„Canyon“ bei Günthersbühl

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GÜNTHERSBÜHL — Das Unwetter am vergangenen Freitag wütete auch über dem Nürnberger Land und brachte starke Regenfälle und Wind. Plötzlich standen ganze Ortschaften unter Wasser. Besonders betroffen war das Gebiet um Oedenberg und Günthersbühl, wo sich die Wassermassen ihre eigenen Wege suchten, nachdem die regulären Abflüsse überfordert waren.

Das steile Schottersträßchen, das die Orte verbindet (unser Bild), wurde so stark ausgespült, dass es bis auf weiteres gesperrt ist. Hier haben die Fluten einen richtigen „Canyon“ gegraben, der an seiner mächtigsten Stelle über 80 Zentimeter breit und 60 Zentimeter tief ist.

„Sehr aufschlussreich, der reinste geologische Lehrpfad“, scherzte eine Ausflüglerin, als sie die verschiedenen Schichten bestaunte, durch die sich das Wasser gefressen hat: Ganz oben ein relativ neuer Schotterbelag, darunter ein älterer, dann Asphalt („Aha, das Sträßchen war früher mal geteert.“) und schließlich der natürliche Sandstein. Sogar ihn haben die Regenfluten noch tief eingefurcht.

„So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte ein Günthersbühler, der schon seit Jahrzehnten hier lebt. 

N-Land Thomas Kohl
Thomas Kohl