Laufer nutzen Heimvorteil

Kicker des SK Lauf holen sich Hallenkreistitel

Für den Sieger SK Lauf, hier mit Kreisspielleiter Max Habermann, Gerhard Zuber von Sponsor VGN (beide links) und Fred Handrischik (rechts) von der Bezirksstelle Nürnberger von Lotto Bayern, gab es 250 Euro Siegprämie und einen Warengutschein von 300 Euro. Foto: Keilholz
Für den Sieger SK Lauf, hier mit Kreisspielleiter Max Habermann, Gerhard Zuber von Sponsor VGN (beide links) und Fred Handrischik (rechts) von der Bezirksstelle Nürnberger von Lotto Bayern, gab es 250 Euro Siegprämie und einen Warengutschein von 300 Euro. Foto: Keilholz2016/01/Halle-KMS-Meister-SK-Lauf-net.jpg

LAUF (mk) — Die Endrunde des VGN Lotto Bayern Hallencups des Fußballkreises Erlangen-Pegnitzgrund lockte am Dreikönigstag 350 Zuschauer in die Bitterbachhalle. Zum neuen Kreismeister schwang sich der SK Lauf mit einem 1:0-Endspielsieg gegen den ASV Weisendorf auf.

Der Weg des Bezirksligisten zum ersten Hallentitel im Fußballkreis Erlangen-Pegnitzgrund seit dem Zusammenschluss mit dem Kreis Erlangen-Forchheim 2006 war allerdings mit einer Reihe von Stolpersteinen gepflastert. Das Team um Kapitän Sven Rothhaar, im letzten Jahr noch im Endspiel dem ATSV Erlangen klar unterlegen, musste schwer für den Erfolg kämpfen, triumphierte aber letztlich dank seiner physischen Stärke und Effektivität bei der Chancenverwertung sowie einem glänzenden Torhüter Alexej Pinksij als sicherem Rückhalt zwischen den Pfosten.

Der SKL startete mit einem 3:1 gegen den ASV Forth. Adrian Holfelder brachte sein Team in Führung und Dominik Hofmann erhöhte mit einem Distanzschuss in den Winkel auf 2:0. Nach dem 2:1 durch Forths Fabian Scheib (4:50) war es Marc Schober, der 90 Sekunden vor Schluss den Sieg endgültig perfekt machte.

Im zweiten Spiel entpuppte sich der ASV Herpersdorf, der in seinem Auftaktspiel Weisendorf dank eines Treffers von Daniel Schuhmann ein 1:1 abgetrotzt hatte, für die „Grün-Weißen“ als ein höchst unangenehmer Gegner.

Der einzige und entscheidende Treffer gelang Holfelder mit einem Blitztor fünf Sekunden nach dem Seitenwechsel, doch der Sieg des SKL hing in den letzten Minuten mehrfach am seidenen Faden.

Herpersdorf setzte alles auf eine Karte und verpasste bei Chancen von Tim Stengel und Schuhmann und vor allem bei einem Freistoßknaller von ASV-Torwart Sven Hönninger, den es nicht mehr in seinem Tor hielt, an die Unterkante des SKL-Gehäuses (0:54) das 1:1 nur um Zentimeter. 24 Sekunden vor Schluss bot sich dem Underdog nochmals eine Chance zum Ausgleich, doch SKL-Torhüter Alexej Pinskij reagierte beim 10-Meter-Strafstoß von Hönninger bravourös und hielt den 1:0-Sieg seines Teams fest.

Das letzte Gruppenspiel gegen den ASV Weisendorf gab der heimische Bezirksligist mit 1:3 ab – Nicolas Müller gelang mit dem 1:2-Anschluss der einzige Treffer des SKL – und musste damit seinem Gegner Platz eins überlassen.

Für den ASV Herpersdorf hatte dies zur Folge, dass man ebenso wie Forth, das zuvor gegen Weisendorf glatt mit 0:5 die Segel gestrichen hatte, vor dem letzten Gruppenspiel aus dem Rennen um die ersten beiden Plätze der Gruppe 1 war.

