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Lokales PZ
29.07.11 17:56 Uhr

Demo mit Traktoren und Protestlied

Von: Pegnitz-Zeitung

LAUF — Die Anwohnerproteste gegen das geplante Windrad zwischen den Laufer Ortsteilen Bullach und Neunhof lassen nicht nach. Im Gegenteil. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen hatte die Interessengemeinschaft gegen das Windrad eine Traktordemonstration vor dem Laufer Rathaus organisiert. Mit über 50 Bulldogs diesmal und damit mehr als doppelt so vielen wie bei der ersten Aktion. Und dies nachdem im Rathaus schon entschieden wurde, auf jeden Fall gegen eine Genehmigung zu klagen. Mit dabei diesmal auch Bürger und Bulldogs aus Simonshofen, Herpersdorf und Eckenhaid sowie auch noch weiter entfernten Orten. Nachdem der Traktorkorso mehrmals die Runde Heldenwiese-Urlashöhe-Rathaus gedreht hatten, blieb ein Dutzend Schlepper direkt vor dem Rathaus stehen und blockierte so etwa eine halbe Stunde lang die Urlasstraße. Die Polizei leitete den Verkehr um. Und während dann im Rathaus die Stadträte in der letzten Sitzung vor der Sommerpause tagten (Bürgermeister Bisping war diesmal im Gegensatz zu mehreren Stadträten nicht zu den Demonstranten gekommen), stimmten die Bürger ein selbst gedichtetes Protestlied an. Gekleidet in die orangefarbenen T-Shirts mit der Aufschrift „Mitmachdemokrat“ sangen sie vom Dröhnen des Infraschalls und vom rhythmischen Windradtakt und wiederholten, „eins kann uns keiner nehmen, und das ist die Lust zu leben“. Initiativen-Sprecherin Tiebe-Fett hatte sich in einer kurzen Rede bei den Stadträten bedankt, die sich für die Klage gegen die Landratsamtsgenehmigung ausgeprochen haben, darauf hingewiesen, dass man auf keinen Fall klein beigeben werde, und nochmals betont, dass es eben nicht um einen Protest gegen Windstrom im Allgemeinen, sondern nur gegen das „ineffektive Windrad direkt vor den Häusern der Bullacher und Neunhofer, also um den Abstand“, gehe. Foto: Fischer




