Letzte Ausfahrt Kreisliga
FC Schnaittach will sich hier konsolidieren — Trio teilt sich die Favoritenrolle

ERLANGEN/PEGNITZGRUND (erl) — Nach drei Abstiegen in Folge will der FC Schnaittach in der Kreisliga 2 nun endlich seinen Negativtrend stoppen, um am Ende nicht noch weiter nach unten durchgereicht zu werden. Doch der ehemalige Landesligist hat unglaubliche 19 Spielerabgänge zu verkraften und so wird die erneut angestrebte Konsolidierung alles andere als ein Kinderspiel für den neuen Coach.
Als Retter verpflichteten die Verantwortlichen den langjährigen FCN-Nachwuchstrainer Günter Schertl, der zuletzt vor drei Jahren die B-Jugend des SKL vor dem Abstieg bewahrte. Die Mannschaft wurde größtenteils mit Spielern aus der eigenen Jugend erneuert, hinzu kommen die beiden erfahrenen Neuzugänge Harald Lahner und Andreas Falk. Der mit einer A-Lizenz ausgestattete Laufer Übungsleiter soll nun das Team neu formen und zusammenführen.
FCS-Vorsitzender Herbert Ziegler ist froh, dass sich für einen derartigen Neustart jetzt die Nachwuchsarbeit des Vereins bezahlt macht. Das angestrebte Ziel ist daher der Klassenerhalt auf einem guten Mittelfeldplatz. Dieser soll auch mit der Unterstützung der Zuschauer erreicht werden, die nun wieder ein Team anfeuern können, das größtenteils aus Schnaittachern besteht.
Hoch gehandelte Troika
Geht es nach den Einschätzungen aller Kreisliga-2-Mannschaften, werden der SC Auerbach, der SC Rupprechtstegen und der SV Weilersbach in der kommenden Saison das Rennen um die Meisterschaft und den Relegationsplatz unter sich ausmachen. Bis auf wenige Ausnahmen wurden fast ausschließlich die Topteams der letzten Spielzeit als Anwärter auf die vordersten Ränge genannt. Die drei Vereine selbst schieben sich wiederum gegenseitig die Favoritenrolle zu und keiner von ihnen will offen vom Aufstieg sprechen.
Winkler trainiert Rupprechtstegen
Alle drei mussten nur wenige Abgänge verzeichnen. Die Auerbacher und Weilersbacher haben sich zudem gezielt mit etlichen Neuverpflichtungen verstärkt. Die Rupprechtstegener hingegen setzten wie bereits seit Jahren auf ihre talentierte Jugendabteilung und haben mit Roland Winkler, der zuletzt beim SC Feucht trainierte, einen allseits bekannten und erfahrenen neuen Coach an sich gebunden.
Im Windschatten der Favoriten lauert der SC Eckenhaid, der im oberen Tabellendrittel mitspielen will und somit zum erweiterten Aufsteigerkreis gezählt werden muss. Zu- und Abgänge halten sich hier die Waage, so dass mit dem letztjährigen Siebten durchaus zu rechnen ist.
ASV Forth will auftrumpfen
Ambitionierte Ziele hegt der ASV Forth, der letzte Saison gerade noch dem Abstieg entkam. Mit Oliver Wurzbacher aus Eltersdorf wurde nicht nur ein neuer Spielertrainer verpflichtet, die Forther wollen auch mit einer beeindruckenden Anzahl an Neuverpflichtungen aus höheren Spielklassen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Das gleiche ehrgeizige Saisonziel hat sich der zuletzt ebenfalls abstiegsbedrohte FC Ottensoos gesteckt, allerdings ohne auf eine Vielzahl an neuen Akteuren zu setzen.
Gezielt verstärkt hat sich der Aufsteiger aus Diepersdorf und will so nicht nur den Klassenerhalt schaffen, sondern vor allem weiterhin erfolgreich Fußball spielen. Neue Spielertrainer sollen den SV Neuhaus und den SV Kleinsendelbach vorne mitmischen lassen. Der Neuling aus dem oberen Pegnitztal hat Mehmet Sen vom ASV Michelfeld geholt, der letztjährige Tabellensechste hofft auf das Können von David Wägner vom FSV Erlangen-Bruck. Weitaus bescheidener gibt sich da der FC Troschenreuth, der mit Stefan Niebler vom TSV Neudrossenfeld zwar ebenfalls mit einem neuen Übungsleiter an den Start geht, dieser soll aber in erster Linie den Verbleib in der Liga sichern. Außerdem neu in der Liga ist der SV Ermreuth, der bodenständig einen Rang im gesicherten Mittelfeld anstrebt. Ebenso bescheiden gibt sich der SV 08 Auerbach, wobei dem Fünften aus dem letzten Jahr sicherlich mehr zuzutrauen ist. Kirchehrenbach, Wichsenstein und Gräfenberg wollen in dieser Saison allesamt nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

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