Flotter Stadtwerke-Flitzer fährt nur mit Ökostrom

LAUF — Er sieht aus wie ein ganz normaler Kleinwagen, doch der neue Flitzer der Städtischen Werke in Lauf ist etwas Besonderes. Der Peugeot iOn ist das erste richtige Elektroauto in Lauf und fährt ausschließlich mit Ökostrom.
Der Motor rasselt ganz kurz beim Anlassen, dann schnurrt er sanft vor sich hin. Ein bisschen Gas und es geht spritzig los – der Kleine hat Kraft unter der Haube. 67 PS (49 Kilowatt) bringt das „Ökomobil“ auf die Straße und schafft damit immerhin 120 Stundenkilometer.
„Für alle, die umweltbewusst fahren wollen, ist die Elektromobilität eine hervorragende Option“, sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke, Jürgen Ferfers. Deshalb will der heimische Energieanbieter mit gutem Beispiel vorangehen. Besorgungen in Lauf und Umgebung sollen ab jetzt mit dem Elektroauto erledigt werden. „Damit sind wir in unserem Einzugsgebiet uneingeschränkt mobil und reduzieren die Feinstaubbelastung“, sagt Ferfers. Für längere Fahrten bleibt das Ökoauto allerdings in der Garage, denn nach spätestens 120 Kilometern muss der Kleinwagen wieder ans Netz.
Eine moderne Lithium-Ionen-Batterie ersetzt den Benzintank. In sechs Stunden kann diese komplett aufgeladen werden. Wenn es schneller gehen muss, gibt es alternativ einen Schnellladevorgang, der in 30 Minuten 80 Prozent des Akkus füllt. Das funktioniert zu Hause über die eigene Steckdose, unterwegs aber, ist man auf eine der noch spärlich gesäten Elektrotankstellen angewiesen.
Infrastruktur noch mangelhaft
Da passt es gut, dass die Stadtwerke eine ebensolche direkt auf ihrem Betriebsgelände in der Sichartstraße aufgestellt haben. Dort wird ausschließlich der hauseigene Ökostrom gezapft. Die Anlage steht auch Bürgern zur Verfügung – genau wie der zweite Zapfhahn neben der Sparkasse in der Saarstraße in Lauf. „Je mehr Elektrotankstellen es gibt, desto besser“, findet Ferfers, denn die Infrastruktur ist die Voraussetzung dafür, dass sich die Fahrzeuge bei den Bürgern durchsetzen, ist er sicher.
Bisher sind die E-Autos noch absolute Exoten im Nürnberger Land. Gerade 18 Fahrzeuge sind bei der Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises registriert: fünf Autos, zwei Lkw der Rummelsberger Anstalten sowie mehrere Roller, Trikes und Quads. In Lauf düst neben dem Stadtwerke-Mobil noch ein Elektroroller eines Privatmannes durch die Straßen.
Ein Grund für die Zurückhaltung der Autofahrer sind auch die hohen Anschaffungskosten. Etwa 35 000 Euro muss man für den City-Flitzer berappen. Im Verbrauch ist er dafür unschlagbar – vor allem zurzeit. Denn noch ist der Strom an den Stadtwerke-Tankanlagen kostenlos. Man braucht lediglich eine EC-Karte oder eine spezielle Stadtwerke-Karte, um die Anlage zum Laufen zu bringen. Abgebucht wird nichts – noch nicht, wie Ferfers erklärt. Ein Abrechnungssystem soll erst eingeführt werden, wenn die Nachfrage steigt.
Aber auch dann fährt es sich mit Strom wesentlich günstiger als mit herkömmlichen Treibstoffen. Hochgerechnet auf den Preis für eine Kilowattstunde Strom kostet eine Fahrt über 100 Kilometer rund zwei Euro. Zum Vergleich: Selbst ein sparsamer Kleinwagen mit Dieselmotor braucht auf 100 Kilometern rund vier Liter. Bei einem Preis von derzeit über 1,40 Euro pro Liter Diesel sind das fast sechs Euro.
Bei den Stadtwerken glaubt man fest daran, dass sich die umweltfreundliche Elektro-Technologie durchsetzen wird. Zwei weitere Stromtankstellen in der Raiffeisenstraße und am Rathaus sind bereits geplant.



Aber der Deutsche Michel wird nur verarscht, das Elektroding kostet bestimmt weniger als € 10.000 wenns der Chinese machen würde. Da wollen sich bestimmt ein paar Manager die goldene Nase verdienen bei uns und schrauben die Preise in die Höhe. Gebaut werden die Fahrzeuge bestimmt nicht in Deutschland. Man liest es ja, es ist ein Citroen. Nichts aus Deutschland. Die Kohle von den Stadtwerken ging nach Frankreich. Schämt Euch.
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