Nichtsdestotrotz gingen die beiden Eckentaler Nachbarn mit großem Einsatz in ihre abschließende Partie. Der ASV Forth legte durch Fabian Schmidt zwar zum 1:0 vor, doch das Team von Trainer Thomas Strobel drehte unmittelbar nach dem Seitenwechsel innerhalb von 20 Sekunden durch Daniel Pabst und Marc Strobel die Partie.

Während sich Herpersdorf durch den 2:1-Derbysieg den hervorragenden fünften Platz im Endklassement sicherte, ging der ASV Forth ohne einen Punkt als Letzter der acht Finalteilnehmer aus dem Turnier.

In der Gruppe 2 gab der TSV Lauf sein Auftaktspiel gegen den Erlanger Kreisligisten ASV Niederndorf mit 1:3 ab. Alexander Raum hatte früh die Führung auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. Nach dem 0:1 konnte Paskalis Kofinas zwar ausgleichen und Torhüter Nikolaus Pfeil hielt seine Farben, unter anderem mit einem gehaltenen Sechsmeter, lange im Spiel, ehe Niederndorf den längeren Atem hatte und das Spiel für sich entschied.

Beim 1:4 gegen den ATSV Erlangen, der zwar nur seine zweite Garnitur (A-Klasse) aufgeboten hatte – die erste Mannschaft war beim Dreikönigsturnier des FSV Erlangen-Bruck am Ball – gab es für das Team von Trainer Armin Kupfer nur den Ehrentreffer von Michael Kellner zum 1:3-Zwischenstand zu bejubeln.

Im abschließenden Gruppenspiel gegen Jugoslavija Erlangen legte Andreas Burkhardt für seine Farben zwar zum 1:0 vor. Zum Sieg reichte dies allerdings wiederum nicht, denn das Team des Ex-Forther Trainers Dalibor Vujevic schaffte in den zweiten acht Minuten den Gleichstand und verwies den TSV Lauf damit auf den letzten Platz dieser Gruppe.

Im Halbfinale ließ sich der SK Lauf vom ASV Niederndorf, der in den Gruppenspielen mit drei Siegen überzeugt hatte, nicht die Butter vom Brot nehmen.

Daniel Rothhaar legte früh zum 1:0 vor (2. Minute), doch der zweite Treffer ließ lange auf sich warten. Zunächst hämmerte Nicolas Müller einen Freistoß an die Latte, um kurz darauf erneut den Querbalken zu treffen, ehe Dominik Hofmann den zurückprallenden Ball per Kopf zum vorentscheidenden 2:0 im Tor unterbrachte (10. Minute). Dem ließ Sven Rothhaar das 3:0 folgen (11.), ehe dem Gegner in der Schlussminute noch eine Ergebniskorrektur zum 3:1 gelang.

Zuvor hatte der ASV Weisendorf dem amtierenden Kreis- und Bezirksmeister ATSV Erlangen keine Chance gelassen und war mit einem glatten 3:0 ins Endspiel gestürmt.

Das Kreisfinale war von der ersten Sekunde an ein packender Fight mit dem SK Lauf als glücklichem Sieger. Zunächst bestimmte nämlich der ASV Weisendorf das Geschehen, ehe der SKL bei seiner ersten gelungenen Offensivaktion durch ein herrliches Tor von Dominik Hofmann in Führung ging (5. Minute).

In den an Spannung kaum zu überbietenden zweiten acht Minuten wurde SKL-Torhüter Alexej Pinskij zum Fels in der Brandung und brachte mit mehreren famosen Paraden die gegnerischen Angreifer zur Verzweiflung.

Auf der Gegenseite verpassten es Adrian Holfelder und nochmals Holfelder im Zusammenspiel mit Dominik Hofmann, das beruhigende 2:0 nachzulegen. So musste der SKL bis zur letzten Sekunde zittern, ehe der Sieg gegen den starken Kreisligist aus dem Westen des Fußballkreises, der sich als Vizemeister aber ebenfalls für das Bezirksfinale am 16. Januar in Baiersdorf qualifiziert hat, unter Dach und Fach war.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz