Spatenstich für das neue Altenheim in Lauf
LAUF — Die Stadt Lauf bekommt ein neues kommunales Altenheim. Mit dem Spatenstich im Neubaugebiet Steinbruch in Lauf rechts begannen heute offiziell die Bauarbeiten für das Zwölf-Millionen-Projekt, das das Altenheim der Glockengießer-Spitalstiftung in der Galgenbühlstraße ersetzt. 120 Betreuungsplätze wird das neue Haus haben, 20 mehr als bisher, was die Wirtschaftlichkeit wesentlich verbessert. Schon in eineinhalb Jahren soll der Komplex fertig sein. Der Spatenstich an der Beethovenstraße, auf der schon abgeräumten Fläche (Foto oben) zwischen den Wohnblocks der ehemaligen Neuen Heimat am Kunigundenberg und dem neuen Wohngebiet am Steinbruch, dem sogenannten Musikerviertel, markiert das Ende einer jahrelangen Planungs- und Vorbereitungszeit. Schon vor drei Jahren, nach einem Architektenwettbewerb, wollte man eigentlich mit dem Bau beginnen. Weil das Haus des 1. Preisträgers, des Architekturbüros Seidel aus Ulm, aber viel zu teuer geworden wäre, um es wirtschaftlich zu betreiben, damals war man nur von 99 Altenheimbetten ausgegangen, zog der Stadtrat „die Reißleine“, wie Bürgermeister Bisping gestern in seiner Rede noch einmal sagte, und stoppte das Projekt. Der Wettbewerbsgewinner plante komplett um und ein Fachbüro rechnete neu. Die Regierung und der Kreistag wurden wiederholt konsultiert, ehe Anfang des Jahres der Stadtrat endgültig grünes Licht gab. Rund 600 Euro günstiger, als es nach den ersten Planungen möglich gewesen wäre, kann jetzt ein Platz in Lauf angeboten werden. In der Beethovenstraße, auf einem schon dafür vorgesehenen Grundstück, entsteht nun ein langgestrecktes viergeschossiges modernes Flachdach-Gebäude. Erschlossen wird das aus zwei atriumartigen Teilen bestehende Haus durch einen mittigen Eingang, nach zwei Richtungen zweigen die Stationen ab. Hier verbindet das neue Konzept Wohn- und Hausgemeinschaft miteinander, dafür stehen Aufenthaltbereiche auf allen Ebenen zur Verfügung. Im Erdgeschoss entstehen die sogenannten beschützende Abteilung für Demenzkranke (die auch einen eigenen Gartenbereich benutzen können) und ein Mehrzweckraum für Veranstaltungen. Der gesamte Komplex umfasst einen umbauten Raum von rund 20 000 Kubikmetern und eine überbaute Fläche von etwa 1500 Quadratmetern. Beheizt wird das Seniorenheim über ein Blockheizkraftwerk, das auch den Strom für die Anlage liefert. Bürgermeister Bisping erinnerte beim Spatenstich an die 630 Jahre alte Geschichte des Glockengießerspitals in Lauf, die auch eine Verpflichtung für die Stadt bedeute, innerhalb der Stadtmauern für genug Betreuungsplätze für Senioren zu sorgen. „Zudem haben wir den Anspruch, auch vom Inhalt her, von der Betreuung, eines der modernsten Häuser zu entwickeln.“ Alt werden in Lauf in Qualität und Würde, laute das Credo. Fotos: Fischer





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