Neue Chance für Umgehung?
REICHENSCHWAND - Soll die Diskussion um die B 14-Umgehung von Reichenschwand von vorn losgehen? Landrat Armin Kroder sieht Chancen für eine Einigung zwischen den betroffenen Gemeinden und dem Naturschutz. Reichenschwands Bürgermeister Bruno Schmidt betrachtet das als vergebene Liebesmüh.
Es war ein runder Tisch nach dem Geschmack des Landrats, der auch bei Themen wie Landkreis-Marketing oder Tourismus das Gespräch mit Bürgern und Experten jenseits des Kreistags sucht: Eine Runde aus Verkehrsexperten und Bürgermeistern tagte vorletzte Woche zum Thema Henfenfelder Knoten und erbrachte eine Sofortlösung (Tempo 60 auf der B 14) sowie weitere Zielsetzungen (Kreisel oder Ampel).
Im Herbst will Kroder erneut den Moderator spielen und die beim Thema B 14-Umgehung zerstrittenen Bürgermeister von Henfenfeld, Ottensoos und Reichenschwand einladen. Über die Trasse wird seit 50 Jahren diskutiert, die vorliegende Lösung des staatlichen Bauamts liegt wegen Klagen von Gemeinden und Naturschützern gerichtlich auf Eis. Ob fehlende Naturschutz-Untersuchungen nachgereicht werden, will das Amt entscheiden, wenn der neue Bundesverkehrswegeplan vorliegt. Da aber dürfte das strittige Vorhaben hinten runter fallen.
Kroder meint nun, Änderungen im Naturschutzgesetz in den letzten zehn Jahren machten auch ein Nachdenken über bisher nicht favorisierte Trassen möglich. Bruno Schmidt hält das für pure Illusion — und sieht maßgebliche Fachleute hinter sich. Zum Gespräch will er aber trotzdem kommen.

Natürlich wäre die Umgehung nicht nur notwendig sondern schon lange überfällig.
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