Zweiter Bürgermeister in Neunkirchen

Gerhard 
Kroder †

Gerhard Kroder
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NEUNKIRCHEN — Gerhard Kroder ist tot. Der 2. Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen starb am Samstag nach kurzer schwerer Krankheit überraschend im Alter von 66 Jahren.

Seit den 70er Jahren engagierte sich Gerhard Kroder politisch für die Freien Wähler. 1984 zog er erstmals in den Gemeinderat ein, dem er seither ununterbrochen angehörte. Bei den letzten Kommunalwahlen 2014 wurde er einstimmig zum 2. Bürgermeister gewählt, als kritischer Geist war über die Parteigrenzen hinaus geschätzt. Als Politiker wie als Mensch hatte Kroder Überzeugungen, von denen er nur schwer abzubringen war, was es ihm und anderen die Zusammenarbeit machmal nicht einfach machte. Mitstreiter wie politische Gegner bescheinigen ihm dabei eine offene geradlinige Art und sehr hohe fachliche Kompetenz. „Zu Kroders Verständnis von Ehrenamt gehörte es, nicht den bequemen, sondern den richtigen Weg zu gehen“, wie Bürgermeisterin Martina Baumann es nennt. Dabei kannte sich Kroder im Kommunalrecht oder im Baugesetz aus „wie kaum ein Zweiter“.

Gerhard Kroder war ein echter Neunkirchener. Als jüngster von vier Brüdern durfte und musste er den elterlichen Hof, den über den Ort hinaus bekannten Kroderhof, übernehmen. Diesen bewirtschaftete er bis kurz vor seinem Tod zusammen mit seiner Frau Ingrid, mit er zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn (Landrat Armin Kroder) hat.

Die Landwirtschaft, die Natur und die Gemeinde Neunkirchen waren sein Leben und seine Leidenschaft, sagt seine Frau. In der Natur, am Hof zu arbeiten, liebte der Landwirtschaftsmeister und Metzgermeister ebenso wie die Selbständigkeit. Außerdem war Gerhard Kroder ein leidenschaftlicher Jäger.

Wie sehr der Verstorbene mit seinem Heimatort verbunden war, zeigt auch sein Engagement in vielen Vereinen und Organisationen. Unter anderem in der evangelischen Kirche. Hier war er 20 Jahre lang im Vorstand und viele Jahre Vertrauensmann.

Kroder war über 25 Jahre aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr sowie Mitglied im Tennisclub und im Heimat- und Geschichtsverein. Ganz besonders engagierte sich Kroder für den Theaterverein Sandhas‘n. Nicht nur, dass er 18 Jahre lang 1. Vorsitzender des Vereins war, er beteiligte sich sowohl als Kulissenbauer, wie er maßgeblich verantwortlich für den Anbau an die Waldschänke war.

Gerhard Kroder wird am Freitag um zwölf Uhr auf dem Waldfriedhof Neunkirchen beerdigt.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer
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