Kommentare

Peter Rduch, Lauf, 04.08.2011 17:58:
Zur Versachlichung der Diskussion und um etwas Emotionen aus dem Thema zu nehmen, anbei noch ein "kleiner
Faktencheck"
1. Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt Nürnberger Land und nicht das Laufer Rathaus! Seit Monaten wird auf den Bescheid für die Errichtung einer Windkraftanlage zwischen Neunhof und Bullach aus dem Landratsamt Nürnberger Land gewartet. Die Laufer Stadtverwaltung und der Bürgermeister selbst hat zahlreiche Anfragen an die zuständige Abteilung im Landratsamt, bzw. auch direkt an Herrn Landrat Armin Kroder gestellt. Die Fraktionen im Laufer Rathaus wurden darüber informiert. Laut aktueller Auskunft des Leiters des Büros des Landrates vom 26.07.2011 soll der Bescheid für das von Firma Bürgerwind GmbH & Co. KG beantragte Windrad nun Mitte August ergehen. Anders als viele vermuten oder oft unterstellt, liegt die Genehmigung daher nicht beim Laufer Stadtrat, beim Laufer Bauamt oder gar beim Bürgergermeister.
2. Planungsrechtliche Abstände 1,62 fache, bzw. 5,25 fache Werte. Grundsätzlich gilt für alle Betrachtungen die Gesamthöhe einer WKA, die sich aus Nabenhöhe plus halben Rotordurchmesser zusammensetzt. Beim beantragten Windrad liegen ca. 154 m Gesamthöhe vor. Die Regionalplanung geht von 8oo m zu Wohnbauflächen und 500 m zu gemischten Bauflächen (z. B. Dorfgebiet), dargestellt im FNP, aus.
Im konkreten Fall beträgt der geringste Abstand zu den Wohnbauflächen nach FNP 1066 m > 800 m, also das 1,33 fache und zu gemischten Bauflächen nach FNP > 809 m > 500 m, also das 1,62 fache. Dies soll bei Windparks von drei und mehr Anlagen grundsätzlich Berücksichtigung finden. Bei gerichtlichen Entscheidungen ist man davon ausgegangen, dass im Regelfall erst ab einem geringeren Abstand als der dreifachen Gesamthöhe von einer "bedrückenden Wirkung" ausgegangen werden muß. Im konkreten Fall (bei Antrag EINER Anlage) wäre die dreifache Gesamthöhe 462 m << 809 m als geringster Abstand zu einem Wohngebäude oder umgekehrt ein 5,25 facher Abstand (!). Die Vorrangfläche wurde im Rahmen der Regionalplanung bereits 2003 beschlossen. Seit dieser Zeit hätte also jederzeit ein konkreter Antrag gestellt werden können. Damals wurden bereits von Anlagenhöhen von über 100 mtr. und mehr sowie über entsprechende Abstände beraten. Es war also längst alles bekannt. Folglich wurde auch einstimmig beschlossen.
3.Wirtschaftlichkeit
Zur Vergütung nach EEG ist ein Referenzwert von über 60 Prozent zu erreichen. Die Wirtschaftlichkeit ist nicht Bestandteil der Prüfung durch die Genehmigungsbehörde. Die Stadt Lauf hat KEINE Wirtschaftlichkeitsprüfung für die beantragte Anlage in Auftrag gegeben; auch liegt ihr keine vor. Die Stadt Lauf hat in 2010 eine Windanalyse für das Laufer Stadtgebiet in Auftrag gegeben. Dies wurde öffentlich auf einer Bürgerversammlung angekündigt und Ergebnisse auf einer Ortsteilbürgerversammlung öffentlich vorgestellt. Die Tagespresse berichtete darüber. Diese Studie wurde erstellt, da seinerzeit der neue Windatlas des Freistaat Bayern noch nicht vorlag. Diese Studie kann jederzeit im Rathaus eingesehen werden, dies wurde ebenso veröffentlicht. Inhaltlich wurde sie zwischenzeitlich grundsätzlich durch den neuen Windatlas des Freistaat Bayern bekräftigt. Ausdrücklich wird darin hingewiesen, dass Einzelfall-/Standort-Aussagen zur Wirtschaftlichkeit nur durch einzelne Untersuchungen getroffen werden können.> 4. Wie geht es nun weiter?
Nachdem das Landratsamt sämtliche Einwendungen, die gegen den Windradantrag eingebracht wurden (im Rahmen des Einvernehmens), verworfen und die Rechtswidrigkeit des Verfahrens zum Einvernehmen in allen Punkten auf 11 Seiten schriftlich bereits im Frühjahr 2011 begründet hat, ist davon auszugehen, dass wohl ein Bescheid PRO Windrad-Antrag erteilt wird. Anschließend wäre der Klageweg möglich. Dazu hat der Bauausschuss der Stadt Lauf vom 26.07. mit den Stimmen von CSU, SPD und einem FW-Stadtrat gegen die Stimmen der Grünen, einem FW-Stadtrat und des 1. Bürgermeisters einen Vorrats-Antrag der CSU mit 9:4 Stimmen beschlossen, im Falle einer Genehmigung durch das Landratsamt Klage beim Verwaltungsgericht in Ansbach einzureichen. Die Kosten dazu belaufen sich vermutlich auf ca. 15.000 Euro. (ohne eventuelle Gutachterkosten). Schadensersatzansprüche bestehen keine.
Redaktion N-Land, Lauf, 02.08.2011 10:14:
Dass die Frage Windkraft im Nürnberger Land - Ja oder Nein - heiß diskutiert wird, ist durchaus nachvollziehbar und wir bieten Ihnen allen gerne ein Forum, sich auszutauschen. Wir bitten aber noch einmal darum, dass Sie sich auf die Sache beziehen. Gerne dürfen Sie die Meinung anderer kritisieren, aber niemanden persönlich angreifen oder bloßstellen.

