Zum Einstand gleich ein Klassensieg

Skirennläufer Johannes Herger aus Hersbruck beim Masters Cup sehr erfolgreich

Beindruckende Premiere: Beim Masters Cup in Hochfügen gewann Johannes Herger den Riesenslalom seiner Altersklasse mit großem Vorsprung. Im Slalom musste er sich nur um einen Wimpernschlag geschlagen geben. Foto: privat
Beindruckende Premiere: Beim Masters Cup in Hochfügen gewann Johannes Herger den Riesenslalom seiner Altersklasse mit großem Vorsprung. Im Slalom musste er sich nur um einen Wimpernschlag geschlagen geben. Foto: privat2016/02/7027906.jpg

HOCHFÜGEN – Einen mehr als gelungenen Einstand hat Skirennläufer Johannes Herger im Masters Cup gefeiert. Der Hersbrucker gewann bei dem FIS-Weltcuprennen für Senioren im österreichischen Hochfügen in seiner Altersklasse den Riesenslalom und wurde Zweiter im Spezialslalom.

Um gerade einmal zwölf Hundertstelsekunden verpasste Johannes Herger bei seinem ersten Auftritt im Masters Cup den Sieg im Slalom seiner Altersklasse (31 bis 34 Jahre). Nach dem ersten Durchgang lag der Hersbrucker noch auf Rang eins, doch dann verdrängte ihn der Österreicher Leonhard Hauser mit einem „Traumlauf“ noch auf den Silberplatz. In der Gesamtwertung reichte Hergers Zeit von 1:21,05 Minuten in der Gruppe A (31 bis 55 Jahre) für einen sehr beachtlichen fünften Platz – fanden sich unter den über 120 Startern doch auch einige frühere Europa- und Weltcupfahrer.

Noch besser lief es im Riesenslalom am folgenden Tag. Bei frühlingshaften Temperaturen und entsprechend schwierigen Pistenbedingungen entschied Herger das Rennen in 37.46 Sekunden überlegen mit einem deutlichen Vorsprung von 0,77 Sekunden vor dem Italiener Andrea Zanei zu seinen Gunsten.

In der Gesamtwertung, die der Österreicher Otto Unterkofler – vor zwei Jahren immerhin Weltmeister der Masters-Gruppe A – gewann, landete er damit auf einem sehr guten siebten Platz. Zudem durfte er sich über die Bayerische Vizemeisterschaft der Senioren freuen, wurde der Lauf in Hochfügen doch zugleich als Landesmeisterschaft gewertet. Hier musste sich Herger nur hinter Paul Bader (36,41 Sekunden) einreihen.

Für Hergers in der Gruppe B (ab 56 Jahren) startenden Vater Wolfgang bleibt das Wochenende dagegen in nicht allzu guter Erinnerung. Den Slalom seiner Altersklasse (65 bis 69 Jahre) beendete er mit einer Gesamtzeit von 1:48,67 als Siebter, im Reisenslalom verkantete er beim viertletzten Tor die Ski und rauschte mit voller Wucht in den Fangzaun. „Das war ein ganz schöner Schock“, sagte er der HZ, „aber Gott sei Dank habe ich mir nur das Knie geprellt.“

Am diesem Wochenende geht es für Johannes Herger erneut nach Hochfügen – zur Deutschen Meisterschaft der Senioren.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta