „Blau-Weißen“ ebenfalls auf Kontinuität. Er strebt eine bessere Platzierung an als im vergangenen Jahr (Rang 12), womit man genau über dem Strich gestanden war.
Engelhard baut dabei auf die gewonnene Erfahrung, die seiner Elf im zweiten Jahr im Kreisoberhaus zugute kommen sollte, und hofft, dass sich das Verletzungspech diesmal in Grenzen hält. Zu beklagen ist allerdings, bevor der erste Ball rollt, bereits die Verletzung von Maximilian Engelhardt, der sich im Training die Nase gebrochen hat und mit dem erst in sechs Wochen wieder zu rechnen sein dürfte.
Zum Auftakt am Sonntag geht es zum Aufsteiger SV Mühlhausen. Im ersten Heimspiel ist dann am 8. August der FSV Berngau zu Gast, der ebenso wie die Engelhard-Elf in der vergangenen Spielzeit bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt gerungen hat.
Leichter wird es in der neuen Saison jedenfalls nicht werden. Eher noch einen Tick schwerer. Durch die drei Bezirksliga-Absteiger TSV Winkelhaid, FC Holzheim und TV Hilpoltstein, denen Merkel auch die Favoritenrolle zubilligt, ist das Oberhaus auf 17 Teams aufgebläht worden. Dies bedeutet eine verschärfte Auslese mit vier Direktabsteigern, der Fünftletzte geht in die Relegation. 




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