RSS-FeedsAnzeigenIhre ZeitungGemeindenKontaktImpressumSitemap
Lokales PZWirtschaft PZ
20.05.10 18:54 Uhr

Entscheidung später

Von: Michael Scholz

NÜRNBERGER LAND — Heute wäre eigentlich Frist-Ende für Bürger gewesen, die sich zu den Windkraftstandorten im Regionalplan äußern wollten. Auf Nachfrage der PZ beim zuständigen Planungsverband zeigte sich aber, dass nun doch noch bis Mitte Juli Zeit ist.

„Wir richten uns nicht nach Formalien, sondern nach dem Inhalt“, sagt der Geschäftsführer des Planungsverbandes, Thomas Maurer. Einige Gemeinden und auch Bürgerinitiativen hätten um eine längere Frist gebeten. Damit ist auch die Entscheidung des Planungsausschusses über den Regionalplanentwurf in den September verschoben.

Erst dann wird klar sein, ob oder wieviele Windkraftstandorte es im Nürnberger Land geben wird. „Momentan sind wir noch mitten in der Entscheidungsfindung“, sagt Maurer. Sein Verband wolle nichts durchdrücken, ihm gehe es nur darum sachlich und fachlich gut begründet, mögliche Plätze für Windräder zu markieren und damit andere auszuschließen.

„Wir wollen nur Ordnung hineinbringen“, erklärt Maurer. Denn gibt es im Regionalplan keine Standorte, dann können Investoren grundsätzlich überall Rotortürme bauen. Ein kaum kontrollierbarer Wildwuchs könnte die Folge sein, da die alternativen Stromerzeuger per Bundesgesetz Vorfahrt haben.

Dagegen helfen nur stichhaltige Argumente, die auch einer Investorenklage vor Gericht standhalten. Deshalb pocht der Planungsverband auf fundierte Begründungen der Gegner: „Es reicht nicht, nur zu sagen, die Räder verunstalten generell die Landschaft oder sind gesundheitsschädlich, da gibt es andere gesetzliche Entscheidungen.“

Lehnen alle Gemeinden ab, dann stehe der Planungsausschuss vor der Entscheidung, entweder trotzdem an Standorten festzuhalten, womit alle anderen Gebiete verbindlich außen vor wären, oder das Konzept fallen zu lassen. Dann hilft den Windkraftgegnern nur noch das Prinzip Hoffnung, dass Investoren die Region verschonen. Es gibt zwar Anfragen, aber bislang noch keine konkreten Messungen an Standorten. Ob die Rotoren stören oder sich rentieren , steht also noch nicht fest.

Eine weitere Möglichkeit, das bestätigt Maurer, ist der Simmelsdorfer Weg: Im Gemeindegebiet in Frage kommende Standorte per Gutachten zu finden. Alle anderen wären dann vor Gericht schon einmal ausgeschlossen.




Kommentare

Keine Anmerkungen

Anmerkung hinzufügen

* - Pflichtangabe

Hinweis: Hinweis: Die Redaktionen behalten sich vor, Kommentare auch als Leserbriefe in den drei Heimatzeitungen zu veröffentlichen. Beleidigende oder anstößige Kommentare werden gelöscht. (Anm. d. Redaktion).

*
*


*
*


EM-Tippspiel
Diepersdorf vs. Schwaig

twitter Stream

NAchrichten aus Nürnberg & Franken

Link zur Startseite Der Bote Link zur Startseite Pegnitz-Zeitung Link zur Startseite Hersbrucker Zeitung Link zur Homepage N-land.de