Gemälde ist im Germanischen Nationalmuseum

„Thomas Mann“ ist nun im Depot

Peter Büttner in seiner Wohnung. Der Laufer ist Fan des jüdischen Malers Coschell und erwarb kürzlich ein Portrait, das sehr wahrscheinlich den Schriftsteller Thomas Mann zeigt (re.). Er besitzt insgesamt acht Bilder des Malers.
Peter Büttner in seiner Wohnung. Der Laufer ist Fan des jüdischen Malers Coschell und erwarb kürzlich ein Portrait, das sehr wahrscheinlich den Schriftsteller Thomas Mann zeigt (re.). Er besitzt insgesamt acht Bilder des Malers. | Foto: Krieger2016/02/peter-buttner-lauf-maler-portraits-von-moritz-coschell-ik-11.jpg

LAUF — Die Coschell-Sammlung des Laufer Kunstliebhabers Peter Büttner ist seit gestern im Depot des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg eingelagert.

Dort wollen Restauratoren laut Büttner die Gemälde des von den Nazis vertriebenen Künstlers unter die Lupe nehmen. Auch das mögliche einzige gemalte Portrait des Schriftstellers Thomas Mann (die PZ berichtete) befindet sich unter den sechs Bildern. Wie berichtet hatte der 50-jährige Laufer das Bild Ende Januar in Unkenntnis seines wahrscheinlichen Wertes von einem Kunstsammler gekauft. Die Gemälde Coschells waren Jahrzehnte verschollen gewesen und erst 2014 aufgetaucht.

Büttner hofft, durch die Zusammenarbeit mit dem GNM die Echtheit des Thomas Mann Portraits beweisen zu können. Mittlerweile habe sich herausgestellt, dass Coschell mit der Frau von Thomas Mann, Katia Pringsheim, befreundet gewesen sei und öfter in München war. „Ich hoffe, darüber ergibt sich eine Spur“. Er sei froh über das Angebot des GNM. „Dort ist das Bild jetzt gut aufgehoben“, sagte Büttner der PZ.

N-Land Isabel Krieger
Isabel Krieger
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