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Lokales PZ
29.01.12 18:46 Uhr

Eine Feuchter Faschingsgala vom Feinsten

Von: Pegnitz-Zeitung

Die Höhepunkte der Feucht-Fröhlich-Prunksitzung der Karl-Diehl-Halle Röthenbach: Die Altneihauser Feierwehrkapell´n und die Allersberger Tenöre.Fotos Jahn
Die Höhepunkte der Feucht-Fröhlich-Prunksitzung der Karl-Diehl-Halle Röthenbach: Die Altneihauser Feierwehrkapell´n und die Allersberger Tenöre.Fotos Jahn

RÖTHENBACH (gja) – Mit einem großartigen, in allen Teilen „Veitshöchheim-würdigen“ Programm, gingam Samstag dieBenefizprunksitzung zugunsten der Lebenshilfe Nürnberger Land in der prachtvoll geschmückten Röthenbacher Karl-Diehl-Halle über die Bühne. Dem begeisterten Publikum, das mit der Eintrittskarte die Lebenshilfe unterstützt, wurde von der Faschingsgesellschaft Feucht-fröhlich, unter der bewährten Leitung von Sitzungspräsident Werner Zobel, ein tolles Faschingsvergnügen geboten. Zu den Höhepunkten zählten die „Altneihauser Feierwehrkapell`n“ und die „Allersberger Tenöre“.

Die Trommeln der Sambagruppe „arteschock“ ließen gleich zu Beginn die Karl-Diehl-Halle erbeben. Angesteckt von den heißen Rhythmen des Karneval in Rio klatschten alle Gäste im Takt mit und schickten ein dreifaches „Feucht-fröhlich – Franken Helau“ hinterher. „Aber jetzt zeigen wir, was wir haben“ verkündete der Sitzungspräsident voll Freude auf die „Eigengewächse“ der FG Feucht-fröhlich und ließ die Juniorengarde zu den Klängen von „Freude schöner Götterfunken“ aufmarschieren.

Verwandlungskünstler Wolfgang Düringer, extra aus Gochsheim angereist, brillierte im Arbeitskittel von Odelgunde, die als hydrotechnische Fachangestellte gerne im öffentlichen Dienst tätig wäre. Rhythmischen Applaus gab es für den Marschtanz der Aktivengarde und für den temporeichen Auftritt der beiden Juniorentanzmariechen Sophie Renner und Selina Siegl. Dank seiner hervorragenden Texterin Roswitha Wenzel wusste Pascal Czerwek, verkleidet als verrunzelter Zwetschgermo allerlei von seiner Tour durch Nürnberg zu berichten. Seine „anstrengende“ Stadtführung, heizte das Stimmungsbarometer mächtig an.

Die Karl-Diehl-Halle vollends zum Kochen brachte dann die urkomische „Altneihauser Feierwehrkapell`n“, deren Kommandant Norbert Neugirg den Röthenbachern gehörig die Leviten las. Heftig-deftig nahmen die Oberpfälzer das Nürnberger Land aufs Korn. Landrat Kroder bekam dabei gehörig was „auf die Ohren“, vor allem aber 1. Bürgermeister Günther Steinbauer, der wohl schon ewig die Pegnitzstadt regiere, mit Sicherheit aber „seit Kaiser Wilhelms Zeiten“.

Die Politprominenz rund um Steinbauer, darunter zahlreiche Bürgermeister aus den Nachbargemeinden, nahm die mitreißend komische Truppe mit ihren freundschaftlichen Beleidigungen mit „Galgenhumor“. Gemessen an den Zugaben und Beifallsstürmen ist die Chaos-Truppe aus der Oberpfalz offensichtlich ideal für für die Franken.

Jede Menge Humor hatte auch der Kabarettist Philipp-Simon Goletz alias „Frankensima“ im Gepäck. Seine närrischen Betrachtungen von Reklame und TV-Serien trieb den Zuhörern die Lachtränen ins Auge. „Maskiert“ mit einem FCN-Trikot gehört Heinz Haffki auf seine unnachahmlich humorvolle Art zu Franken, wie der Club zu Nürnberg, bloß der hat derzeit weniger zum Lachen. Jochen Burk als „Phantom der Oper“ lästerte über die „Götter in Weiß“ in den überhand nehmenden Kochshows.

Aus der Noris kam Peter Kerschbaum vom Fastnachtverband Franken, um Beate Michler zu ehren. Mit dem Sessionsorden „22 Jahre Freundschaft mit dem KC Alach“, der an die 1990 nach der Wiedervereinigung entstandene Freundschaft zwischen der FG Feucht-fröhlich und dem Karneval-Club Alach in Thüringen erinnert, zeichnete Präsident Zobel und sein Page Doris Ehrengäste sowie Mitglieder und Förderer der Lebenshilfe aus. Geehrt wurden Landrat Kroder, Bürgermeister Steinbauer, Jeanne Nicklas-Faust, Lebenshilfe-Vorsitzender Gerhard John, Lebenshilfe-Geschäftsführer Norbert Dünkel, Angelika Weikert, Architekt Uwe Holzinger, Promifriseur Marcel Schneider und Wolfgang Franz. Mit dem Orden des Fastnachtsverbandes Franken wurde Beate Michler ausgezeichnet.

Da staunte nicht nur der Elferrat, als die drei „Allersberger Tenöre“, biegsam wie Gummibärchen, den Schlager „Aber dich gibt`s nur einmal für mich“ ins Publikum schmetterten. Glücklicherweise waren die Verrenkungskünstler „festgemauert“ auf der Bühne, so dass für die erste Tischreihe keinerlei Gefahr bestand, zum Landeplatz umfunktioniert zu werden.

Vor lauter Begeisterung wurde Bauchredner Pierre Ruby – der erste Pilot der in Röthenbach landete - „ganz zufällig“ mit BH`s beworfen. Seine Gesprächspartnerin „Amanda“ setzte sich mit Glitzerkleid und Federboa gekonnt in Szene und bezauberte damit nicht nur den Landrat, mit dem sie ein Rendezvous vereinbarte.

Die „Wild Boys“ begeisterten mit ihrer Schlagerparodie und das Männerballett überbot sich als Superman, Spiderman, Super Mario und Batman im Kampf um die Gunst der Prinzessin an sportiven Leistungen. Der Showtanz der Juniorengarde „Puppenaufstand“ war ein Augenschmaus wie auch der fröhlich-bunte Abschlusstanz „Ein Löwe rockt Grease“ der Akivengarde.




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