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Lokales PZ
14.03.10 19:28 Uhr

Die Zukunft gestalten und lebenswert bleiben

Von: Max Fischer

Gute Laune trotz ernster Themen: Die Bürgermeister diskutierten in der Stammtischrunde über Radwege und kommunale Zusammenarbeit. Von links: Laufs 1. Bürgermeister Benedikt Bisping, Neunkirchens 2. Bürgermeisterin Martina Baumann, Schnaittachs Rathauschef Georg Brandmüller und Ottensoos’ Gemeindeoberhaupt Klaus Falk. Foto: Max Fischer

NEUNKIRCHEN - »Wir lieben Neunkirchen – Lebenswert & zukunftsfähig». Unter diesem Motto stand ein Erlebnistag, den die Agenda21-Gruppe Neunkirchen am vergangenen Wochenende veranstaltete. Gemeinsam mit Politikern aus der Region wurde über interkommunale Zusammenarbeit gesprochen und an Ständen konnten sich die Bürger über vergangene und zukünftige Projekte informieren.
Gerhard Ott und Bernhard Wöll konnten als Sprecher der Agenda im Laufe des Samstags rund 200 Menschen im Neunkirchner Pfarrsaal begrüßen, darunter viele Politiker wie Landrat Armin Kroder, Bezirksrat Fritz Körber oder den Landtagsabgeordneten Thomas Beyer.

Das Programm begann mit einer Bürgermeister-Stammtischrunde. Am Tisch nahmen neben Martina Baumann, die als 2. Bürgermeisterin den Gastgeber Neunkirchen vertrat, ihre Kollegen der Nachbargemeinden Platz: Benedikt Bisping aus Lauf, Georg Brandmüller aus Schnaittach und Klaus Falk aus Ottensoos. Bei Brezen und Bier (oder Apfelschorle) erörterten sie, wie die Gemeinden in Zukunft noch besser zusammen arbeiten können. »Kommunale Zusammenarbeit funktioniert nur, wenn Kommunen auf Augenhöhe sind», eröffnete Martina Baumann die Runde. Für sie war es wichtig, dass alle Gemeinden etwas beisteuern.

Auch Georg Brandmüller betonte: »Gemeinsam geht vieles einfacher» und Klaus Falk pflichtete ihm bei und erinnerte an Projekte die bereits gemeinsam durchgeführt werden, wie die Volkshochschule, Abwasserversorgung oder gemeinsame Gewerbegebiete. Auch Benedikt Bisping setzte hier an: »Zusammenarbeit bringt etwas». Gute Beispiele seien zum Beispiel die Energiepolitik, bei der über dezentrale Projekte wie Windkraftanlagen nachgedacht werde oder der Tourismus, der als Standortfaktor für die Region entscheiden sei.

In diesem Zusammenhang trat in der Diskussionsrunde, in die die Bürger jederzeit Fragen und Einwände einbringen konnten, vor allem das Thema Radwege sowie deren Ausbau und sinnvolle Nutzung hervor. Eines der zentralen Themen, da waren sich alle einig, müsse auch die Bildung sein. Die Sanierung der Schulen, Ganztagsbetreuung und vor allem Schulbusse und deren Routen sind Themen, die die Gemeinden weiterhin stark beschäftigen werden.

Insgesamt müsse sich die Region unteres Pegnitztal eine gemeinsame Identität schaffen, um sich mit guten Standortfaktoren von Nürnberg auf der einen und dem Herbrucker Raum auf der anderen Seite abheben zu können.

Im weiteren Verlauf des Erlebnistages wurden in Vorträgen noch viele weitere Programmpunkte besprochen und vorgestellt. So wurde über Erfahrungen mit Energietechnik geredet sowie über Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen beraten. Ein interessanter Punkt war auch das gemeinschaftliche Zusammenleben und Wohnen von Alt und Jung.

Die Neunkirchner Agenda21-Gruppe hatte sich im Jahr 2000 gegründet. Ihr Grundsatz ist, dass die drei Säulen Soziales, Ökologie und Ökonomie ein ausgewogenes Verhältnis bilden müssen, um Veränderungen sinnvoll zu gestallten. Die Neunkirchener Gruppe, eine von vielen lokalen Agenda-Bewegungen, sieht sich vor allem als Schnittstelle zwischen Bürgern und Kommunalverwatung.

Ihr Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Bürgern zu verbessern und aktiv Entwicklungsprozesse in Neunkirchen anzustoßen und zu verwirklichen. Beim Erlebnistag ist dies definitiv gelungen. Interessante Themen und intensive Gespräche sorgten bei allen Beteiligten für einen erfolgreichen Nachmittag.




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