Gelungene Premiere im Enduro-Pokal
ITTERBECK/STÖPPACH (mr) — Bei schönstem Sonnenschein, aber dennoch frostigen Temperaturen hat sich Neuling Michael Röhrl aus Stöppach beim Auftakt zum „Deutschen-Enduro-Pokal “ auf Anhieb einen guten Namen gemacht - und fuhr auf Rang zwei. Austragungsort des ersten Laufes war traditionell Itterbeck nahe Uelsen, unmittelbar an der deutsch-holländischen Grenze.
„Enduro “ ist genauer gesagt die Bezeichnung für den klassischen Geländesport (ursprünglich als GS bezeichnet) und lässt sich aus dem spanischen etwa mit „hartmachen / ertragen / erdulden “ übersetzen, was schon vieles verdeutlicht. Laut internationaler Definition ist Enduro eine Motorsportdisziplin, bei der die „Zuverlässigkeit der Motorräder und das Können der Fahrer “ geprüft werden. Zum Streckenprofil gehören knietiefer Sand und Geröll der gröbsten Sorte ebenso wie holpriges Wurzelwerk, anspruchsvolle Schlammpassagen und steile Auf- und Abfahrten.
Temperaturen bis in den zweistelligen Minusbereich überzogen über Nacht nicht nur die Motorräder mit einer dicken Reifschicht, sondern sorgten am Morgen auch für ungewohnte Startschwierigkeiten. Bei der sogenannten Startprüfung muss das Motorrad vom „Parc Ferme “ auf das Startpodium geschoben, binnen einer Minute in Gang gebracht und eine 20 Meter entfernte Linie mit Motorkraft überfahren werden, um nicht gleich die ersten Strafpunkte zu kassieren.
Auch für Michael Röhrl, der für den ADAC Nordbayern an den Start ging, galt es in seinem ersten deutschen Enduro-Pokallauf, möglichst fehlerfrei über die drei Runden mit weiteren drei Sonderprüfungen zu gelangen. Lediglich einmal riss es den Stöppacher dabei auf gefrorenem Untergrund von seiner neuen KTM 450 EXC. Endlich warmgefahren, erkämpfte er in der Schlussrunde sogar noch die Tagesbestzeit unter den 111 Pokalpiloten. Am Ende manövrierte sich Röhrl mit 4 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Daniel Kremmel (BMW G 450 X) auf den zweiten Pokalplatz in der 450/4-Takt Klasse. Dritter wurde Fabian Dahne (ADAC Niedersachsen).
Der zweite von insgesamt elf Läufen zum „Deutschen Enduropokal “ findet am 28. März in Dahlen, nahe dem sächsischen Oschatz, statt.



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