Straßenbau samt Vollsperrung in Velden

Fischkutter bangt um seine Existenz

Der Ausbau der Staatsstraße zwischen Lungsdorf und Velden geht laut staatlichem Bauamt nicht ohne Vollsperrung ab. Genau dies macht den Wirtsleuten vom Fischkutter (blaues Haus) in Velden Sorgen. Sie fürchten um ihre Gäste und ihre Existenz. | Foto: S. Fuchs2017/02/7887241.jpeg

VELDEN – Während sich die einen freuen, dass die Staatsstraße zwischen Lungsdorf und Velden endlich ausgebaut wird, macht sich bei Wirtsfamilie Schulz vom „Fischkutter“ die pure Existenzangst breit. Denn der Straßenausbau bringt eine längere Vollsperrung mit sich. Und von der ist auch das Restaurant betroffen.

„Da kommt doch keiner mehr zu uns“, sagt Erika Schulz vom Fischkutter mit Blick auf die Planungen des staatlichen Bauamts. Die sehen vor, von Mai bis September in einem ersten Abschnitt die Straße von der Veldener Ortsmitte bis auf Höhe des Restaurants zu erneuern. Der zweite Bauabschnitt umfasst dann von März bis November 2018 das Straßenstück bis Lungsdorf.

„Die Bauarbeiten können wegen der besonderen räumlichen Enge nur unter Vollsperre ausgeführt werden“, steht dazu auf der Homepage des Bauamts. Und genau das treibt der Wirtsfamilie Schulz die Sorgenfalten auf die Stirn.

Einmal im Monat lädt der Fischkutter beispielsweise zum Matjesessen ein. An die 100 Personen kämen da. Dass Norbert Grüner vom staatlichen Bauamt auf Nachfrage der HZ betont, dass das Restaurant „fußläufig immer zu erreichen ist“, beruhigt die Wirtsfamilie nicht.

„Wo sollen unsere Gäste denn parken?“, fragt Erika Schulz verzweifelt. Ihre Kunden kämen von weit her und würden sich wohl kaum irgendwo in Velden einen Parkplatz suchen und dann durch den halben Ort zum Fischkutter laufen. Auch der Durchgangsverkehr würde durch die Sperrung wegfallen. „Das sind für uns enorme Einbußen“, sagt sie. Gedanken an eine mögliche Schließung des Restaurants aber weist sie zurück.

Termin vor Ort
„Die Sorgen der Familie sind berechtigt“, meint auch Veldens Bürgermeister Herbert Seitz. Die Stadt sei natürlich um eine Lösung bemüht und habe schon Kontakt mit dem staatlichen Bauamt in Nürnberg aufgenommen. Das signalisiert Gesprächsbereitschaft. Wir werden prüfen, ob wir dem Fischkutter für seine Gäste Parkplätze anbieten können, erklärt Abteilungsleiter Norbert Grüner und stellt einen Termin mit der Wirtsfamilie vor Ort in Aussicht.

N-Land Katja Bub
Katja Bub
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