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Lokales DB
17.08.12 16:00 Uhr
In einem Jahr soll der Neubau bezogen werden

Ende der Planungsphase: Spatenstich für FAKS

Von: Der Bote

Erleichterung und Freude über den Startschuss für den Bau der neuen FAKS bei allen Gästen: Zum Spaten griffen (v.l.) Johannes Sattlegger, Armin Kroder, Gabriele Reiser und Erich Odörfer. Foto: Spandler
Erleichterung und Freude über den Startschuss für den Bau der neuen FAKS bei allen Gästen: Zum Spaten griffen (v.l.) Johannes Sattlegger, Armin Kroder, Gabriele Reiser und Erich Odörfer. Foto: Spandler

ALTDORF – Eigentlich müsste man hinter das „Endlich“ mehrere Ausrufezeichen setzen, meinte Landrat Armin Kroder, als er die Gäste zum Spatenstich für die neue Fachakademie begrüßte. „Endlich geht es los“, freuten sich auch die meisten anderen Ehrengäste. Mit Sicherheit Schulleiterin Gabriele Reiser, die im Anschluss mit Bürgermeister Erich Odörfer, Landrat Kroder und Architekt Johannes Sattlegger zum Spaten griff und damit die Planungsphase für den Neubau der Fachakademie für Sozialpädagogik an der Fritz-Bauer-Straße abschloss und die Ausführungsphase einläutete.

Der symbolische Akt geschah vor großem Publikum. Gekommen waren Mitglieder der Stadtrats- und Kreistagsfraktionen, insbesondere die Mitglieder des Kreisbauausschusses und des Ausschusses für Schulen, Sport und Kultur, Vertreter der Stadt- und Kreisverwaltung, MdL Kurt Eckstein und selbstverständlich Mitglieder des Kollegiums der Fachakademie. In seinem Grußwort bedankte er sich vor allem bei Werner Pickel, dem Hochbauleiter des Landratsamts sowie den Vertretern der planenden Büros Dömges Architekten, H.P. Gauff, Johannes B. Henschel, Roland Goetz, Winfried Breyer und Bernhard Scharrer.

Kroder wies darauf hin, dass sich die Diskussion über die Zukunft der Fachakademie in Altdorf über 15 Jahre hinzog, bevor man sich für den Neubau an dieser Stelle entschied. Geprägt war die Diskussion vor allem durch den starken Spar- und Kostendruck, der auf dem Landkreis lastete und ihn dazu zwang, zwischen freiwilligen und verpflichtenden Leistungen zu unterscheiden.

Eine kommunale Fachakademie für Sozialpädagogik gehöre nun einmal nicht zu den Pflichtaufgaben des Kreises, so dass man die Entscheidung lang überdenken musste. Zuletzt habe sich allerdings die Stimmung fraktionenübergreifend geändert, was auf die Ergebnisse der fachlichen Begleitung zurückzuführen sei. Die internen und externen Prüfer hätten nämlich festgestellt, dass eine Sanierung der alten Einrichtung um die fünf Millionen Euro kosten würde, während ein Neubau zirka sechs Millionen teuer wäre. Damit war allen klar, dass eine neue Schule die wirtschaftlichere Variante sei. Kroder wies auch darauf hin, dass die letzten Jahre für die Schule schwierig gewesen seien, weil angesichts des bevorstehenden Neubaus nicht mehr viel in die Sanierung der alten Akademie gesteckt wurde. Man sei aber stolz auf die Schule und wolle wegen des bereits vorhandenen Fachkräftemangels auch in der Erzieherbranche entschieden in die Bildung investieren.

Was die Finanzierung angeht, hoffe man auf einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 1,6 bis 2 Millionen Euro, stellte Kroder fest und legte Kurt Eckstein, Mitglied im Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen, die Förderung der Baumaßnahme ganz besonders ans Herz. Nach der langen Planungsphase hoffe man, dass das Gebäude in einem Jahr fertig gestellt sei.

Er dankte der Stadt Altdorf für ihre Kooperation und betonte, dass der Standort im südlichen Landkreis niemals zur Debatte gestanden hätte. Zum Grundstück der bisherigen Fachakademie bemerkte er, dass es Sache der Stadt sei zu entscheiden, wie es in Zukunft genutzt werde, sofern der Preis akzeptabel sei, werde man sich einigen.

„Denkwürdiger Tag“

Bürgermeister Erich Odörfer nannte den Tag des Spatenstichs einen denkwürdigen. Durch die Entscheidung für den Bau werde der Schulstandort Altdorf deutlich gefestigt, war er sich sicher. Er erinnerte daran, dass man bei der Verabschiedung der Absolventen vor wenigen Wochen endlich sagen durfte, dass es konkrete Pläne zum Startschuss für den Bau gebe. Er versicherte dem Landrat, dass das Gelände der alten FAKS Wohngebiet und die Erlöse fließen werden.

Kaum erwarten konnte den ersten Spatenstich Schulleiterin Gabriele Reiser. Sie hielt sich kurz in ihrem Grußwort und orientierte sich unter anderem an dem Bibelwort „Alles hat seine Zeit“. Sie habe selber erfahren, dass man sich oft vergeblich mühe, wenn die Zeit noch nicht gekommen sei. Nun aber sei sie da, die Zeit sei reif, der Ort der richtige. „Jetzt will ich Taten sehen“, forderte sie die Bauherren auf. Johannes Sattlegger von Dömges Architekten dankte, auch im Namen seiner Kollegen, für den Auftrag, bevor man zum Spaten griff und symbolisch den Beginn der Bauphase für die neue Schule signalisierte.

GISELA SPANDLER




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