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09.01.12 17:22 Uhr

Generationentreff rockt

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„The Fakes“-Sänger Tim Bremstahler gab mit seinen Neuhauser Bandkollegen alles und wurde mit einem begeisterten Publikum belohnt. Foto: M. Strauß
„The Fakes“-Sänger Tim Bremstahler gab mit seinen Neuhauser Bandkollegen alles und wurde mit einem begeisterten Publikum belohnt. Foto: M. Strauß

NEUHAUS (ms) - Rocklastig und lautstark präsentierte sich dieses Jahr wieder das „Treffen der Generationen“ des SV Neuhaus. Zum achten Mal lud der Sportverein am vergangenen Donnerstagabend Jung und Alt zur gemeinsamen Feier in den hauseigenen Saal. Auf der Bühne standen die vielseitigen „Blutjungs“ aus Aschaffenburg und die ehemalige Neuhauser Band „The Fakes“.

Die ortsansässige Combo geht eigentlich seit fünf Jahren getrennte Wege, hatte sich aber eigens für die Veranstaltung noch einmal zusammengefunden, um ihr Cover-Programm zum Besten zu geben. Das kurzzeitige Wiederaufleben der Band ließen sich die Studenten nicht anmerken: Gekonnt locker und perfekt aufeinander eingespielt zeigten sich die Jungs mit Songs von U2, Rammstein und Rockcovern wie „All that she wants“ von Ace of Base. „Wir haben den Absprung einfach nicht geschafft und covern immer noch“, scherzte Frontsänger Tim Bremstahler, „und wir fühlen uns sehr geehrt, als Vorband der „Blutjungs“ spielen zu dürfen.“

Bei ihrer Gründung 1998 bildeten „The Fakes“ die erste Band der Neuhauser Musikszene. Vierzehn Jahre später erntete die Formation am Ort ihres ersten Auftritts immer noch reichlich Applaus von den etwa 200 Neuhauser Fans, die sich auch zum Tanzen nicht zu schade waren.

Zu späterer Stunde heizten die Aschaffenburger „Blutjungs“ dem bunt gemischten Publikum ein. Die Band spielte ihre eigenen Punkrock-, New-Wave-, Country- und Metalstücke. Ihren von vielen Musikrichtungen inspirierten Stil bezeichnet die Band als „Splatter-Pop“. Der ambivalente Bandname entstammt ihren Anfängen, in denen sie poppige Melodien mit harten Texten kombinierten. „Wir wollten das Gute und gleichzeitig Böse in unserem Namen vereinen, so kam es zu der Wortbildung“, erklärt Frontmann Martin Großmann. In auffälligem Lederoutfit und mit Irokesenschnitt trat Sänger Martin Großmann im gut gefüllten Saal des SV Neuhaus ins Rampenlicht.

Die Vier treten seit Jahren bundesweit, in Österreich und der Schweiz auf und standen in Würzburg schon vor 10.000 Menschen auf der Bühne. In ihren teils schonungslosen Texten verarbeitet die Band Themen wie Hass, Gewalt und Diskriminierung. Die Stücke über Drogenmissbrauch, Mord und Wahnvorstellungen sind allerdings als Satire und Gesellschaftskritik auszulegen.

Großmann zeigte sich beeindruckt vom Blick auf die Burg Veldenstein und fühlte sich an das Aschaffenburger Schloss Johannisburg in seiner Heimat erinnert. Er war begeistert von der Offenheit der Neuhauser: „Ich finde es super, dass in einem vergleichsweise kleinen Ort wie hier eine Band wie wir engagiert wird, die ihre eigenen und noch dazu provokanten Stücke mitbringt.“

Die „Blutjungs“ feierten und tanzten ausgelassen mit dem Publikum. Organisator Gerald Hutzler und seine Helfer aus der SVN-Jugend waren zufrieden mit der achten Auflage des Generationentreffens. „Wir sind stolz, jedes Jahr Besucher und Bands aus verschiedenen Altersklassen begrüßen zu dürfen, das ist eine tolle Sache.“ Die Einnahmen der Veranstaltung fließen wie jedes Jahr in die Jugendarbeit des SV Neuhaus.




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