Die Redaktion
Franziska Huber, Lauf, 01.08.2011 21:11:
@Franz Huber:
Da fängt doch die Unsachlichkeit schon wieder an. Ich denke der letzte Artikel von Herrn Schneider war wohl mehr als sachlich.
@Thomas Schneider:
Würde mich freuen, wenn das so bleiben würde...

gruß Franzi,
die sich zwar über Sachlichkeit freut, die die hier teilweise vorherschende Unsachlichkeit aber wesentlich unterhaltsamer findet :-)
Franz Huber, Lauf, 01.08.2011 20:26:
Ich bin auch dafür, dass alle unsachlichen Berichte gestrichen werden, dann wird man von Thomas Schneider nichts mehr lesen müssen.
thomas schneider, Lauf, 01.08.2011 20:21:
Ich würde hier an dieser Stelle erstens die PZ bitten über den Mailacount die Namen und Adressen der Schreiberlinge zu prüfen und bei Verstoß z.B. gegen Datenschutz jene zur Anzeige melden!
Warum? Z.B. "" suggeriert „Anungslose Bschor, Lauf, 31.07.2011 13:20:“ uns Lesern Sie sei Grüne und drückt aus dass es persönliche Meinungen von mir (Herr Schneider Thomas)sind. Grundsätzlich ja aber dass es sich hierbei "Anungslose Bschor" nicht um meine Parteikollegin von mir handelt verschweigt Sie. Und eins ist auch sicher wir Grünen sprechen vorher darüber und schreiben dann.
So scheint es Schreiberlinge zu geben die nicht sachlich schreiben und sich hinter Fassaden verstecken. Nach BGB macht sich jemand strafbar der im Namen andere schreibt!!!
Und hier meine ich , dass man sich nicht wundern darf, wenn Dominic etwas dagegen schreibt.
Ja der Franke schreibt halt stinkt und meint damit es riecht aber ein Schlepper (Bulldog, Traktor) stinkt nicht ansonsten hätte er keine Straßenzulassung!
Ich würde alle Schreiber darum bitten sachlich zu bleiben und ich möchte damit beginnen mich bei allen zu Endschuldigen denen ich zu Nahe getreten bin bzw. zu hart attackiert habe.
Ich hoffe immer noch auf ein Einvernehmen mit dem Windrad damit es letztendlich ein Bürgerwindrad wird.
Die PZ darf ich bitten etwas mehr ihre Pflichten wahrzunehmen und sofort unsachliche Artikel zu löschen und zwar von beiden Gruppierungen und letztendlich nur noch solche Schreiberlinge zuzulassen welche sich vorher bei der PZ ordnungsgemäß mit Perso personifiziert haben!
staunender Bürger, Landkreis, 01.08.2011 19:49:
@ DZ und FH: Gehen jetzt endgültig die Sach-Argumente aus, wenn man schon darauf herumreiten muss, dass jemand in einem Forum wie diesem hier nicht unter seinem richtigen Namen schreibt ?
Mit ein bisschen Lebens- bzw. Internet-Erfahrung weiss man, dass es genügend Chaoten in diesem unseren Lande gibt, die nix besseres zu tun haben, als öffentlich preisgegebene Daten zu missbrauchen. Was wir übrigens hier auch schon erleben mussten, dass offenbar unter falschem (= fremdem !!!) Namen Fake-Artikel geschrieben wurden. Was ich absolut indiskutabel finde. Aber wen's interessiert: Ich wohne hier im Landkreis, und zwar in Sichtweite zu genau solchen "Ungetümen", um die hier so gestritten wird. Ich darf also für mich in Anspruch nehmen, dass ich weiss, wovon ich rede. Und da spielt auch kein Name eine Rolle, den Sie übrigens auch dann nicht wüssten, wenn wir in einer Bürgerdiskussion nebeneinander säßen.
Jakob Weber, Ottensoos, 01.08.2011 19:35:
Sehr geehrter Herr Schneider,

