Erstmals beim Laufer Neujahrsempfang ausgeschenkt

Bier zu Ehren des Kaisers

Mit Karls-Bier ein Prost auf das Kaiserjahr: Landrat Armin Kroder, Bürgermeister Benedikt Bisping und Finanzminister Markus Söder.
Mit Karls-Bier ein Prost auf das Kaiserjahr: Landrat Armin Kroder, Bürgermeister Benedikt Bisping und Finanzminister Markus Söder. | Foto: Fischer2016/01/pz-113318_karlsbierempfanglauf.jpg

LAUF — Es ist hell, natürtrüb und mit 13,5 Prozent Stammwürze und einem Alkoholgehalt von fast sechs Prozent ganz schön kräftig: Das „Kaiser-Karl-Bier“ der Brauerei Dreykorn aus Lauf. Beim Neujahrsempfang der Stadt wurde das süffige Getränk, dessen Flaschen natürlich ein Etikett mit dem Konterfei des Kaisers ziert, zum ersten Mal ausgeschenkt – und fand allseits lobende Anerkennung.

Auch Heimatminister Markus Söder ließ es sich nicht nehmen und stieß nach seiner Rede mit Bürgermeister Benedikt Bisping und Landrat Armin Kroder auf ein gelungenes Karl-Jubiläum an. Ein Kraft-Trunk für die Bayerisch-Tschechische Landesausstellung, die ab Mai viele viele Besucher nach Nürnberg und natürlich auch nach Lauf bringen soll.

Gut allemal, wenn es da neben Kulturellem auch Handfestes zum Genießen gibt. Beim Empfang sorgte das Kaiser-Karl-Bier, abgefüllt in handliche 0,33 Literflaschen für mehr Bekömmlichkeit, bei den Festgästenschon einmal für guten Absatz. Laut Bürgermeister, der sich über das Engagement der Brauerei Dreykorn sehr freut, hat auch die heimische Gastronomie bereits Interesse am Kaiserbier bekundet.

Ob Karl IV, wie auf dem Etikett zu sehen, einst tatsächlich zur Maß griff, ist allerdings historisch nicht verbrieft. Wohl aber die Legende, nach der der Kaiser auf einer seiner vielen Reisen auf der goldenen Straße von Prag nach Nürnberg bei einem Zwischenstopp in der Laufer Burg sich mit Bier und Stadtwurst bewirten ließ. Und Legenden haben nun mal genauso lange Bestand wie Fakten .

Da der Kaisergeburtstag nicht nur in Nürnberg, sondern auch in Lauf Chefsache ist, nahm Bürgermeister Benedikt Bisping die Ideefindung zum Etikett gemeinsam mit Stadtarchivarin Ina Schönwald persönlich in die Hand. Klaus-Martin Grebe , der auch das hübsche Kinderbuch „Was machte Kaiser Karl IV. in Lauf“ illustriert hatte, für das Ina Schönwald die Texte lieferte, setzte die Ideen dann griffig optisch um. Die Flaschen sind echte Hingucker geworden.

Und natürlich ist das Kaiser-Karl- Bier nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut, das 2016 offiziell sein 500-jähriges Bestehen feiert. Allerdings, das machte das Stadtoberhaupt in seiner Rede deutlich, waren die Franken natürlich schon viel eher dran: So erließ der Rat der Reichsstadt Nürnberg schon 1302 ein „eingeschränktes“ Reinheitsgebot. Und auch Städte wie München legten schon früher fest, was ins Bier darf und was nicht.

Im Kaiser-Karl-Bier sind Hopfen und Malz aus heimischer Produktion verarbeitet, es wurde doppelt gemaischt und hat einen feinen malzigen Geschmack, wie viele Gäste bei der ersten Verkostung wohltuend bemerkten.

Ein Porträt Karls IV. ziert die Flasche.
Ein Porträt Karls IV. ziert die Flasche.2016/01/pz-113331_BierDonhauser.jpg
N-Land Isabel Krieger
Isabel Krieger