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Lokales HZ
13.07.12 16:59 Uhr
Standorte bei Hersbruck sollen Vorrang haben

Auch Reichenschwand pro Windkraft

Von: Walter Grzesiek

REICHENSCHWAND - Nach Hersbruck plädiert auch Reichenschwand dafür, Windkraft-Standorte im Gebiet von Hansgörgl und Großviehberg in die Regionalplanung Mittelfrankens aufzunehmen. Der Gemeinderat nahm am Donnerstagabend einen entsprechenden Antrag von Bürgermeister Bruno Schmidt einstimmig an.

Damit wird der Planungsverband der Industrieregion Mittelfranken aufgefordert, die zwei möglichen Standorte auf den Höhen Reichenschwands und Hersbrucks als Vorranggebiete aufzunehmen. Andere Teile der Hersbrucker Schweiz, so Schmidts Argumentation, würden dadurch entlastet. Schmidt: „Damit ist dem sensiblen Natur- und Landschaftsschutz unseres Gebietes Rechnung getragen. Gleichzeitig erschließen wir unerschöpfliche Energiequellen, die weder Luftschadstoffe, Reststoffe, Abfälle und Abwärme noch ein atomares Risiko mit sich bringen.“

Gespannt wartet der Reichenschwander Bürgermeister mit seinem Hersbrucker Kollegen Robert Ilg und Hewa-Chef Harald Kiesl derzeit auf die Auswertung der Windmessungen, die seit letztem Herbst unterhalb des Hansgörgl nördlich vom Seeanger stattfinden. Die Ergebnisse werden zusammen mit langjährigen Messdaten des Nürnberger Flughafens auch auf Großviehberg hochgerechnet und sollen noch im Juli vorliegen. Vorläufige Erkenntnisse gehen davon aus, dass sich der Reichenschwander Höhenzug als Windrad-Standort eignet.

Wie in Reichenschwand war man auch im Hersbrucker Stadtrat einstimmig für die möglichen Standorte. In der angrenzenden Gemeinde Kirchensittenbach dauert der Meinungsbildungsprozess zum Thema Windkraft noch an. Während Bürgermeister Peter Stief eher skeptisch ist und von „Goldgräberstimmung“ spricht, fürchten andere Räte, die Gemeinde könnte den Trend der Zeit verschlafen — auch bei den Gewerbesteuereinnahmen.




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