Laufer besuchen Erdbeben-Waisen auf Haiti
LES CAYES — Der Laufer Günther Rduch reist am kommenden Montag zusammen mit dem früheren Laufer Kirchenmusiker Mondi Benoit zum dritten Mal nach Haiti. Nach der Erdbebenkatastrophe vor zwei Jahren hatte Benoit, der von der Karibikinsel stammt, über seine Hilfsorganisation Maeh („Ministère d‘aide aux enfants haitien“, zu deutsch „Hilfe für haitianische Kinder“) damit begonnen, ein Waisenhaus (im Bildhintergrund) zu bauen. Im April 2011 wurde es eröffnet. Von den 40 Plätzen sind derzeit bereits 38 belegt mit teilweise traumatisierten Mädchen und Jungen zwischen dreieinhalb und elf Jahren, die nicht nur ein Dach über dem Kopf bekommen, sondern auch Ersatzmütter, eine Hausaufgabenbetreuung und einen geregelten Tagesablauf. Auf Haiti sieht es nach wie vor verheerend aus. Rduch schätzt, dass erst 10 bis 15 Prozent der Trümmer vom Januar 2010 weggeräumt sind, die betroffene Bevölkerung lebt nach wie vor in Zeltstädten. Die Kriminalität ist hoch. Für den Bau des Waisenhauses mussten einige Hürden genommen werden, die Arbeit vor Ort wurde aus der Ferne gesteuert, per E-Mail, Skype oder Telefon. Obwohl für alle Kinder Paten gefunden sind, davon alleine zwölf in Lauf, fehlt noch Geld – für den laufenden Unterhalt und für noch ausstehende Baumaßnahmen. Rduch fliegt zum dritten Mal nach Haiti und begleitet Benoit, der inzwischen Kantor im thüringischen Stadtroda ist. Infos und Kontaktdaten für Unterstützer unter www.help-maeh.de im Internet.Foto: Privat





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