ich wohne tatsächlich in Ottensoos. Bis vor 2 Jahren habe ich allerdings noch in Lauf gewohnt und diese Stadt liegt mir auch weiterhin am Herzen. In dieser Zeit durfte ich selbst erleben welche Wege Benedikt Bisping beschreitet um seine Ziele durchzusetzen.
Ich meine sicherlich nicht den Ottensooser Bürgermeister, wenn es um Windräder in Lauf geht ...

Zu Familie Maurer bleibt wohl nichts weiter zu sagen. Solche Artikel sind mehr als traurig, spiegeln aber schön die Verblendung wieder, mit der die Energiediskussion in Deutschland geführt wird.

Mit freundlichem Gruß
Jakob Weber
Dominic Ziegler, Lauf, 01.08.2011 13:39:
Nein, es war nicht herr Ziegler gegen Fam. Maurer, sondern Fam. Maurer gegen die Demonstranten! Es ist schon beleidigend zu sagen, die Bürger würden von der "Atomlobby" bezahlt werden. Das ist Unsachlichkeit! Und auf Unsachlichkeit muss man eben auch antworten. Aber mich würde mal interessieren, wie sie heißen und wo sie wohnen @staunender Bürger?!
Grüße
Franziska Huber, Lauf, 01.08.2011 11:49:
@staunender Bürger:
Sie beschweren sich hier über Unsachlichkeit? Meinen Sie nicht, dass Unsachlichkeit nicht schon da anfängt, hier seinen richtigen Namen zu schreiben.
Zu Ziegler gegen Maurer: Man kann zum Windrad(für alle die es hier immer noch nicht begriffen haben: Rad schreibt man mit d nicht mit t!!!) stehen, wie man will, aber eins ist sicher: Die Aussagen, die von Familie Maurer kommen sind unterste Schublade. Sie(staun.B.) weißen auf die STVO hin, das ist nachvollziehbar, aber Fam M. schrieb hier von "stinkenden Traktoren die Umwelt zu verunstalten".
Dann auch noch "eine ganze Stadt in Geiselhaft"...das man wirklich eine ganze Familie braucht, um so viel Stuss zu schreiben ist mir schleierhaft.
staunender Bürger, Landkreis, 01.08.2011 10:56:
Was mich an der Diskussion hier und im Nachgang anderer Artikel so schockiert, ist die Unsachlichkeit: Beispiel Herr Ziegler gegen Familie Maurer - was soll dieser unsachliche Hinweis auf die Notwendigkeit von Traktoren in der Landwirtschaft ? Es geht in der Diskussion einzig und alleine darum, dass hier (!) die Traktoren missbraucht wurden, um entgegen den Paragraphen der StVO andere zu stören, zu belästigen, zu behindern. Durch sinnlosen Stau und sinnlose Abgase. Und was ich noch so peinlich finde: Da ergehen sich Laien in Wirtschaftlichkeitsberechnungen - sorry, die Rentablitiät ist einzig und alleine ein Punkt, den der Investor zu beurteilen hat. Allenfalls noch finanzierende Banken, soweit beteiligt. Die einzig berechtigte Forderung der "Kein Windrad vor meiner Haustür"-Fraktion ist, dass endlich der Gesetzgeber einen Mindestabstand vorschreibt. Dann hat dieses ganze Theater ein Ende. Schade, dass es wieder eines Gesetzes bedarf, schade, dass nicht die Bürger vor Ort eine einvernehmliche Einigung hinbekommen !

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