Barrierefrei geht nicht überall


FEUCHT – Die Fußgängerrampe am Haltepunkt Feucht Ost wird zwischen Bahnunterführung und Hummelweg seit dieser Woche wiederhergestellt. Unter anderem wird dabei eine einheitliche Asphaltdecke aufgetragen.
Für die Dauer der Arbeiten kann die Unterführung nur eingeschränkt genutzt werden, an voraussichtlich zwei Tagen muss sie komplett gesperrt werden. Die Maßnahme soll Mitte September beendet sein. Der Markt Feucht bittet um Verständnis, dass es in dieser Zeit zu Beeinträchtigungen kommt.
Diskutiert wurde auch über eine barrierefreie Ausführung. Die Vorgaben dafür: Die Fußgängerrampe dürfte dann nicht steiler als sechs Prozent sein. Nach jeweils sechs Metern müssten 1,5 Meter lange Zwischenpodeste eingefügt werden. Damit käme die Rampe auf eine Länge von gut 40 Metern. „Das ist eine zu große Höhendifferenz auf kurzem Raum“, beschrieb Torsten Zwalla vom Feuchter Bauamt die Problematik.
Der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte des Marktes Feucht, Reinhard Papkalla, hatte sich zwar für eine barrierefreie Ausgestaltung stark gemacht, musste letztlich aber erkennen, dass die Umsetzung „im utopischen Bereich“ wäre. „Das ist von den Kosten her nicht vertretbar.“
Erfreulicher auch aus Sicht Papkallas verläuft dagegen der Bau des Stegs des Gehwegs Rundlauf. Er beginnt hinter dem Parkdeck am Reichswaldplatz und führt bis unterhalb der altengerechten Wohnungen als Verbindung in die südliche Hauptstraße. Die Stahl-Holz-Konstruktion hat eine vierprozentige Steigung und ist auch für Rollstuhlfahrer problemlos zu nutzen.
Fahrradfahrer müssen vorher absteigen und ihr Rad schieben. „Sonst wäre der Steg ein massiveres Bauwerk mit höherem Geländer geworden,
das sich nicht so harmonisch in die Talaue einfügt“, begründete Zwalla dies.
Bauhofmitarbeiter werden den Steg auch beim Winterdienst vom Schnee freiräumen, damit er das ganze Jahr über genutzt werden kann. Offiziell eröffnet wird er am Samstag, 17. September, wenn auch das Feuchter Familienfest im Zentrum stattfindet.



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