Hersbruck ist bereit für „Väterchen Frost“

Vorbereitungen für den Winter laufen

Der Winter kann kommen: Bauhofleiter Roland Rüll vor dem gut gefüllten Salzlager der Stadt Hersbruck. Foto: Hufnagl
Der Winter kann kommen: Bauhofleiter Roland Rüll vor dem gut gefüllten Salzlager der Stadt Hersbruck. Foto: Hufnagl2015/11/Der-Winter-kann-kommen.jpg

HERSBRUCK – Der Winter steht vor der Tür, das bedeutet auch für die Stadt Hersbruck, sich wieder auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Bereits im Frühjahr hat der Bauhof mit der Beschaffung des Streuguts begonnen, weil das Salz zu dieser Zeit meist um einiges billiger ist als im Winter.

Wie viel durch den Frühbezug gespart wird, lässt sich nur schwer sagen, weil sowohl die Beschaffungsmenge als auch der Salzpreis von Jahr zu Jahr schwanken. Laut Bauhofleiter Roland Rüll liegen bei einer frühen Bezugszeit die Kosten pro Tonne bei 75 bis 100 Euro. Im Lager des Bauhofs ist Platz für rund 300 Tonnen Salz, aufgefüllt wird es jährlich mit etwa 150 bis 200 Tonnen. „Das ganze Jahr über liegt ein Teil des Streusalzes im Lager. Es dient als Reserve“, erklärt Rüll.

Zudem sind alle Straßen in Hersbruck in Dringlichkeitsstufen eingeteilt. Auf einer sogenannten Prioritätenliste ist festgelegt, in welcher Reihenfolge die Straßen geräumt und gestreut werden. „Besonders bedeutend sind verkehrswichtige und gefährliche Straßen sowie alle Zufahrtsstraßen zu Krankenhäusern und anderen Notdiensten. Danach kümmern wir ums um die Nebenstraßen“, erzählt Lothar Grimm, Stadtbaumeister von Hersbruck.
Parkplätze, Bahnhöfe und die Innenstadt werden durch Mitarbeiter des Bauhofs geräumt. Damit auch die Bürger ihrer Streupflicht nachkommen können, sind in der Stadt überall Streukisten aufgestellt, aus denen kostenlos Streusalz entnommen werden kann.

Alle Grundstückseigentümer oder Nutzer sind verpflichtet, den am Grundstück entlang verlaufenden Gehweg in seiner vollen Breite zu räumen oder die angrenzende Straße gehwegbreit freizuhalten (etwa 1,2 Meter). Werktags gilt die Streupflicht ab sieben Uhr morgens, an Sonn- und Feiertagen erst ab acht Uhr. „Falls jemand dieser Aufgabe nicht nachgehen sollte, wird er von uns noch einmal auf seine Verpflichtung hingewiesen“, sagt Grimm.

Aber nicht nur um Verkehrsstraßen kümmert sich die Stadt Hersbruck, sondern ebenso um die „Wasserstraße“, die Pegnitz. Auch hier stellt sich die Frage, ob ausreichend für Sauberkeit gesorgt wird, denn: Ab und an schwemmt der Fluss Baumstämme und Geäst an – was, wenn sich das Wasser bei einer Herbstregen-Periode stauen sollte? Grimm versichert: „Wir haben alle Flüsse in unserem Zuständigkeitsbereich im Auge. Es gehört zwar nicht direkt zur Wintervorbereitung, allerdings kontrolliert der Bauhof regelmäßig.“ Wer eine Verschmutzung der Gewässer außerhalb des Verantwortungsbereiches des Bauhofs entdeckt, kann sich an das Wasserwirtschaftsamt wenden.

Lisa Hufnagl

N-Land Hersbrucker Zeitung
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