Zu den Derbys zwei Mal über die B8
NÜRNBERGER LAND – Am 5. Spieltag der Kreisliga Neumarkt Ost richtet sich der Blick der heimischen Fußballanhänger auf das Nachbarderby zwischen dem TSV Ochenbruck und dem TSV Feucht. Beide Teams sind ebenso wie der Großteil der Konkurrenz noch auf der Suche danach, wo man sich leistungsmäßig im Oberhaus einordnen kann.
Die „Ochis“ (7.) haben im heimischen „Moor“ noch nichts anbrennen lassen, waren aber auswärts zumindest vom Ergebnis her jeweils deutlich unterlegen. Der TSV Feucht (9.) hat gegen Mühlausen (2:0) den ersten Saisonsieg eingefahren.
Beim TSV Ochenbruck, der wieder auf den in Schwand fehlenden Bastian Meier zurückgreifen kann, wird der Ball vor dem Derby bewusst flach gehalten. Nach den Heimsiegen zeigt sich die Scherbel-Elf allerdings selbstbewusst und will auch im dritten Heimspiel der Saison als Sieger vom Platz gehen.
Die Feuchter haben trotz der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Vereinen nicht vor, als willige Punktelieferanten ins „Moor“ zu kommen. Spielertrainer Markus von Aufsess und sein Team gehen vor allem nach dem Sieg gegen Mühlhausen positiv gestimmt ins Spiel. Die Gäste wollen den Schwung ins Derby nehmen, wo auf alle Fälle mehr herausspringen soll als vergangene Saison, wo man beide Male als Verlierer (0:3 und 0:1) vom Platz gegangen ist. Trainer von Aufsess, dem außer den beiden Langzeitverletzten Ralf Dautzenberg und Michael Bertl alle Mann zur Verfügung stehen, setzt auf die gegen Mühlausen siegreiche Elf.
Der SV Rasch ist noch auf der Suche nach dem Schwung und Erfolg der vergangenen Saison. Mit einem Zähler aus vier Spielen ist die Engelhard-Elf bisher jedenfalls weit unter dem Soll. Im dritten Heimspiel kommt nun der hoch gewettete TSV Greding in den Schleifmühlweg, der allerdings die Erwartungen bisher nicht im Ansatz hat erfüllen können und ebenfalls noch ohne Sieg ist. In der vergangenen Saison gab es an gleicher Stelle ein 1:1; ein Ergebnis mit dem aktuell sicher keinem der beiden Kontrahenten gedient ist.
Primus FC Schwand ist beim Aufsteiger FC Haunstetten, der sich mit fünf Punkten aus drei Spielen in der neuen Umgebung bisher sehr gut behauptet hat, gefordert. Verfolger FC Holzheim steht beim SV Lauterhofen auf dem Prüfstand, der vor Wochenfrist die DJK Berg von der Tabellenspitze geholt hat.
Kreisklasse Nord
Im Top-Spiel stehen sich der TSV Burgthann und der FSV Oberferrieden gegenüber. Zwischen beiden mit vier Siegen optimal aus den Startlöchern gekommenen Nachbarrivalen geht es um die Vorherrschaft. Beim TSV Burgthann, der seiner Favoritenrolle bis jetzt souverän gerecht geworden ist, vertraut Trainer Steffen Herzig auf die erfolgreiche Elf. Sein Gegenüber Stefan Klein erinnert sich nur ungern an die vergangene Saison, als es für seine Elf eine klare 0:3-Niederlage setzte.
Burgthann ist zwar Favorit, doch Abteilungsleiter Peter Mörlein warnt: „Jedes Derby hat seine eigenen Gesetze“, auch wenn der TSV zuletzt gegen Oberferrieden meist das bessere Ende für sich gehabt hat. Das letzte Erfolgserlebnis des FSV in Burgthann liegt nämlich schon etwas zurück. Am 5. Oktober 2008 gab es ein 1:1. Ein Ergebnis, mit dem die Gäste auch diesmal hoch zufrieden wären. Der letzte FSV-Punktspielsieg beim Nachbarn datiert vom 15. April 2007. Beim damaligen 4:1-Triumph waren beide noch in der Kreisliga am Ball, dorthin wo beide ja wieder hin wollen.
In den Hintergrund des Interesses rücken damit zwangläufig die anderen Partien der heimischen Vertreter. So will der SV Unterferrieden, der den zuletzt jeweils mit fünf Gegentoren vom Platz gegangenen TSV Pavelsbach bei sich begrüßt, mit einem Dreier auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe bleiben.
Auf den FC Ezelsdorf, der am Donnerstag im von der ersten Runde verlegten Spiel bei der Reserve des TSV Ochenbruck nach einer 1:0-Halbzeitführung mit 1:3 verloren hat, wartet beim Rangdritten SV Höhenberg eine hohe Auswärtshürde.
Noch nicht wirklich angekommen in der neuen Umgebung ist der FC Altdorf, dessen Bilanz mit einem Sieg und drei Niederlagen niemanden zufrieden stellen kann. Mit dem noch unbesiegten ASC Sengenthal, letzte Station von FC-Trainer Sigi Schüller, bekommen die Wallensteinstädter auch an diesem Sonntag eine Nuss vorgesetzt, die nicht so leicht zu knacken sein wird.
Die Reserve der „Ochis“ will den Schwung des Sieges gegen Ezelsdorf in seine Partie gegen den noch punktelosen FC Neumarkt-Süd nehmen und strebt den zweiten Sieg in Folge an.
Auf ein erstes Erfolgserlebnis wartet dagegen noch der SV Moosbach, der im Kellerduell gegen den ebenfalls noch sieglosen Aufsteiger FC Sindlbach bereits unter Erfolgsdruck steht.
A-Klasse Nord
Das heimische Trio macht am 5. Spieltag einen weiteren Versuch, den ersten Saisonsieg einzufahren. Alle drei müssen reisen. Die Reserve des TSV Feucht, die bisher zweimal remisiert hat, gastiert bei den „Jura-Löwen“ in Stöckelsberg. Diese hatten am Freitag-Abend in einem vorgezogenen Spiel gegen Oberölsbach die Chance, mit einem Erfolg zum Führungsduo Oberölsbach und Woffenbach 2 aufzuschließen.
Winkelhaids „Zweite“ muss in Velburg auf der Hut sein, deren 20 Tore in drei Spielen sind nicht ohne. Die EKSG Rummelsberg reist zum Tabellennachbarn DJK Pilsach, der ebenfalls erst einen Zähler auf seinem Konto hat.
B-Klasse Nord 2
Der glänzend in die Saison gestartete SC Eismannsberg ist Stöckelsberg am Ball. Beim südlichen Nachbarn jenseits der Bezirksgrenze darf das Team von Spielertrainer Manfred Steichele bei der dortigen zweiten Mannschaft, die bisher vier Niederlagen und 2:34 Tore eingefahren hat, auf den dritten Saisonsieg hoffen. Der FV Röthenbach pausiert.mk




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