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10.05.10 18:50 Uhr

Windrad nur mit der Bevölkerung

 

LAUF — Die CSU im Laufer Stadtrat fühlt sich durch die Ablehnung von Windrädern durch die SPD (siehe PZ vom Wochenende) bei Bullach in ihrer kritischen Haltung diesem Standort gegenüber bestätigt. Die Fraktion stellt deshalb ihrerseits den Antrag, Windräder im Gebiet Bullach-Neunhof-Simonshofen zu verhindern und freut sich über die „zu erwartende breite Mehrheit im Stadtrat“.
Unter anderem fordert die CSU:
1. Die Stadt Lauf als Besitzer eines Grundstückes stellt dieses nicht für die Windkraft–Nutzung zur Verfügung. Wörtlich heißt es: „Die im Umfeld dieses Grundstückes lebenden Laufer Bürger haben nachvollziehbar dargelegt, dass gesundheitliche, ökologische und finanzielle Risiken bestehen“.
Die Bevölkerung in den betroffenen Orten spreche sich fast einstimmig gegen die Verwendung des Grundstückes aus, das schließlich einmal Eigentum der Bullacher Bürger war und deshalb nicht gegen ihren Willen verwendet werden sollte, so die CSU.
2. Die Stadt Lauf versagt vor dem Hintergrund einer Anfrage des Landratsamtes das „gemeindliche Einvernehmen“ zum Bau von zwei Windkraftanlagen.
3. Die Durchführung einer Bürgerversammlung für Bullach und Neunhof, um „eine zeitnahe und immer transparente Information der Bürger durch die Stadt Lauf“ zu gewährleisten.  
4. Die Umwandlung der Vorbehaltsflächen für Windkraft in Vorrangflächen, wie derzeit im Regionalplan vorgesehen, ist abzulehnen. Dies würde Windkraft–Betreibern die Möglichkeit eröffnen Anlagen zu bauen ohne auf das gemeindliche Einvernehmen angewiesen zu sein. Die Stadt würde dadurch ihr Mitspracherecht aus der Hand geben.




Kommentare

Oliver Keßler, Billerbeck, 14.05.2010 11:46:
Hallo Windkritiker und Befürworter,

hier mal ein paar Hinweise zur neuen Anlagen-Technik:

- Kein Infraschall (gab es nur bei Alt-Anlagen, Neuanlagen werden durch staatlich bestellte Schallgutachter zertifiziert).

Gerade weil die Wirtschaftlichkeit im Binnenland fürher nicht gegeben war, gibt es heute neue hohe Windkraftanlagen mit großem Rotor. Diese können sehr wohl wirtschaftlich betrieben werden.

- Thema Schattenkraftwerke: Puffer-Leistung mußten die Großkraftwerke schon immer für sich selbst bereithalten. Eine AKW-Wartung dauert vier Wochen. Bei Störungen wie in Brunsbüttel oder mangelndem Kühlwasser im Sommer mußte sich der bestehende Kraftwerksbestand schon in der Vergangenheit aushelfen. Ein europäisches Netz, Batterien, Intelligente Haushaltsgeräte und flexible Gasgraftwerke machen die Grundlast-Dinosaurier der Kohle- und Atomindustrie bald überflüssig.

- Software kann moderne Windkraftanlagen heutzutage immer dann abschalten, wenn Schatten auf Häuser fällt.


- Wenn die 24.000 in Deutschland aufgestellten Windkraftanlagen tatsächlich krank machen würden, hätte man sie schon gerichtlich angehalten !

- Standorte wie bei Bullach wurde von der Regionalplanung nach Abwägung der verschiedensten öffentlichen Belange als besonders geeignet bewertet.

- Es handelt sich wie in vielen deutschen Ecken um eine wunderschöne Landschaft, aber mit geringer Bio-Diversivität.

- Eingriff in das Landschaftsbild ist nicht bestreitbar, aber zur Sicherung der zukünftigen Energieversorgung und Erhalt des Planeten für unsere Kinder wichtig.

- Einfluß auf Tourismus ist widerlegt !!! Denn eine Region mit Windkraft zeigt sich zukunfts-/familienfreundlich.

Wertvolle Seite zum Fakten finden:

www.wind-energie.de
Hans-Jürgen Hackauf, Lauf-Bullach, 12.05.2010 12:48:
Viele scheinen nicht zu Wissen, dass hinter jedem Windrad ein konventionelles Kraftwerk im Stand by Betrieb läuft. DIE VERBRENNEN KOHLE ODER GAS. Soviel zur CO2 Ersparniss durch Windräder. Der Wind bläst leider nicht immer gleich stark so dass diese Schattenkraftwerke z.B. bei einer Flaute hochgefahren werden um den plötzlichen Leistungsabfall auszugleichen. Das ist als ob ein Segelschiff ein Dampfschiff hinter sich herzieht. Dieses Dampfschiff muss aber ständig die Kessel unter Dampf halten und entsprechend mit Kohle gefüttert werden, um bei einer Flaute das Segelschiff zu ziehen. Ausserdem dürfte in unseren Schwachwindgebieten die Ökobilanz vieler Windräder negativ sein. D.h. die Energie die benötigt wird um ein Windrad zu produzieren und aufzubauen(Erzabbbau-Eisenschmelze-Stahlerzeugung-...-etc.) wird während der Lebensdauer dieses Kraftwerkes nicht wieder erzeugt. Die Windenergie hat sicher eine Berechtigung im zukünftigen Energiemix dort wo der Wind weht. In unserem Gebiet können die Betreiber von Windanlagen, wenn überhaupt, nur Gewinne erzielen weil alle Stromkunden durch das EEG verdonnert wurden höhere Strompreise zu bezahlen. Diese Erhöhung erhalten die Betreiber.
Markus Klement, Bullach, 11.05.2010 12:16:
Vor allen Dingen müssen die Anlagen an Orten aufgestellt werden an denen Wind weht (denn darum werden die Windräder so genannt)- und nicht bei uns im Schwachwindgebiet.
Thomas Weuster, Röthenbach, 11.05.2010 11:50:
Ja genau keine Windräder!!
Lieber Kohlestrom, der massiv CO² produziert oder sauberer Atomstrom? Den Atommüll können wir ja wieder im Osten vergammeln lassen!
Genau steckt die Millionen die für die Windräder bereitstehen lieber in den Hintern der Stromgiganten, damit die sich so schön um unsere Umwelt kümmern.

Aufwachen!!
Windräder sind Umweltfreundlich und zudem eine Sinnvolle Infestition. Wenn der Laufer-Strom eigenständig vermarktet wird, schafft sich Lauf nicht nur Zusatzeinnahmen sondern wird teilweise Stromautark. Zudem wird eine kleine Abkoppelung des Öls geschafft und alles was nicht mit dem Ölpreis zusammenhängt ist gut!
Stefan Singer, Bullach, 10.05.2010 20:13:
danke CSU ! Eine Entscheidung für die Bevölkerung !
Hoffentlich bleibt auch die SPD bei Ihrer Meinung !
benno reiskorn, dehnberg, 10.05.2010 19:27:
guten tag,

richtig so, keine wind-bisping-räder!!!

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