Hans Wittmann am Gymnasium Röthenbach verabschiedet

Direktor im (Vor-)Ruhestand

Der eine geht, der andere kommt: Hans Wittmann (rechts) verabschiedet sich in den Ruhestand, sein Nachfolger Clemens Berthold kommt vom Gymnasium Eckental nach Röthenbach.
Der eine geht, der andere kommt: Hans Wittmann (rechts) verabschiedet sich in den Ruhestand, sein Nachfolger Clemens Berthold kommt vom Gymnasium Eckental nach Röthenbach. | Foto: Kirchmayer2016/02/Wittmann-Abschied-Gymnasium-Rothenbach-Nachfolger-Schulleiter-Clemens-Berthold.jpg

RÖTHENBACH — Nach fast 36 Jahren als Lehrer und davon fünfeinhalb als Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Röthenbach ist Hans Wittmann feierlich in den Ruhestand entlassen worden. „Der Abschied fällt mir nicht leicht“, sagte der Laufer vor vielen Lehrern und Vertretern aus Politik und Gesellschaft in der Schulaula.

Der 63-Jährige begann 1980 seine Laufbahn als Lehrer am Gymnasium Röthenbach mit der Fächerkombination Mathematik und Physik und blieb zunächst bis 2002. Dann verabschiedete er sich für acht Jahre nach Erlangen, wo er stellvertretender Schulleiter am Emmy-Noether-Gymnasium wurde. Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 trat Wittmann die Nachfolge von Peter Scharrer als Schulleiter in Röthenbach an. Jetzt nutzt der Oberstudiendirektor das Altersteilzeitmodell des öffentlichen Dienstes und geht eineinhalb Jahre vor der gesetzlichen Frist in den Ruhestand.

„Es hat Spaß und Freude gemacht. Ich hatte ein erfülltes Berufsleben“, sagte Wittmann, der sich vor allem bei seiner Familie für den Rückhalt bedankte und in seiner langen Rede auch Wehmut durchscheinen ließ. „Es ist nicht leicht, loszulassen, aber man weiß ja nicht, wie viele Jahre einem geschenkt sind“, so Wittmann im Anschluss im Gespräch mit der PZ. Er kündigte an, in Zukunft mehr Zeit mit seiner Familie, darunter seine Frau, drei Kinder und drei Enkelkinder, zu verbringen. Und der passionierte Handballfan, der der Vorstandschaft des TV 77 Lauf angehört und dem HC Erlangen die Daumen drückt, hat jetzt auch mehr Zeit für seine Hobbys. Auch „Reisen, wenn keine Ferien sind“, steht jetzt auf der Agenda des 63-Jährigen. Und um seinen 800 Quadratmeter großen Garten kann sich der Laufer jetzt auch häufiger kümmern.

Joachim Leisgang, der Ministerialbeauftragte für Gymnasien in Mittelfranken, würdigte Wittmann als „kompetenten, urteilssicheren, überzeugten und überzeugenden Lehrer“, der als Schulleiter „immer gesprächsbereit und entgegenkommend“ agiert habe und sein Amt „mit Ruhe und Überblick“ wahrgenommen habe.

Große Wertschätzung

Lob kam auch von Rektor Peter Müller, dem Schulleiter der Röthenbacher Realschule, und Rektor Roland Pecher von der Geschwister-Scholl-Mittelschule. Beide betonten die reibungslose Zusammenarbeit der Schulen und den „tollen Austausch“ mit Wittmann. Brigitte Weinberg, die Vorsitzende des Fördervereins des Gymnasiums, stellte Wittmann ein Zeugnis als „außergewöhnlicher Schulleiter“ aus, der sich die Note Eins in den Fächern „Loyalität, Verlässlichkeit, Offenheit, Besonnenheit, entgegengebrachte Wertschätzung, Humor und Menschlichkeit“ verdient habe. „Ich bin traurig, dass Sie gehen“, richtete sich Weinberg an Wittmann.

Zu Gast bei der Veranstaltung am Mittwoch waren neben vielen aktiven Lehrern, ehemaligen Weggefährten und den beiden Vorgängern Wittmanns unter anderem auch Landrat Armin Kroder, Röthenbachs Bürgermeister Klaus Hacker und seine Kollegen aus Ottensoos, Rückersdorf und Schwaig, Röthenbacher Stadträte, der Laufer Polizeichef Günter Losse und Hackers Vorgänger Günther Steinbauer.

Der Schulchor unterhielt mit einem Klassiker von Udo Jürgens, dem textlich auf Wittmann abgestimmten „Mit 63 Jahren, da fängt das Leben an“.

Für den Lacher des Tages sorgte die Schülersprecherin Julia Ixmeier. Sie stand als vorletzte Rednerin unmittelbar vor Wittmann am Pult und richtete sich schnippisch an ihn: „Das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss, aber in diesem Fall stimmt das nicht, denn Sie werden sich ja gleich auch noch an uns richten.“

Die Nachfolge als Schulleiter übernimmt ab kommendem Montag Clemens Berthold. Der 44-Jährige war in den vergangenen Jahren stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Eckental.

N-Land Andreas Kirchmayer
Andreas Kirchmayer
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