Winter treibt Quote hoch
LAUF — Saisonbedingt ist die Arbeitslosigkeit im Januar auch im Bereich Lauf/Hersbruck wieder kräftig angestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug Ende des Monats 3,2 Prozent, nach nur noch 2,6 Prozent im Dezember. Im Vergleich mit Januar 2011 ist die aktuelle Quote allerdings immer noch einen halben Prozentpunkt geringer.
Im Zuständigkeitsbereich der Geschäftsstelle Lauf waren so im Januar dieses Jahres genau 1955 Menschen arbeitslos gemeldet. Personen aus den Bau- und Baunebenberufen vor allem, nachdem der Winter nun doch noch gekommen ist. Das sind aber immerhin noch 321 Personen oder 14,1 Prozent weniger als im Januar 2011.
Insgesamt 520 Personen meldeten sich im abgelaufenen Monat bei der Arbeitsagentur neu arbeitslos, 159 bzw. 44 Prozent mehr als noch im Dezember. Gegenüber dem Januar 2011 hat sich die Zahl der Neumeldungen damit um 85 oder 14 Prozent reduziert. Und trotz des ruhigen Monats am Arbeitsmarkt konnten 156 Männer und Frauen, 40 weniger (minus 20,4 Prozent) als im Dezember, eine Erwerbstätigkeit aufnehmen.
Von der Zunahme der Arbeitslosigkeit ist überwiegend der sogenannte SGB III–Bereich, die Kurzzeit-Arbeitslosigkeit, betroffen. Im Januar 2012 waren hier 1119 Personen, das sind 287 oder 34,5 Prozent mehr als noch im Vormonat, arbeitslos gemeldet. Im Vorjahresvergleich konnte mit einem Minus von 201 oder 15,2 Prozent eine deutliche Reduzierung der Arbeitslosigkeit erreicht werden.
Der SGB II–Bereich, Langzeitarbeitslose oder Hartz IV-Empfänger, erfuhr im Vergleich zum Vormonat ebenfalls eine Steigerung. Diese fiel jedoch geringer aus als im Bereich des SGB III. Im Januar 2012 waren hier insgesamt 836 Menschen arbeitslos gemeldet, 66 mehr als im Dezember 2011, jedoch immer noch 120 oder 12,6 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres.
Der Zugang an offenen Stellen bei der Arbeitsagentur spiegelt die kalendertypisch ruhige Lage des Nachfragemarktes im Winter am besten wider. Im Januar 2012 konnten im Arbeitgeberservice für Lauf, Hersbruck oder Röthenbach 132 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote registriert werden. Damit liegt der Zugang um 28,2 Prozent höher als vor einem Jahr (103 Stellenzugänge), jedoch in etwa auf dem Niveau der vergangenen beiden Monate. Im aktuellen Stellenbestand der Agentur in Lauf findet man derzeit insgesamt 316 offene Stellen. Rund ein Drittel dieser sogenannten Vakanzen sind für gewerbliche Mitarbeiter des produzierenden Gewerbes gemeldet. 40 freie Arbeitsstellen meldet trotz des Winters das Bauhaupt- und Baunebengewerbe.
Vergleichsquoten
Bund 7,3 Prozent; Bayern 4,2 Prozent; Metropolregion 5,5 Prozent; Nürnberg 7,2 Prozent; Erlangen 3,1 Prozent; Fürth 5,2 Prozent und Schwabach 4,0 Prozent.




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