Unternehmer zu generationenfreundlichem Shoppen

Einkaufen muss immer Spaß machen

Einzelhändler können sich im Internet informieren unter www.generationenfreundliches-einkaufen.de

Andreas Schmidt (l.) erläuterte vor Altdorfer Geschäftsleuten, welche Kriterien man beachten muss, um als „generationenfreundlich“ zertifiziert zu werden. Foto: Blinten
Einzelhändler können sich im Internet informieren unter www.generationenfreundliches-einkaufen.de Andreas Schmidt (l.) erläuterte vor Altdorfer Geschäftsleuten, welche Kriterien man beachten muss, um als „generationenfreundlich“ zertifiziert zu werden. Foto: Blinten2016/01/HBE.jpg

ALTDORF – Generationenfreundliches Einkaufen – das ist mehr als die obligatorische Spielecke für Kinder mit der Sitzecke für Senioren im Laden. Auf Einladung des Altdorfer City-Managements stellte Andreas Schmidt vom Handelsverband Bayern die Kriterien vor, die ein Einzelhändler beachten muss, um von seinem Verband als „generationenfreundlich“ zertifiziert zu werden. Rund 25 Geschäftleute informierten sich beim Unternehmerfrühstück im „Goldenen Ochsen“, zu dem City-Manager Phillip Meinardus auch Bürgermeister Erich Odörfer begrüßte.

Dem Rathauschef ist viel daran gelegen, dass Geschäftsleute und Stadt im Gespräch bleiben, diesen Kontakten dienen auch die vierteljährlich stattfindenden Veranstaltungen am frühen Morgen, die sich als Unternehmerfrühstück etabliert haben.

In Altdorf kann man gut einkaufen. Kann man aber auch sicher shoppen? Sind Läden barrierefrei, die Gänge darin breit genug für Rollstühle und Kinderwagen? Sind die Preise auf den ausgezeichneten Waren gut lesbar? Wenn ein Einzelhändler eine Zertifizierung durch den Bayerischen Handelsverband (HBE) wünscht, kommen Schmidt und seine Kollegen vorbei und schauen sich unangemeldet im Laden um, nachdem sich der Händler vorab informiert hat, welche Bedingungen er erfüllen muss, um sein Zertifikat „Ausgezeichnet Generationenfreundlich“ zu bekommen. Was den Prüfern vom HBE immer wieder auffällt: Es sind oft nicht die scheinbar schwierigen Dinge, wie Breite der Gänge oder Höhe der Regale, die Minuspunkte bringen. Vielmehr sind es Service-Kriterien wie Erreichbarkeit von Mitarbeitern bzw. Auskunftsfähigkeit von Angestellten, bei denen es oft mangelt. Dabei könnten die Händler genau auf diesem Gebiet punkten gegenüber ihrer größten Konkurrenz – dem Internethandel. Der wird, das prophezeite Schmidt, in der Zukunft weiter zunehmen. Das hängt auch mit dem zunehmenden Interesse der Senioren am Internet zusammen. Für ältere Leute wird es selbstverständlich, im Internet zu bestellen.

Es spielt also eine ganz große Rolle, ob sich Kunden im Laden wohl und gut beraten fühlen. Ist das nicht der Fall, bleiben sie daheim und kaufen vom Sofa aus ein. Denn Einkaufen hat zwar auch mit Spaß zu tun, der kann aber bereits vergehen, wenn es Probleme bei der Parkplatzsuche gibt. Deshalb schauen die HBE-Prüfer auch auf die Parkplatzsituation in der Nähe der zu zertifizierenden Betriebe.

Derzeit sind haben bundesweit bereits 6825 Betriebe das HBE-Label „Ausgezeichnet Generationenfreundlich“, die Hälfte der zertifizierten Unternehmen ist in Bayern. A.B.

Einzelhändler können sich im Internet informieren unter www.generationenfreundliches-einkaufen.de

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