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Lokales PZ
13.01.12 17:21 Uhr

Perfekter Löscheinsatz verhinderte Großfeuer

Von: Clemens Fischer

Im Hof des Merkel-Betriebsgeländes in Speikern wurde der noch qualmende Gewerbemüll auseinandergezogen und gelöscht.Foto: Fischer
Im Hof des Merkel-Betriebsgeländes in Speikern wurde der noch qualmende Gewerbemüll auseinandergezogen und gelöscht.Foto: Fischer

SPEIKERN — Der guten Reaktion eines Arbeiters und dem sehr schnellen Eingreifen der Feuerwehren aus Speikern und Neunkirchen ist es zu verdanken, dass sich am Donnerstagabend ein Feuer auf dem Gelände des Abfall-Entsorgers Merkel in Speikern nicht zu einem größeren Brand entwickeln konnte. So blieb der Sachschaden gering, Personen kamen nicht zu Schaden.

Nach Betriebsschluss, gegen 18 Uhr, hörte der Hausmeister auf dem Merkel-Gelände, Günther Zemsch, von seiner Wohnung aus einen heftigen Knall, wie er später erzählt. Er rannte auf den Hof und sah einen brennenden, rauchenden Abfall-Groß-Container. Sofort alarmierte er die Feuerwehr und begann auch selbst mit den Löscharbeiten. Mit dem betriebseigenen Löschschlauch rückte er dem brennenden Müll zu Leibe, dabei stand er selbst mitten im dichten Qualm und atmete wohl auch eine Menge Rauch ein. 

Der Flammen Herr werden konnte Günther Zemsch aber nicht. Das gelang erst den fast gleichzeitig vor Ort eintreffenden Freiwilligen Feuerwehren aus Speikern und Neunkirchen. Mit ihrem Atemschutzgeräten konnten mehrere Männer mit Schläuchen direkt bis zum Container vordringen und den Brand löschen. Andere Feuerwehrmänner verhinderten währenddessen das Übergreifen auf andere Bereiche des Wertstoff-Lagers.

Und das war wohl auch entscheidend. Denn direkt neben dem brennenden Lkw-Container mit 40 Kubikmeter Gewerbeabfall (darunter viele Kunststoffsäcke) beginnt das Freiluftlager mit gepressten Altpapierballen. Ein Übergreifen darauf hätten einen Großeinsatz bedeutet, da waren sich am Ende die Kommandanten der Wehren vor Ort mit Kreisbrand­rat Norbert Thiel und Kreisbrandin­spektor Hans-Joachim Geißler einig. Landkreisfeuerwehrchef Thiel sparte dabei nicht mit Lob für seine Feuerwehren und auch das Unternehmen, wo man richtig und schnell reagiert habe. „Vor allem die Feuerwehren aus Neunkirchen und Speikern (alarmiert worden waren auch die Wehren Rollhofen und Siegersdorf) haben mit ihrem sehr schnellen und professionellen Einsatz den Erfolg des Einsatzes zu verantworten“. 

Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde der Container auf eine freie Fläche im Hof gezogen und der Abfall ausgekippt. Während ein Bagger mit Greifer den Müllberg auseinanderpflückte, wurde er von der Feuerwehr ständig mit Wasser übergossen. Am Ende waren sämtliche Glutnester gelöscht und die Feuerwehren rückten ab. Nur die Speikerner Wehr kam einige Stunden später zu einer sogenannten Brandnachschau noch einmal zurück.

Schnell vor Ort auf dem Betriebsgelände waren auch Betriebsleiter Fritz Holzenleuchter und Geschäftsführer Frank Merkel. Der natürlich froh über die richtige Reaktion seines Mitarbeiters und den schnellen Einsatz der Feuerwehr war. 

Was letztlich das Feuer ausgelöst hatte, konnte nicht mehr ermittelt werden, zumal der Müll schon mehrer Tage als war. Bei dem brennenden Container handelte es sich nämlichum sogenannten Gewerbeabfall, also Wertstoffe, und eben keinen Restmüll für die Verbrennung, wie Frank Merkel erläutert. Diese Abfälle werden bei verschiedenen Unternehmen eingesammelt und nach Speikern gebracht. Dort werden die Wertstoffe grob sortiert und dann mit dem Bagger in die großen Lkw-Container gepackt. Damit werden sie später in eine der wenigen Großsortieranlagen in Deutschland gefahren und „und fast komplett wiederverwertet“.




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