Unter dem Motto "Respekt" ziehen die Heiligen Drei Könige durchs Nürnberger Land

Sternsinger sammeln für weltweite Projekte für Kinder

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HERSBRUCK/ NÜRNBERGER LAND – Mit Weihrauch, Kreide und Segenswünschen bepackt zogen 30 Kinder als Sternsinger im Namen der katholischen Kirche durch Hersbruck und Reichenschwand.

Drei Tage lang warfen sich die Kinder in Schale und gingen als Caspar, Melchior und Balthasar verkleidet von Haus zu Haus, um Segenswünsche auszusprechen. In Hersbruck hatten sich beim ersten Treffen 30 Kinder gemeldet, die an den drei Tagen in unterschiedlicher Besetzung durch Hersbruck und Reichenschwand streiften – gestern zum letzten Mal.

Mit dieser Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder stehen sie allerdings nicht alleine da: Seit 1961 organisiert das Kindermissionswerk Die Sternsinger e.V. gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend und der jeweiligen Pfarrgemeinde die Sternsingeraktion, bei der jährlich rund 330 000 Kinder mitmachen. Im Jahr 2015 kamen 45,5 Millionen Euro für Kinder in Not zusammen.

Dieses Jahr steht die Aktion unter dem Leitgedanken „Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit!“ und will zeigen, wie wichtig gegenseitiger Respekt ist.

Auf die Frage, wie oft sich die „Könige“ in Hersbruck bei ihrem Sprüchlein versprochen haben, kamen unterschiedliche Antworten: Sich selber stuften die Kinder als textsicher ein, doch ein augenzwinkerndes „Versprechen? Niemals!“ von der Organisatorin der Hersbrucker und Reichenschwander Gruppen, Ursula Clasen, zeugte da von anderem.

Unter vier Augen wurde schon eher verraten, dass die Textsicherheit hier oder da zu wünschen übrig gelassen habe. „Aber abends ist es mir wieder eingefallen!“, kommt die Ergänzung. Ein ausgegangener Weihrauch, ein vergessener Segenswunsch, der nicht mit Kreide an die Tür geschrieben worden ist – die Besuchten störte das nicht. Sie zeigten sich freudig wie spendabel, und so hatten die Kinder in Hersbruck und Reichenschwand bereits in den ersten beiden Tagen mehr als 5000 Euro gesammelt.

Beim Landratsamt

Die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Otto in Lauf an der Pegnitz besuchten einen Tag vor dem Dreikönigsfest das Landratsamt und überbrachten dem stellvertretenden Landrat Norbert Reh und den Mitarbeitern ihre Glück- und Segenswünsche.

Norbert Reh dankte den Kindern für die Bereitschaft, ihre Freizeit in den Dienst notleidender Gleichaltriger zu stellen. Die Bitte der Sternsinger um finanzielle Unterstützung der Bedürftigen in den ärmeren Ländern verhallte auch bei ihm nicht ungehört.

N-Land Stefanie Camin
Stefanie Camin