Gute Wünsche von allen Seiten für Start unter Dach der PFH

Stolz auf neue Fachakademie

Die PFH-Studenten-Musikgruppe unter Leitung von Leonidas Kalavrouziotis sorgte für musikalische Abwechslung.
Die PFH-Studenten-Musikgruppe unter Leitung von Leonidas Kalavrouziotis sorgte für musikalische Abwechslung.2016/01/db-fakseurich1.jpg

FEUCHT – In der Marktgemeinde Feucht nimmt ab dem neuen Schuljahr unter dem Dach der PFH eine Fachakademie für Sozialpädagogik ihren Betrieb auf. Beim Tag der offenen Tür wurde die Einrichtung im „Parkside“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Besonders erfreulich für die Fachakademie: Die ersten Studierenden haben sich bereits eingeschrieben.

Hans-Peter Eurich, Leiter der PFH zeigte sich erfreut darüber, dass die Regierung von Mittelfranken die Erweiterung des Angebots genehmigt hat. Neben der Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilpädagogin kann nun in Feucht auch der Abschluss zur staatlich geprüften Kinderpflegerin, zur staatlich anerkannten Erzieherin und die Fachhochschulreife („Fachabitur“) bzw. Hochschulzugangsberechtigung erworben werden.

Diese Tatsache erfüllt auch Bürgermeister Konrad Rupprecht mit Stolz, werde doch damit das umfangreiche Bildungsangebot in der Gemeinde abgerundet. Der neuen Einrichtung wünschte er viel Erfolg.

Eurich zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung der PFH, die 2007 in Räumen der Grundschule Feucht an den Start ging und nun im Parkside eine neue Bleibe gefunden hat. Zwischenzeitlich zähle man 35 Lehrkräfte.

Der Ansatz der Ausbildung orientiere sich am Lernen durch Erfahrung in realen Situationen.

„Wir konzentrieren uns auf das Wissen und die Menschen“, verdeutlichte er im Rahmen der Festveranstaltung.

Man werde sich auch mit den Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik auf den Weg machen, um aus realen Situationen zu lernen.

So plane man bereits jetzt regelmäßige Spielveranstaltungen in den Asyleinrichtungen.

Was Bürgermeister Konrad Rupprecht mit der anwesenden 2. Bürgermeisterin Katharina von Kleinsorgen und den Gemeinderäten und Inge Jabs mit besonderer Aufmerksamkeit zur Kenntnis nahm, war die Ankündigung von Eurich, dass man im Rahmen von Praktikas der Studierenden eine Lücke in der Ferienbetreuung der Marktgemeinde schließen könne.

MdEP Kerstin Westphal beglückwünschte zur neuen Fachakademie und nannte gut ausgebildetes und kompetentes Fachpersonal „das größte Gut, das wir in unserer Gesellschaft haben“. Prävention sei allemal besser als intensive und teure Nachsorge.

MdB Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, machte deutlich, dass in der Gesellschaft die Familie nach wie vor sehr wichtig sei, aber auch gut ausgebildetes Fachpersonal für die Einrichtungen, in denen Kinder betreut werden sehr wichtig sei. Deswegen sei eine fundierte Ausbildung unerlässlich. Dem pflichtete auch MdB Carsten Träger bei, der seit seiner Tätigkeit als Pfleger der Kindertageseinrichtungen in Fürth – die Stadt hat eine Kooperation mit der PFH – eng mit der Feuchter PFH verbunden ist. Er forderte Wertschätzung für den Berufsstand der Erzieher. „Sie gehen mit dem Wertvollsten um, was wir für die Zukunft haben: mit Kindern und jungen Menschen.“ Stellvertretender Landrat Norbert Reh gratulierte für den Landkreis, der angesichts des Fachkräftemangels die neue Fachakademie in Feucht sehr begrüße. Dies bekräftigte für die Stadt Fürth Stadtrat Roland Richter.

Bewegend war die Schilderung des syrischen Asylbewerbers Mohamed Alkazaaz, der im Rahmen eines Sprachkurses des Asylhelferkreises Feucht, der dafür in der PFH eine Bleibe gefunden hat und diese trotz der Erweiterung des Angebots weiterhin kostenfrei für die Sprachkurse nützen kann, schon so gut Deutsch gelernt hat, dass er selbst berichten konnte. Er, der in Syrien als Schneider selbstständig war, will sich in Deutschland eine neue Existenz aufbauen und weiß ob der Wichtigkeit der Sprache. Größter Wunsch des 39-Jährigen ist, dass seine Familie – Frau und drei Kinder –, die noch im Libanon ist, nachkommen kann.

 

PFH-Leiter Hans-Peter Eurich.
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Hochrangige Gäste aus der Politik waren zur Öffentlichkeitsvorstellung gekommen: MdEP Kerstin Westphal (4. v. l.), die MdB Marlene Mortler (l.), Carsten Träger (4. v. r.), Stadtrat Roland Richter, Bürgermeister Konrad Rupprecht und stellvertretender Landrat Norbert Reh (v. r.). In der ersten Reihe auch Mohamed Alkazaaz (3. v. l.).
Hochrangige Gäste aus der Politik waren zur Öffentlichkeitsvorstellung gekommen: MdEP Kerstin Westphal (4. v. l.), die MdB Marlene Mortler (l.), Carsten Träger (4. v. r.), Stadtrat Roland Richter, Bürgermeister Konrad Rupprecht und stellvertretender Landrat Norbert Reh (v. r.). In der ersten Reihe auch Mohamed Alkazaaz (3. v. l.). | Foto: Lorenz Märtl2016/01/db-fakseurich3.jpg
N-Land Lorenz Märtl
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