Gemeinderat stimmt Plänen grundsätzlich zu

Mehr Kita-Plätze in Rückersdorf

Das aus den 60er Jahren stammende Gebäude des Kinderhortes am Evangelischen Gemeindezentrum in Rückersdorf soll durch einen Neubau ersetzt werden. Darin sollte dann auch der alte Gemeindesaal (im Hintergrund) als Mehrzweckraum integriert sein, der sowohl vom Kindergarten als auch von der Kirchengemeinde genutzt wird. | Foto: Braun2017/02/ev-gemeindebucherei-ruck-fertighaus.jpg

RÜCKERSDORF — Die evangelische Kirchengemeinde Rückersdorf plant den Teilneubau ihres Hauses für Kinder im Steinbruchweg. Konkret sollen neue Räume für die zwei bestehenden und eine neue Kindergartengruppe entstehen. Geplant ist auch, den alten Gemeindesaal abzureißen und ihn als Mehrzweckraum in die Kindertagestätte zu integrieren. Der Rückersdorfer Gemeinderat hat sowohl den Plänen schon grundsätzlich zugestimmt, als auch der Übernahme des größten Teils der Baukosten. „Rückersdorf wächst, wir brauchen nach neuesten Bedarfsberechnungen mehr Betreuungsplätze für Kinder“, so Bürgermeister Manfred Hofmann gegenüber der PZ.

Aktuell werden in der Kindertagesstätte im evangelischen Gemeindezentrum 95 Kinder betreut, 50 in den beiden Hortgruppen, 45 in zwei Kindergartengruppen. Untergebracht sind die Kindergartenkinden im Neubau aus den 80er Jahren und die Hortkinder in einem Fertighaus-Altbau aus den Sechzigern. Weil vor allem dieser Altbau in keiner Weise mehr dem heutigen Standard entspreche, so der evangelische Pfarrer Volker Klemm, und eine Renovierung aus Kosten- und bautechnischen Gründen ausscheide, kam man auf den Abriss und die Neubaupläne; in Absprache mit der Landeskirche und auch mit dem Ziel, Flächen grundsätzlich zu verkleinern und intensiver zu nutzen.

Und hier kommt der alte Gemeindesaal im hinteren Bereich des Kirchengrundstückes ins Spiel. Dieser Saal sollte als Mehrzweckraum in der neuen Kindertagesstätte mit dann drei Kindergartengruppen integriert und dann doppelt genutzt werden. Eben für das Haus für Kinder für Feiern und verschiedene Veranstaltungen und für die Kirchengemeinde als Ersatz für den ebenfalls in die Jahre gekommenen Saal. Vom Konfi-Unterricht bis zur Chorprobe und vom kleinen Gottesdienst bis zum Gemeindefest sollte hier alles möglich sein, so Pfarrer Klemm. Auf jeden Fall erhalten bleiben wird der Bau aus den 80er Jahren, in dem heute die Kindergartenkinder zu Hause sind. Die zusätzliche Gruppe sollte dabei als Kleinkinder-Kindergartengruppe konzipiert sein.

Weil die Kirchengemeinde das Projekt allerdings nicht allein stemmen kann, war vor weiteren konkreten Plänen die Kommune ins Boot geholt worden. Ganz grobe Schätzungen gehen von Kosten in Höhe von mindestens zwei Millionen Euro aus.

In der letzten Gemeinderatssitzung stimmten die Räte grundsätzlich zu, einen großen Teil der Baukosten zu übernehmen. Weil die Gemeinde nicht zuletzt durch den Zuzug junger Familien einfach mehr Kindergartenplätze braucht, so Bürgermeister Hofmann. Die Gemeinde werde sich wohl zu zwei Dritteln an den förderfähigen Kosten für den Ersatzneubau der beiden Kindergartengruppen und zu 100 Prozent am Bau der zusätzlichen Gruppe beteiligen, so der Beschluss.

„Mit dieser Entscheidung, für die ich mich bei der Gemeinde bedanke“, so Pfarrer Klemm, „haben wir die Grundlage für konkrete Planungen“. Jetzt sollen Entwürfe eingeholt oder ein Architektenwettbewerb initiiert werden. Dabei geht es auch darum, ob das neue Gebäude im rückwärtigen Grundstücksbereich, auf der Fläche des alten Saals, oder weiter vorne errichtet wird. Als sicher gilt allerdings schon, dass der Hort in den bestehenden Bau aus den 80er Jahren umziehen wird. Pfarrer Klemm hofft, dass schon nächstes Jahr der Neubau errichtet wird.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer