Doppelspieltag für Volleyball-Zweitligist SV Schwaig

Auf verpasste Revanche folgt Demonstration der Stärke

Erfolgsgarant beim 3:0-Heimsieg von Zweitligist SV Schwaig gegen die Gäste vom TSV GA Stuttgart war die Lufthoheit des SVS am Netz.  Hier ist Schwaigs Tim Rosenow (rechts) gegen die Stuttgarter (v. li) Sergej Henkel und Veit Klausmann erfolgreich.
Erfolgsgarant beim 3:0-Heimsieg von Zweitligist SV Schwaig gegen die Gäste vom TSV GA Stuttgart war die Lufthoheit des SVS am Netz. Hier ist Schwaigs Tim Rosenow (rechts) gegen die Stuttgarter (v. li) Sergej Henkel und Veit Klausmann erfolgreich. | Foto: Sportfoto Zink2016/01/pz-113703_VolleyballSchwaigStuttgart064.jpg

FRIEDRICHSHAFEN/SCHWAIG — Vier Punkte als Ausbeute aus zwei Spielen: Die Schwaiger Zweitliga-Volleyballer kehrten am Samstagabend von den Volley YoungStars Friedrichshafen mit einer 2:3-Niederlage zurück (15:25, 18:25, 25:20, 25:17, 12:15). Am Sonntagnachmittag wiederum hielten sie sich gegen den abstiegsbedrohten TSV GA Stuttgart mit einem hoch verdienten 3:0 (25:13, 25:16, 25:21) schadlos.

Die Zweitligisten des SV Schwaig konnten sich am anstrengenden Wochenende eines doppelten Spieltags somit mehr als achtbar aus der Affäre ziehen. Zwar mussten sich die „Könige des Tiebreaks“ zum nunmehr achten Mal in eine knappe 2:3-Niederlage fügen (nach 99 Minuten). Die Revanche in der riesigen Halle am Bodensee für das ebenfalls 2:3 verlorene Hinspiel glückte also nicht.

Mehr noch: Zum dritten Mal in dieser Saison kamen die Angereisten gar nicht in die Gänge und lagen vor nur 50 Zuschauern mit 0:2 Sätzen zurück − wussten aber zum zweiten Mal (wie gehabt im Heimspiel gegen Mainz) den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen und zumindest einen wichtigen Gesamtpunkt zu retten.

Duell des Doppelblocks

Doch tags darauf gegen den Zwölft­platzierten aus Stuttgart zeigten die hoch motivierten Mannen von Schwaigs Coach Michael Raddatz ein daraufhin beinahe unerwartetes, völlig unverkrampftes Sonntags-Spiel. In der „Gelben Halle“ ließen die Schwaiger an ihrem 17. Spieltag gar nichts anbrennen. Im Gegenteil.

Das tolle Match dürfte als das „Duell des Doppelblocks“ in die Saisongeschichte eingehen. Selten sahen die heimischen Zuschauer über alle drei Sätze hinweg eine so robuste Mauer oben am Netz. Gefühlt sicherlich 15, vielleicht 20 Mal donnerte der Stuttgarter Angriff gegen zwei, vier oder sechs Arme; es war eine Freude für 210 Fans, diese dichte mittelfränkische Abwehrfront zu bejubeln.

Nach nur 68 Minuten war das coole Drei-Punkte-Vergnügen schon wieder vorbei; die Schwaben hatten den Gelbblauen an diesem wettertrüben Nachmittag nichts entgegen zu setzen. Dabei fehlten auf SVS-Seite weiterhin Kapitän Christian Schwabe (virusgeschwächt) und Libero Tobias Prucker, der jedoch nach seiner gelungenen Arm-Operation auf dem Weg der Besserung ist.

Jetzt Derby gegen Eltmann

Die Schwaiger (samt den diesmal Most Valuable Players Florian Tafelmayer beziehungsweise Tim Rosenow) setzen sich so auf Tabellenrang sechs fest. Das nächste Duell erwartet den SVS gleich am kommenden Samstag um 19.30 Uhr daheim am Mittelbügweg: das Frankenderby gegen die Oshino Volleys aus Eltmann. Es wird das drittletzte Heimspiel der Saison sein.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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