Heimische Karatekas bei "Mittelfränkischen" sehr erfolgreich

14 Meister-Titel für das Karatecentrum Hersbruck

Der Hersbrucker Gregor Renner (rechts) wehrt einen Fußangriff seines Gegners ab, Maria Weiß (ganz links) beobachtet die Szene. Foto: J. Ruppert
Der Hersbrucker Gregor Renner (rechts) wehrt einen Fußangriff seines Gegners ab, Maria Weiß (ganz links) beobachtet die Szene. Foto: J. Ruppert2016/01/blau-Renner.jpg

HERSBRUCK  – Den wohl knappsten Titel für die Gastgeber holte Darren Fürst. Im Finale der Mittelfränkischen Meisterschaft der Karatekämpfer hieß es am Ende 2:2. Die Kampfrichter entschieden mit 2:1 Stimmen, dass Darren taktisch und technisch überlegen war. Sein Sieg war einer von insgesamt 14 Goldmedaillen für das Karatecentrum Hersbruck.

Für die Wettbewerbe mit über 200 Starts in 68 Kategorien waren die Organisatoren Maria und Andreas Weiß vom vereinseigenen Kakenko in die Hersbrucker Dreifachturnhalle umgesiedelt. Auf drei Kampfflächen ging es beim „Kumite“ um Fausttreffer, Yuko genannt, Waza-Ari, also Fußtreffer zum Körper, und Ippons, das sind Fußtreffer zum Kopf oder Techniken auf am Boden liegende Gegner. Dafür gab es einen, zwei oder drei Punkte. Zu harte Kontakte zogen Strafen nach sich.

In der Leistungsklasse männlich bis 75 Kilogramm beherrschte Gregor Renner vom KC Hersbruck den Auftakt klar und gewann 5:1. Coach Andreas Weiß forderte lediglich mehr Seitwärtsbewegungen. Im Finale konnte der Trainer dann schlecht eingreifen. Denn neben Gregor Renner hielt auch Sven Sedlmeier vom KC Hersbruck gegen die Konkurrenz aus Eckental, Lichtenau und Herrieden den Einzug in die Entscheidung. Das Hersbrucker Duell ging an Gregor Renner.

In zwei Damenklassen trafen ebenfalls Gastgeberinnen aufeinander. Steffi Mittag (bis 61 Kilogramm) hielt Eya Reinhardt, die in der Vorschlussrunde erst sieben Sekunden vor Schluss den Zähler zum 6:5 geschafft hatte, ziemlich klar in Schach. Selke Ilgner (bis (68 Kilogramm) war gegen ihre Hersbrucker Teamkameradin Annika Liedel erfolgreich.

Landeskaderathletin Claudia Leffler vom KC Hersbruck wurde in der Gruppe über 68 Kilogramm ihrer Favoritenstellung gerecht. Weitere erste Plätze sicherten sich die Hersbrucker Mannschaften der Damen und Herren. Florian Piedl von den Lokalmatadoren kam auf Position zwei, Bastian Tilgner auf vier. Bei den Oldies über 40 Jahre gewann Andreas De Sario, bei den Ü 50 war Europameister Lothar Fink der Beste (beide KC Hersbruck).

Auch im Nachwuchsbereich sammelte das Kakenko Titel. Darren Fürst profitierte im Halbfinale von der Disqualifikation seines zu ungestümen Gegners und hatte dann auch im Endkampf das Glück des Tüchtigen. Gold für Hersbruck schürften zudem Deniz Basusta, Charlotte Rühlmann, Andreas Neubauer, Michael Krieglmeier, Cem Basusta, Timon Dienlin und Alexander Nigg.

Isaia Kast, Melina Raub, Tom Scharrer, Mika Herrmann, Maximilian Crsta, Niklas Walter, Marko Gale, Johanna Rupprecht und Nurcan Sapkaya holten Silber. Corinna Greisinger und Luis Abt musste sich im kleinen Finale geschlagen geben. Für die Zuschauer wurde neben der Disziplin Kumite auch der Scheinkampf Kata geboten, allerdings ohne Hersbrucker Beteiligung.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert