Moritzberg lockt die Massen

Rund 1800 Menschen hatten auf den Biertischgarnituren am idyllischen Moritzberg Platz genommen und ließe sich ihr Weißwurstfrühstück schmecken. Fotos: Brinek2010/08/Moritzberg_Kirchweih_Biergarten_viel_los.jpg

MORITZBERG — Der Höhepunkt der Moritzberg-Kirchweih – der Gottesdienst und der Weißwurstfrühschoppen mit fetziger Musik und guter Laune am Sonntagfrüh, war wieder überragend besucht. Schon kurz nach dem Gottesdienst reichten die Tische und Bänke für die vielen Wanderer und Kirchenbesucher kaum aus. Die Stimmung war ausgezeichnet und so mancher Gast strahlte mit der Sonne um die Wette.

Die Moritzberg-Kirchweih ist sicher eines der schönsten Feste im Landkreis. Nach den verregneten und kühlen Wochen waren die vielen Besucher sichtlich froh, dass endlich der Sommer wieder eingezogen war. Sie pilgerten in Scharen auf den Gipfel und machte es sich gemütlich. Viele reckten das Gesicht in die Sonnen und genossen die warmen Sonnenstrahlen. Neben Weißwürsten gab es natürlich noch weitere fränkische Kost wie Bratwürste und Gegrilltes.

Über dem ganzen Berg lag eine herrliche Duftglocke, die den Appetit immer wieder anregte. Dazu gab es das bekannt süffige „Bergbier“ und allerlei sonstiges Getränk. Eine wahre Wohlfühl-Oase.

Wirtin Andrea Pütz, die seit einiger Zeit den Berggasthof alleine führt, war in ihrem Element. Sie und Ihr Team leisteten Vorbildliches. Mit rund 30 Helfern meisterte sie das schier Unmögliche ausgezeichnet. Die Getränke und das Essen kamen flott an den Tisch und es gab kaum Wartezeiten. „Wir haben 180 Tischgarnituren für je zehn Gäste aufgestellt. Also rund 1 800 Gäste – die wollen erst mal zügig bewirtet sein“, so die Wirtin.

Aus der Küche gab es die Weißwürste oder den Braten, während die zehn freiwilligen Helfer der Feuerwehr Haimendorf die Bratwürste grillten. Zwei Getränkeausgaben ergänzten das Ganze.

Auch heuer wieder war der Ansturm auf den Berg groß. Wer zuerst ankommt, erhält als Stärkung eine Maß. Dafür und für die Ehre lohnt sich nach Meinung der „Gladiatoren“ der schweißtreibende Aufstieg. Diesmal gab es einen sehr engen Kampf und schließlich konnte Andreas Geiger aus Diepersdorf, kurz vor sieben Uhr , an die Tür des Berggasthofes anklopfen. Er hatte auch letztes Jahr die Nase vorne. „Langsam weiß ich, wie man am besten hier herkommt“. Er geht von Diepersdorf aus immer seinen eigenen Weg auf den Berg.

Vor dem Frühschoppen wird stets der Gottesdienst in der malerischen Mauritius-Kapelle auf dem Gipfel gehalten. Auch diesmal war die Kirche bis auf den letzten Platz voll und sogar bis vor die Türe standen die Gläubigen.

Der Posaunenchor Leinburg, verstärkt mit Bläsern aus Schönberg, eröffnete- mit einer Morgenmusik vor der Kirche den zweiten Kirchweihtag. Harald Gries konnte heuer fast 20 Musiker dirigieren. Der Posaunenchor rahmte auch den Gottesdienst musikalisch ein.

Pfarrerin Christiane Schlenk aus Leinburg spannte in ihrer Predigt einen Bogen vom Moritzbergturm zu Gott. Auf die Perspektive komme es an, wie wir Gott begegnen. Der Haimendorfer Männerchor brachte mit seinem stimmungsvollen Chorgesang eine besonders festliche Note in den ohnehin schon beeindruckenden Gottesdienst.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek