Für Windräder, gegen Standorte
SCHNAITTACH — „Wir sind für erneuerbare Energien, aber nicht am Hienberg“ — so lautet mehrheitlich und knapp zusammengefasst das Schnaittacher Votum über die Windkraftstandorte im Regionalplanentwurf. In Zahlen: 18 Markträte sind dafür, drei dagegen.
Aus jeder Fraktion waren in der Sitzung Sätze wie dieser von Karin Müller (CSU) zu hören: „Die CSU steht selbstverständlich für erneuerbare Energien.“ Marktrat Thomas Winter (FW), eine der drei Gegenstimmen, prüfte bewusst oder unbewusst vor der abschließenden Entscheidung noch, wie ernst es den Fraktionen mit ihrem „Ja“ vor dem „Aber“ war. Er beantragte, den Wortlaut des Beschlusses zu ändern: „Die Standorte am Hienberg werden abgelehnt, die Verwaltung wird aufgefordert, Gespräche mit den Regionalplanern aufzunehmen, um die Standortsituation neu zu diskutieren.“ Ergebnis: Zwei Kollegen waren dafür, neunzehn dagegen.
Wie in allen Gemeinderäten gab es vielfältige Aussagen im Rat: „Wir müssen weg von Atomkraft“, „Der Mensch muss im Vordergrund stehen“, „die Abstände zu Wohnhäusern sind zu kurz“, „Windrad ist okay, es rentiert sich bei uns aber nicht“ und so weiter.
Anders als noch im Bauausschuss stimmten diesmal Ute Löhr (Fair) und Karin Dobbert (Grüne) für die Hienbergstandorte. Wer Atomkraft nicht wolle, müsse das tun. Dobbert kritisierte, dass Schnaittach bereits vor zehn Jahren über Windräder diskutierte, immer aber nur nach Fremdvorlage, nie aus Eigeninitiative. Dabei sei es durchaus überlegenswert, als Gemeinde selbst in die höchst rentablen Stromerzeuger zu investieren.



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