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30.07.10 13:32 Uhr

Schwaig setzt auf zwei Trainer

 

Bezirksliga: Beim SVS arbeitet jetzt die zweite Mannschaft mit eigenem Coach

Am Ball bleiben will der SV Schwaig (auf dem Bild in blau) in seiner zweiten Bezirksliga-Saison. Der Klassenerhalt soll diesmal nicht wie in der Vorsaison erst am letzten Spieltag klargemacht werden.	Foto: Keilholz
Am Ball bleiben will der SV Schwaig (auf dem Bild in blau) in seiner zweiten Bezirksliga-Saison. Der Klassenerhalt soll diesmal nicht wie in der Vorsaison erst am letzten Spieltag klargemacht werden. Foto: Keilholz

SCHWAIG (pb) — Der Wunschzettel von Manfred Krimm ist kurz: „Möglichst schnell die Punkte für den Klassenerhalt einfahren“ will der Trainer von Bezirksligist SV Schwaig – „und dazu bitte nicht so viel Verletzungspech wie in der Vorsaison“. Das I-Tüpfelchen unter eine dann perfekte Saison 2010/2011 wäre dann noch der Aufstieg der 2. Mannschaft in die Kreisklasse.

Die „Seuchen-Saison“ 2009/2010 ist zwar vorbei, aber beileibe nicht vergessen. Nicht nur, dass der Aufsteiger bis zuletzt um den Klassenerhalt zittern musste, der erst mit dem Sieg im letzten Spiel unter Dach und Fach gebracht werden konnte – eine schier unendliche Serie von verletzungsbedingten Ausfällen verhinderte, dass die Krimm-Truppe ihr Potenzial auch nur annähernd ausschöpfen konnte.

Ganze zweimal konnte der SV nacheinander in der gleichen Besetzung auflaufen – eine eingespielte Mannschaft gab es deshalb nicht, entsprechend oft wurden aufgrund von Abstimmungsfehlern Partien noch aus der Hand gegeben, aus denen die Schwaiger eigentlich drei oder zumindest einen Punkt hätten holen müssen.

Deshalb auch das Zittern bis zum letzten Spieltag, das der Trainer sich und seiner Mannschaft in dieser Saison ersparen will. Die Chancen dafür sind gut, glaubt Manfred Krimm, auch wenn er hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des SV Schwaig realistisch bleibt: „Mit unseren Möglichkeiten ist alles deutlich über 30 Punkten schon die Zugabe“. Der SV könne zwar mit tollen Trainingsbedingungen und gutem Teamgeist locken, im Gegensatz zu mehreren Liga-Konkurrenten aber nicht mit viel Geld.

Trotzdem hat sich in Schwaig die Gesamtsituation verbessert, weil jetzt für die 2. Mannschaft mit Uwe Zettner ein eigener Trainer da ist. „Das war die Prämisse für mich, um in Schwaig weiterzuarbeiten“, stellt Krimm klar. Zwei Mannschaften parallel zu betreuen, gehe zwangsläufig auf Kosten der Qualität – ein Weg, den der Coach nicht mehr beschreiten wollte.

In der neuen Konstellation sieht er jetzt auch gute Chancen, dass die zweite Mannschaft den Aufstieg in die Kreisklasse schafft. Das sei nicht nur angesichts des bevorstehenden Umbruchs mit der Einführung der B-Klassen wichtig, sondern vor allem, um den Leistungs-Abstand zwischen den beiden Herrenmannschaften zu verringern. Schließlich könne es immer wieder sein, dass Reserve-Spieler ungeplant in der ersten Mannschaft aushelfen müssen – die abgelaufene Saison hat es gezeigt.

Im Kader der ersten Mannschaft hat es einige Veränderungen gegeben. Mit den Feldspielern Özdemir und Kacar sowie Torwart Neubauer hat ein Trio von Stammspielern den Club in Richtung Liga-Konkurrent Bayern Kickers verlassen.
Doch dafür kamen Nezugänge, die „den Altersdurchschnitt nach unten drücken, nicht aber die Qualität“. Namhaftester Neuling dürfte Mittelfeldspieler Christoph Weber von den Amateuren der SpVgg Greuther Fürth sein. Viel erwartet sich Krimm auch von Stürmer Marco Ranft von der SG Nürnberg/Fürth. Mit Nachwuchs-Talent Patrick Rutte sei auch ein vielversprechender Torwart zur Verfügung; lediglich einen dritten Torhüter könne man noch gebrauchen.
Hier ist Schwaigs Trainer extrem vorsichtig geworden; schließlich gab es erst letzte Saison ein Spiel, in dem der SV drei Torsteher gebraucht hat: Nach einer roten Karte für Heiko Saß musste Torwarttrainer Jens Hamann aufs Feld, da Ersatzmann Marco Neubauer mit der 2. Mannschaft unterwegs war. Prompt verletzte sich auch Hamann und musste in der Halbzeit vom mittlerweile telefonisch „angeforderten“ Neubauer ersetzt werden.

Im Hinblick auf seine aktuelle Truppe hat Krimm ein „eher noch  besseres Gefühl“ als in der Vorsaison, auch wenn er die Liga im Vergleich als schwerer einschätzt. Für Favoriten hält er neben der SpVgg Erlangen den ASV Pegnitz und den ASV Vach.




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